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Pressemeldungen



Markteinstieg in den Niederlanden


Den Haag, 19. August 2010

Wie sich anfängliche Hürden im Nachbarland besser überwinden lassen, erfahren Unternehmen im Seminar ‘Markteinstieg in den Niederlanden’ am Dienstag, 14. September 2010, von 14 bis 17 Uhr in der Niederrheinischen IHK Duisburg-Wesel-Kleve zu Duisburg. Veranstalter ist die Deutsch-Niederländische Handelskammer (DNHK).

 

Das Seminar zeigt den Unternehmern auf, was sie achten müssen, bevor sie in den Niederlanden aktiv werden. Inhalte des Seminars sind die verschiedenen Rechtsformen, die steuerlichen Unterschiede zwischen Einzelunternehmen, Personengesellschaften und Kapitalgesellschaften (niederländische Gesellschafts-formen B.V., NV) und weitere Fragen zur Steuerpflicht. Auch die Aspekte, ob der Markteinstieg finanzielle Vor- oder Nachteile mit sich bringt und was bei Joint Ventures zu beachten ist, werden innerhalb des Seminars verdeutlicht. “Wir möchten den Unternehmen aufzeigen, wie sie sich auf den Start im Nachbarland vorbereiten können. Typische Fehler lassen sich so im Vorhinein vermeiden”, sagt Carina Mijnen, Rechtsabteilung DNHK.

 

Das Seminar richtet sich an Unternehmer und Mitarbeiter von deutschen Unternehmen, die bereits auf dem niederländischen Markt tätig sind oder dort künftig aktiv werden möchten. Die Teilnehmerzahl ist auf 15 Personen begrenzt. Partner des Seminars sind das niederländische Steuerberater- und Wirtschaftsprüferbüro KroeseWevers und die Industrie- und Handelskammer Duisburg-Wesel-Kleve.

 

Die Teilnahmekosten betragen 199,- Euro (zzgl. Mwst.). Mitglieder der DNHK erhalten 20 Prozent Rabatt.

 

Kontakt: Deutsch-Niederländische Handelskammer (DNHK), Marlies Komorowski, Tel.: 0031 (0)70 3114 156, E-Mail: m.komorowski@dnhk.org. Die Anmeldung ist auch online über die Internetseite www.dnhk.org/seminars

 

Für den direkten Link klicken Sie hier.



Deutsch-Niederländischer Wirtschaftspreis 2010: DNHK nominiert fünf Kandidaten


Den Haag, 16. August 2010

Fünf Kandidaten stehen im Rennen um den Deutsch-Niederländischen Wirtschaftspreis, der von der Deutsch-Niederländischen Handelskammer (DNHK) verliehen wird. Der Preis zeichnet innovative Unternehmen und mutige Investoren aus, die sich im grenzüberschreitenden Wirtschaftsleben besonders hervorheben. 41 Unternehmen hatten sich in diesem Jahr um die renommierte Auszeichnung beworben.

Nominiert sind die Unternehmen Erfo Bekleidungswerk aus Nordhorn, Kampmann GmbH aus Lingen, Scheuten Solar aus dem niederländischen Venlo, die Hotelkette Van der Valk sowie ein Gemeinschaftsprojekt der Bauunternehmen Dura Vermeer aus Rotterdam und Vector Foiltec aus Bremen.

Auf der Internetseite der DNHK können Besucher bis zum 21. September 2010 den Gewinner des diesjährigen Preises wählen. Er wird am 6. Oktober 2010 bei einer feierlichen Verleihung im Mercedes-Center in Utrecht bekannt gegeben.

Erfo ist ein inhabergeführtes Familienunternehmen aus der deutsch-niederländischen Grenzregion mit 180 Mitarbeitern. Seit mehr als 50 Jahren vertreibt Erfo Damenoberbekleidung und erzielte zuletzt einen Umsatz von 40 Millionen Euro. In kein anderes Land liefert das Unternehmen mehr Produkte als in die Niederlande. Jährlich verkauft Erfo mehr als 250.000 Teile in unserem Nachbarland, was einem Umsatz von mehr als fünf Millionen Euro entspricht. Der Niederlande-Schwerpunkt hat maßgeblich dazu beigetragen, das Unternehmen auf dem schwierigen Textilmarkt über Jahrzehnte erfolgreich zu entwickeln. In diesem Jahr hat das Unternehmen erstmals eine Anzeigenkampagne gestartet, um seine Bekanntheit auf dem wichtigsten Exportmarkt weiter zu erhöhen.

Die Kampmann GmbH ist ein mittelständischer Hersteller von Heizsystemen, Kühlungen und Lüftungen mit 600 Mitarbeitern. Im Jahr 2005 erwarb das Unternehmen aus Lingen die Patent- und Produktlizenzen der niederländischen Firma Oxycom BV aus Raalte. Dabei ging es um ein Verfahren, das in Bürobauten und anderen Gebäuden eine Frischluftzuführung auf Basis indirekter Verdunstung ermöglicht – ein Verfahren, das seinerzeit neue Ökostandards setzte. Erst seit 2009 ist dieser Standard in Deutschland verbindlich.

Kampmann erhielt 2007 einen Forschungsauftrag des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi) für diese Technologie. Der dabei entwickelte ‚Klimanaut‘-Luftaufbereiter wird inzwischen in Bürokomplexen, Schulen und Pfegeheimen eingesetzt. Das Lingener Unternehmen verkauft die Technologie heute auch in den Niederlanden, wo sie ursprünglich erdacht wurde. Damit hat Kampmann eine Idee aus dem Nachbarland aufgegriffen, selbst zur Marktreife entwickelt und ist damit heute Technologie- und Marktführer. Über 1.000 Anlagen wurden bereits verkauft.

Scheuten Solar, ein Tochterunternehmen der Scheuten Group aus dem niederländischen Venlo, ist ein international tätiges Solarenergie-Unternehmen mit 450 Mitarbeitern. Mit unternehmerischen Wurzeln in der Glasproduktion, ist es Scheuten möglich, die Felder Glas und Solar ideal zu kombinieren. Scheuten Solar macht einen erheblichen Teil seines Umsatzes auf dem wichtigsten Absatzmarkt Deutschland.

Im Jahr 2000 hat Scheuten Solar ein Werk in Gelsenkirchen gekauft und zur heute modernsten Solarmodulproduktion in ganz Europa ausgebaut. Damit hat das niederländische Unternehmen einen wesentlichen Beitrag zur internationalen Wettbewerbsfähigkeit der Region in einem wachstumsstarken, innovativen Markt  beigetragen. Soeben hat Scheuten seine Aktivitäten sogar noch verstärkt und einen dreistellige Millionenbetrag in ein Joint Venture vor den Toren Magdeburgs investiert. Dort werden seit Anfang 2010 täglich 700 Tonnen Flachglas für die Solarbranche produziert. Die Investition hat schon jetzt 265 Arbeitsplätze vor Ort geschaffen.

Die niederländische Dura Vermeer und das Bremer Unternehmen Vector Foiltec haben gemeinsam im Rotterdamer Rheinhafen das innovative Projekt 'Drijvend Paviljoen' (treibender Pavillon) verwirklicht. Es dient als Vorbote eines schwimmenden Stadtteils, der in einigen Jahren in Rotterdam bis zu 10.000 Menschen beherbergen soll. Die Pavillons werden durch Solarstrom und Oberflächenwasser klimatisiert und setzen damit Maßstäbe für nachhaltiges Bauen in der Zukunft. Die drei im Rahmen des Projekts realisierten Pavillons,  auf einen Ponton montierte geodätische Kuppeln mit einer Spezialhülle aus Texlon®, können bis zu 500 Menschen beherbergen und werden in den kommenden Jahren als Ausstellungsfläche eingesetzt. Die länderübergreifende Zusammenarbeit hat aus Sicht der DNHK Vorbildcharakter. Das Ergebnis ist bislang weltweit einzigartig.

Die niederländische Hotelkette Van der Valk ist seit mehreren Generation familiengeführt und hat sich in den vergangenen Jahren erfolgreich auf den deutschen Markt ausgebreitet. Dank einer konsequenten Wachstumsstrategie sind bereits 14 deutsche Van-der-Valk-Hotels entstanden. Im Herbst 2010 eröffnet Van der Valk sein bislang ambitioniertestes Hotel in Deutschland, das Airporthotel Düsseldorf in direkter Nähe des Düsseldorfer Flughafens. Das beeindruckende Gebäude aus Naturstein und Glas wird künftig ein optischer Blickfang für die Autofahrer im Düsseldorfer Norden sein, die die Stadt über die A 52 betreten.

Mit 194 großzügigen Zimmern und zwölf Tagungsräumen stellt das Airporthotel auch einen wichtigen Wirtschaftstreffpunkt dar, der das große wirtschaftliche Engagement von Niederländern in der Region Düsseldorf betont und einen Impuls für die Zusammenarbeit beider Länder in der Landeshauptstadt bewirkt.

„Die hochklassigen Bewerbungen haben uns die Auswahl schwer gemacht“, sagt Dick de Boer, Präsident der Deutsch-Niederländischen Handelskammer. Er sei aber überzeugt, dass die Handelskammer eine gute Vorauswahl getroffen habe. „Alle Kandidaten stammen aus dem Mittelstand und stehen symbolisch für die vielseitigen Aktivitäten, die die Handelsbeziehungen zwischen unseren Ländern europaweit einzigartig machen. Der Wirtschaftspreis ist auch eine Auszeichnung für den unternehmerischen Mut, der hinter jeder Aktivität im Ausland steckt.“

 

Zur Abstimmung

Fotomaterial können Sie über die DNHK anfragen.


Kontakt: Deutsch-Niederländische Handelskammer, Lars Björn Gutheil, Tel. 0031 (0)70 3114 157, E-Mail l.gutheil(at)dnhk.org



Niederländische Umsatzsteuer: bis 30. September zurückfordern


Den Haag, 16. Juli 2010

Deutsche Unternehmer haben nur noch bis zum 30. September 2010 Zeit, ihre in den Niederlanden gezahlte Umsatzsteuer zurückzufordern. Darauf weist die Deutsch-Niederländische Handelskammer (DNHK) in Den Haag hin. Viele Unternehmen seien durch die seit Januar 2010 geltende Neuregelung noch überfordert. Die DNHK bietet daher an, bei der Rückerstattung behilflich zu sein.

 

Wer in den Niederlanden an einer Fachmesse teilnimmt, bei Kundenbesuchen an der Tankstelle nachfüllt oder eine Geschäftsreise absolviert, kann die dabei anfallenden Umsatzsteuern zurückerhalten. Die EU hat das dafür geltende Verfahren zu Anfang des Jahres harmonisiert. Doch die vermeintliche Erleichterung wird von vielen Unternehmen nicht als solche erfahren. Obwohl das Verfahren heute grundsätzlich mit dem eigenen Finanzamt abgewickelt werden kann, erhalten Unternehmen nach wie vor Fragen und Anforderungen von den niederländischen Behörden, die viele vor Rätsel stellen.

 

„Die Deutsch-Niederländische Handelskammer verfügt über jahrelange Erfahrung auf diesem Gebiet und kann Unternehmen bei der Rückforderung niederländischer Steuern, der so genannten BTW, unterstützen“, sagt Carsten Estl, Leiter der Finanzabteilung der DNHK. Nach wie vor gelten in allen Mitgliedsstaaten die individuellen Umsatzsteuergesetze. Für Außenstehende sei es daher fast unmöglich, auf alle Fragen die richtige Antwort zu geben.

 

Die Handelskammer übernimmt auch die Korrespondenz mit den niederländischen Finanzbehörden. Sie kann Rechnungen den im Verfahren vorgeschriebenen Kennziffern zuordnen und auch die NACE-Codes bestimmen. Daneben gibt die DNHK Hinweise zum niederländischen Steuerrecht. „immer wieder führen fehlerhafte Anträge zur Ablehnung, was Unternehmen sehr viel Geld kosten kann“, sagt Estl. Es sei daher dringend zu empfehlen, sich vor der Frist mit der DNHK in Verbindung zu setzen, um zu klären, ob sich ein entsprechendes Antragsverfahren lohnt.

 

Anträge sollten der Handelskammer bis spätestens zum 16. August 2010 zugehen und eine unterschriebene Vollmacht sowie einen ausgefüllten Fragebogen beinhalten. Beides kann auf der Internetseite der DNHK heruntergeladen werden. Wichtig ist auch, die Originalrechnungen des Vergütungszeitraums rechtzeitig an die DNHK weiterzuleiten.

 

Nähere Informationen: http://www.dnhk.org/dienstleistungsangebot/steuern-niederlande-belasting/mehrwertsteuer-niederlande/

 

Kontakt: Deutsch-Niederländische Handelskammer (DNHK), Carsten Estl, Tel. 0031 (0)70 3114 154, E-Mail c.estl(at)dnhk.org



DNHK-Seminare informieren über den niederländischen Markt


Den Haag, 15. Juli 2010

Vom Markteinstieg in den Niederlanden über die Beilegung von Konflikten bis zum niederländischen Inkassorecht: Die Seminare der Deutsch-Niederländischen Handelskammer (DNHK) bieten umfassende Informationen zu allen Fragen des Auslandsgeschäfts. Soeben hat die Handelskammer das Programm des zweiten Halbjahres 2010 veröffentlicht. „Wir wollen damit vor allem kleine und mittelständische Unternehmen bei ihren Tätigkeiten im Nachbarland unterstützen“, sagt Marlies Komorowski, zuständig für das Veranstaltungsmarketing der DNHK.

Bereits ein Klassiker im Programm ist der „Niederlande-Knigge“ am Donnerstag, 30. November 2010, in Dortmund. Die Schulung geht auf die vielen, oft übersehenen kulturellen Unterschiede zum niederländischen Geschäftsleben ein. Alles über „Erfolgreich Verträge mit Niederländern schließen und durchsetzen“ lernen Geschäftsleute am Donnerstag, 4. November 2010, in Bocholt.

Auch neue Themen gehören zum Seminarprogramm der DNHK, so etwa das „Trennungsmanagement in den Niederlanden“ am Mittwoch, 1. Dezember 2010, ebenfalls in Bocholt. Personalverantwortliche erfahren dort, wie sie in schwierigen Zeiten Kündigungen von niederländischen Mitarbeitern gestalten können.

 

Schwerpunkt der Veranstaltungen ist traditionell Nordrhein-Westfalen. Neu kommt in diesem Halbjahr das niedersächsische Nordhorn dazu. Dort bieten die DNHK-Seminare am Dienstag, 5. Oktober 2010, das Seminar „Personal finden und einstellen in den Niederlanden“ und am Mittwoch, 3. November 2010, das Thema „Verrechnungspreise zwischen Deutschland und den Niederlanden“ an.

Der Preis für ein Tagesseminar beträgt 349 Euro, Halbtagsseminare kosten 199 Euro. DNHK-Mitglieder erhalten exklusiv 20 Prozent Ermäßigung auf die Teilnahmegebühren.

 

Das komplette Programm des 2. Halbjahres finden Sie unter dem Link DNHK-Seminare.

 

INFO-KASTEN

Für Anmeldungen bis zum 31. Juli 2010 gewährt die Deutsch-Niederländische Handelskammer einen um 10 Prozent ermäßigten Tarif. Nähere Informationen zum Rabatt und zum Programm der Seminare stehen auf www.dnhk.org/seminars

 

Kontakt: Deutsch-Niederländische Handelskammer, Marlies Komorowski, Tel. 0031 (0)70 3114 156, E-Mail: m.komorowski(at)dnhk.org.



Rotterdam: Die Stadt des ‚Grand Départ’ hat viel zu bieten


Rotterdam, 1. Juli 2010

Pünktlich zum ‚Grand Départ‘, dem Start der Tour de France, blickt ganz Europa am 4. Juli 2010 nach Rotterdam. Die niederländische Hafenmetropole, der in diesem Jahr der Auftakt der Radrundfahrt zufällt, hat aus deutscher Sicht nicht nur Sportliches zu bieten.

 

Für kaum eine Stadt könnte das Motto ‚Grand Départ‘, sprich: ‚großer Aufbruch’, treffender sein. Die 600.000-Einwohner-Stadt im holländischen Süden steht vor einschneidenden Veränderungen, die sie als eine der führenden europäischen Metropolen für das 21. Jahrhundert aufstellen sollen.

 

Schon jetzt ist Rotterdam die größte europäische Hafenstadt, die gerade für das deutsche Hinterland eine herausragende Bedeutung genießt. In Rotterdam werden mehr Waren nach Deutschland umgeschlagen als an allen deutschen Häfen zusammen. Entsprechend bunt und international ist traditionell das Rotterdamer Leben. ‚Typisch Rotterdam‘ ist deshalb auch, dass sich die Stadtbevölkerung aus 170 verschiedenen Nationen zusammensetzt. Ebenso international ist das unternehmerische Parkett der Metropole. Allein 100 deutsche Tochterunternehmen hat Rotterdam an die Mündung der ‚Nieuwe Maas‘ gezogen, viele von ihnen aus den Feldern Logistik, Transport und Energie. Sie profitieren vor allem von der herausragenden Infrastruktur, die Rotterdam zum wichtigsten Handelszentrum des Landes macht.

 

Doch die Rotterdamer haben noch viel vor. Für mehr als zwei Milliarden Euro soll die Stadt in den kommenden Jahren ein völlig neues Gesicht erhalten. Unter dem Titel ‚Rotterdam Central District‘ (RCD) wachsen zurzeit spektakuläre Neubauten in den Himmel. „Eine Stadt mit einem Welthafen muss ein Zentrum besitzen, das internationale Ausstrahlung hat“, gibt Hafenchef Hans Smits die Richtung vor. Hans de Boer, Vorsitzender der Stiftung Rotterdam Central District, beschwört einen neuen Mobilitätsknotenpunkt für Mitteleuropa: „Künftig stehen in Rotterdam 600.000 Quadratmeter für innovative Unternehmen, Wohnungen und Freizeit zur Verfügung, die bestens mit dem Rest des Landes und internationalen Verbindungen vernetzt sind.“

 

Im Zentrum der neuen Rotterdamer Innenstadt liegt der Hauptbahnhof ‚Rotterdam Centraal Station‘, dessen gewaltige Baustelle derzeit noch den Stadtkern durchschneidet. Dort entstehen neue Hochgeschwindigkeitsstrecken, die Reisende mit allen europäischen Metropolen vernetzen sollen. Zum Flughafen Amsterdam Schiphol dauert die Reise künftig nur noch 20 Minuten. Von 2012 an wird das angeschrägte Dach des neuen Superbahnhofs auch architektonisch das Stadtbild prägen. Bis 2025 erwartet Rotterdam eine Steigerung der Passagierzahlen von derzeit 40 Millionen Reisenden im Jahr auf wahrscheinlich 75 Millionen.

 

„Mobilität, die zentrale Lage und die Mischung aus verschiedensten internationalen Einflüssen wird das Central District zur neuen Visitenkarte Rotterdams machen“, ist De Boer überzeugt. Tatsächlich ist das Projekt gut angelaufen. So entstand im ehemaligen Gebäude der Zentralpost ein moderner Bürokomplex, der heute die höchsten Umweltstandards in den gesamten Niederlanden erfüllt. 450 Arbeitsplätze seien allein dort schon jetzt entstanden, so der Verein RCD. Insgesamt rechnen die Projektplaner mit 15.000 neuen Jobs durch das Innenstadtprojekt.

 

Als vorbildlich lobt die Stadt Rotterdam vor allem die Mischung aus alt und neu. So werden bekannte Wahrzeichen wie der 150 Meter hohe Büroturm ‚Delftse Poort‘, Hauptsitz des Versicherungskonzerns Nationale-Nederlanden, in das Konzept integriert. In Sichtweite wird im freilich demnächst das bizarre ‚Calypso‘ gegenüberstehen, ein Gebäudekomplex mit 400 Wohnungen, Geschäften und Büros, dessen Fassade mit farbigen Knicken und Brüchen durchsetzt ist und den Anschein erweckt, als würde sich das Haus bewegen.

 

„Für Investoren hat Rotterdam durch das Projekt an Interesse gewonnen“, sagt Hans de Boer. Tatsächlich ist der Konzern Shell unlängst nach Rotterdam zurückgekehrt. Kein Wunder, dass die Projektplaner im Central District gerade der Energiebranche gute Chancen geben. „Gerade Unternehmen, die sich mit innovativen Energieformen und Nachhaltigkeit beschäftigen, können hier auf engstem Raum zusammenkommen“, betont De Boer. Und meint damit nicht zuletzt deutsche Unternehmen: „Deutschland ist gerade bei den erneuerbaren Energien führend. Wenn deutsche Anbieter von unserer Infrastruktur profitieren können, wäre das für beide Seiten gut.“

 

INFO-KÄSTEN ROTTERDAM

 

Allgemein

Einwohner: 600.000 (März 2010)

Region Rotterdam: 1,2 Mio. Einwohner

55 Prozent der Rotterdamer sind zwischen 20 und 54 Jahre alt

Unternehmen: 46.000

Beschäftigte: 495.000 (Region Rotterdam)

Internationale Unternehmen: 1.100 (davon aus Deutschland fast 100)

 

Nachhaltigkeit

Umweltschonende Energie soll zum Markenzeichen Rotterdams werden. Das gilt nicht nur für verschärfte Umweltstandards am Rotterdamer Hafen, sondern auch für das neue Stadtzentrum. Die frühere Zentralpost ist schon heute das umweltfreundlichste Baudenkmal der Niederlande. Nach der Sanierung im Rahmen des Projekts ‚Rotterdam Central District‘ sank der CO2-Ausstoß um rund 40 Prozent. 75 Prozent der Fläche ist bereits vermietet.

 

Umweltschonend sind auch andere Projekte in der künftigen Innenstadt. Die Straßenbeleuchtung soll mit energiesparenden LED-Lampen erfolgen. Auf dem neuen Hauptbahnhof Rotterdam Centraal werden mehr als 70.000 Solarzellen installiert. Wie weit der Erfindungsreichtum im Rotterdam Central District reicht, zeigte bis vor kurzem auch der ‚Sustainable Danceclub‘. Auf dem Sustainable Dancefloor etwa wurde die Bewegungsenergie der Tanzenden in Elektrizität für die LED-Beleuchtung umgewandelt. Zurzeit sucht der Club zwar neue Geldgeber, doch das Prinzip inspiriert Betreiber über die Grenzen Rotterdams hinaus. Das gilt auch für die ‚Zero Waste Bar‘. Sie soll Müll so weit wie möglich vermeiden. Wenn er doch anfällt, wird er in elektrische Energie umgewandelt.

 

Logistik

Rotterdam gilt vielen als ‚der größte deutsche Hafen‘. Nicht zu Unrecht, denn in der niederländischen Metropole werden mehr Waren nach Deutschland umgeschlagen als an allen deutschen Häfen zusammen. Im ersten Quartal kletterte der Umschlag nach der Krise des Jahres 2009 (Umschlag gesamt: 385 Mio. Tonnen) um 14 Prozent auf 107 Mio. Tonnen. Gleichzeitig stieg der Gütertransport über die Schienenstrecke Betuweroute Richtung Ruhrgebiet von etwa 2000 Zügen im ersten Quartal 2009 auf nun 4000 Züge.

 

Mit der Erweiterung des Hafens (Tweede Maasvlakte) um 20 Prozent erhofft sich Rotterdam eine deutliche Steigerung des Güterumschlags. Der Hafen bietet schon heute 86.000 Arbeitsplätze und ist Sitz zahlreicher Logistik- und Containerunternehmen. Die gut ausgebaute Infrastruktur ins Hinterland macht Rotterdam zur führenden europäischen Drehscheibe im Handelsverkehr. Der internationale Flughafen Schiphol, 2009  mit einem Frachtaufkommen von 1,3 Mio. Tonnen und 44 Mio. Passagieren der fünftgrößte Frachtflughafen Europas, ist in weniger als einer halben Stunde erreichbar. Künftig soll der neue Rotterdamer Hauptbahnhof die Reisezeit sogar noch verkürzen.

 

Architektur

Die einzige Skyline der Niederlande: Nach der Zerstörung der Innenstadt im Zweiten Weltkrieg wurde die neue Architektur für Rotterdam prägend. Für viele ist die Erasmusbrücke das einzige niederländische Architektursymbol mit internationalem Wiedererkennungswert. Bald schon soll der 165 Meter hohe Maastoren, das höchste Gebäude der Niederlande, zu einem neuen Wahrzeichen heranwachsen. Zusammen mit dem Euromast, dem Montevideo und dem Neuen Luxor Theater wird es den Anblick des ‚Manhattan an der Maas‘ prägen.

 

Spektakulär entwickelt sich auch der Ausblick auf die Rotterdamer Innenstadt. Das ‚Rotterdam Central District‘ verbindet bestehende Bausubstanz wie den Milleniumtoren und das Einkaufszentrum Plaza mit neuen, Aufsehen erregenden Entwürfen wie dem künftigen Bahnhofsarreal, dem Weena Point, dem bunten Bürokomplex Calypso und dem gewaltigen Arbeits- und Freizeitgebiet Schiekadeblok.

 

Die weltberühmten Kubus-Wohnungen, die St. Laurens-Kirche und das ‚Witte Huis‘, der erste Wolkenkratzer Europas, ziehen ebenfalls Besucher aus aller Welt an. Auch das industrielle Erbe Rotterdams wird in Ehren gehalten. So dient die monumentale Van Nelle Fabrik heute als Ideen- und Produktschmiede, und der ehemalige Komplex im Lloydkwartier ist das Herz der audio-visuellen Industrie Rotterdams.

 

Bildung und Kultur

Rotterdam verfügt mit der Erasmusuniversität über eine der renommiertesten Hochschulen der Niederlande. Mehr als 11.000 Studenten sind dort eingeschrieben. Hinzu kommen fast 15.000 Studenten der Rotterdamer Fachhochschulen. Das Rotterdamer Medizinzentrum gilt als Nummer 1 der klinischen Forschung in Europa, die RSM MBA zu den zehn besten Business Schools.

 

Mehr als 20 große Museen, 24 Theater und zahllose Events locken jährlich etwa 15 Millionen Besucher nach Rotterdam. Ihnen stehen 60 Hotels und fast 1.100 Restaurants und Cafés zur Verfügung.

 

Internet

www.rotterdam-centraldistrict.nl

 

FOTOS:

Sie können hier Fotos zum Thema downloaden:

http://www.dnhk.org/presse/bildmaterial/

 



DNHK gibt Überblick zu Marketing und Messen in den Niederlanden


Weeze, 14. Juni 2010

Neben hochwertigen Produkten ist das richtige Marketing ausschlaggebend für den Erfolg von deutschen Unternehmen in den Niederlanden. Die Deutsch-Niederländische Handelskammer (DNHK) veranstaltet deshalb das Seminar „Marketing und Messen in den Niederlanden“ am Donnerstag, 17. Juni 2010, von 10 bis 17 Uhr auf dem Airport Weeze, in dem die Teilnehmer den besten marketingtechnischen Einsatz im Nachbarland lernen.

 

„Deutsche Produkte haben auf dem niederländischen Markt bezüglich technischer Entwicklung und Qualität einen guten Ruf“, sagt Trainer Jos Donners von der MAK Management Akademie NRW GmbH. Trotzdem ist es für Unternehmen aus Deutschland wichtig, ihre Produkte und Dienstleistungen richtig zu positionieren. „Darum sollten passende Kommunikations- und Marketingstrategien für die Niederlande entwickelt werden“, so Donners.

 

Teilnehmer erhalten im Seminar Tipps zum Legen von neuen Kontakten in den Niederlanden und bekommen die Möglichkeit, sich vor Ort eine neue Marketingstrategie für ihr Unternehmen auf dem niederländischen Markt zu erarbeiten. Danach werden die Messegewohnheiten der Niederländer unter die Lupe genommen und bekommen die Teilnehmer Hinweise für einen guten Messeauftritt.

 

Das Seminar eignet sich für deutsche Manager und Unternehmer, die eine erfolgreiche Marketing- und Messestrategie für die Niederlande entwickeln oder ihre bestehenden Strategien analysieren und optimieren möchten. Die Teilnehmerzahl ist auf 15 beschränkt.

 

Die Teilnahmekosten sind 349,- € (zzgl. Mwst.). Mitglieder der DNHK erhalten 20 Prozent Rabatt.

 

Kontakt: Deutsch-Niederländische Handelskammer (DNHK), Marlies Komorowski, Tel.: 0031 (0)70 3114 156, E-Mail: m.komorowski@dnhk.org. Die Anmeldung ist auch online über die Internetseite www.dnhk.org/seminars möglich.

 

Weitere Informationen erhalten Sie hier.



Dick de Boer ist neuer Präsident der DNHK


Zeist, 4. Juni 2010

Dick de Boer, directeur Bloemers Nassau Groep, ist neuer Präsident der Deutsch-Niederländischen Handelskammer (DNHK). De Boer übernahm den ehrenamtlichen Spitzenposten der DNHK auf der Mitgliederversammlung in Zeist am 4. Juni 2010 von Kurt Döhmel, ehemaliger Vorsitzender der Geschäftsführung Deutsche Shell Holding GmbH. Döhmel bleibt laut Vorstandsbeschluss Vizepräsident der DNHK.

 

Die Mitgliederversammlung wählte ergänzend in den Vorstand: Ab van der Touw, Voorzitter Raad van Bestuur Siemens Nederland N.V., Den Haag, Hans Peter van der Horst, Partner KPMG Düsseldorf, Hans Smits, President-directeur Havenbedrijf Rotterdam N.V., Rotterdam, Jan-Christiaan Koenders, Algemeen Directeur BMW Groep Nederland, Rijswijk, und  Dr. Jochen Weise, Mitglied des Vorstandes E.ON Ruhrgas AG, Essen. 

 

Zu Ehrenmitgliedern des Vorstandes wurden berufen: Mr. Drs. Marnix Krop, Botschafter des Königreichs der Niederlande, Berlin,  sowie Karl H. Krämer, Geschäftsführender Gesellschafter Karl Krämer Verlag Stuttgart, Stuttgart, der ab 1975 die DNHK als Vorstandsmitglied unterstützt hat.

 

Im Anschluss an die Mitgliederversammlung fand eine Podiumsdiskussion zum Thema „Sport und Wirtschaft“ statt. Die Diskussionsteilnehmer Rob de Leede, Press Officer KNVB, und Nico de Vries, Vorstandsmitglied der DNHK und Vizevorsitzender des Vorstandes Koninklijke BAM Groep nv, diskutierten unter Leitung von Evert ten Napel, Sport-Journalist, über The HollandBelgium Bid 2018/2022.

 

Ab 19.00 Uhr feierte die Deutsch-Niederländische Handelskammer mit mehr als 500 Besuchern auf Schloss Zeist ihr viertes Sommerfest. Bei Live-Musik und Show-Acts kamen die Mitglieder der Handelskammer, deutsche Tochterunternehmen und niederländische Betriebe in festlichem Ambiente miteinander ins Gespräch.

 

Eine aktuelle Übersicht des gesamten Vorstandes der DNHK finden Sie hier.

 

Kontakt: Emmy Steenvoort, Tel. 0031(70) 3114 136, E-Mail: e.steenvoort(at)dnhk.org.



DNHK hilft beim Netzwerken mit Niederländern


Venlo, 28. Mai 2010

Im Handelsverkehr dreht sich heute fast alles um Kontakte und Kommunikationsfähigkeit. Kurzum: Geschäftsleute müssen „netzwerken“.  Das gilt umso mehr, wenn es um neue Partner im Auslandsgeschäft geht. Die Deutsch-Niederländische Handelskammer (DNHK) erläutert beim Seminar „Netzwerken mit Niederländern“ am Dienstag, 8. Juni 2010, von 13 bis 18 Uhr grenznah in der Kamer van Koophandel in Venlo, worauf dabei in unserem Nachbarland zu achten ist. 

 

„Der Erfolg auf dem niederländischen Markt erfordert nicht nur gute Sprachkenntnisse, sondern auch das Verständnis kultureller Hintergründe und Geschäftsgewohnheiten“, so Oscar van Weerdenburgh, der  Dozent des Seminars vom Unternehmen Intercultural Business Improvement. Deshalb stehen im Seminar die „typisch“ niederländischen Verhaltensformen im Mittelpunkt.  Das Seminar verbindet ein interaktives Kulturtraining mit einer anschließenden Netzwerkveranstaltung, bei der die Teilnehmer sofort Kontakte zu niederländischen Unternehmern schließen können. Das Erlernte lässt sich dadurch direkt in der Praxis anwenden.

 

Das Seminar richtet sich an Unternehmer und Manager, die sich geschäftlich mit den Niederlanden befassen und gerne Kontakte zu niederländischen Unternehmern knüpfen möchten. Die Teilnehmerzahl ist auf 15 Personen begrenzt.

 

Die Teilnahmekosten betragen 199,- Euro (zzgl. Mwst.). Mitglieder der DNHK erhalten 20 Prozent Rabatt.

 

Kontakt: Deutsch-Niederländische Handelskammer (DNHK), Marlies Komorowski, Tel.: 0031 (0)70 3114 156, E-Mail: m.komorowski@dnhk.org. Die Anmeldung ist auch online über die Internetseite www.dnhk.org/seminars möglich.

 

Direkter Link: www.dnhk.org/index.php



Niederlande: Chancen für Bau, Logistik und Gesundheitsbranche


Den Haag, 25. Mai 2010

Die Deutsch-Niederländische Handelskammer (DNHK) sieht trotz der noch immer schwierigen Rahmenbedingungen gute Chancen für deutsche Unternehmen in den Niederlanden. Branchen wie Bau und Logistik, aber auch Medizintechnik, Nahrungsmittelverarbeitung und Erneuerbare Energien bieten laut DNHK Potenzial für deutsche Anbieter.

 

„Die niederländischen Konjunkturprogramme beginnen in diesem Jahr, Wirkung zu zeigen“, ist DNHK-Geschäftsführer Axel Gerberding überzeugt. Erstmals seit Sommer 2008 ist im vergangenen Quartal die Zahl der Arbeitslosen in den Niederlanden zurückgegangen und liegt nun bei 5,9 Prozent. Die Industrie verzeichnet wieder mehr Aufträge. In einzelnen Sektoren des Baus zeichnet sich eine Erholung ab. Auch der Einzelhandel erzielte zuletzt fast 3 Prozent mehr Umsatz als im Vorjahreszeitraum.

 

Insgesamt wird die niederländische Wirtschaft 2010 voraussichtlich moderat um 1,5 Prozent wachsen. Der Einbruch des traditionell starken Logistikmarktes sei zum Stillstand gekommen, so die Handelskammer. Mit der Erholung des Welthandels setze auch eine Erleichterung für die Transport- und Logistikbranche ein. „Hieraus folgen nicht nur Perspektiven für deutsche Dienstleister, sondern auch für Lieferanten von Technik für Straße, Schiene und Häfen“, sagt Gerberding.

 

Während in Sparten wie dem Maschinenbau nicht vor Beginn 2011 mit einer wirklichen Erholung zu rechnen sei, legen andere Branchen bereits jetzt wieder zu. So stieg die Nachfrage im Gesundheitssektor, etwa für Medizintechnik, bereits 2009 an, was auch deutsche Lieferanten freuen dürfte. Mehr Exporte aus Deutschland in die Niederlande sind auch bei Arzneimitteln und  Pharmaprodukten zu erwarten, zumal die Niederlande eine wichtige Drehscheibe für den Welthandel darstellen. Ebenso verzeichnet der Nahrungsmittelhandel gute Zahlen, und auch die Nahrungsmittelverarbeitung hat die vergangenen Monate gut überstanden und erwartet eine weiterhin steigende Nachfrage nach Produkten aus den Niederlanden.

 

Langfristige Chancen sieht die DNHK für deutsche Anbieter auf dem Gebiet erneuerbarer Energien. Die gesetzlichen Vorgaben zur Energieeffizienz in Unternehmen, aber auch die natürlichen Stärken der Niederlande bei Windkraft und Biomasse, führen in den kommenden Jahren zu erheblichen Investitionen, von denen deutsche Spezialisten profitieren können. „Die Handelskammer verzeichnet auf ihren Veranstaltungen zu Themen der erneuerbaren Energien schon jetzt ein großes Interesse deutscher Unternehmen am niederländischen Markt“, so Gerberding.

 

Das Handelsvolumen der Niederlande und Deutschlands lag 2009 bei etwa 112 Mrd. Euro. Wie die DNHK in ihrem neuen „Wirtschaftsprofil Niederlande“ verzeichnet, exportieren die Niederlande nach Deutschland vor allem Maschinen und Transportmittel, chemische Produkte und Nahrungsmittel. Umgekehrt importieren unsere Nachbarn aus Deutschland vor allem Maschinen, Chemie- und Fertiggüter. Die Handelskammer hofft darauf, dass durch das Aufleben des globalen Handels das Handelsvolumen 2010 wieder leicht ansteigt.

 

Das Wirtschaftsprofil Niederlande können Sie hier herunterladen

 

Kontakt: Deutsch-Niederländische Handelskammer (DNHK), Dr. Lars Gutheil, Tel. 0031 (0)70 3114 157, E-Mail l.gutheil(at)dnhk.org



DNHK fordert "Masterplan Infrastruktur" mit Niederlanden


Den Haag, 18. Mai 2010

Deutschland und die Niederlande müssen die ständigen Verkehrsprobleme in der Grenzregion gemeinsam anpacken. Ein grenzüberschreitender ‚Masterplan Infrastruktur‘ könnte die Transportwirtschaft fördern, die Grenzregion aufwerten und die staatlichen Kassen langfristig entlasten. Dieser Auffassung ist die Deutsch-Niederländische Handelskammer (DNHK), die soeben in Den Haag ihre wirtschaftlichen Standpunkte für das laufende Jahr vorgelegt hat.

 

Ebenfalls im Forderungskatalog der DNHK: kompatible Technik, etwa bei der Automaut und Umweltzonen, eine bessere Abstimmung in der Energiepolitik und weniger Bürokratie für Unternehmen und Arbeitnehmer, die im Nachbarland tätig werden wollen. 

 

„Die Niederlande sind der wichtigste Exporteur Richtung Deutschland und stehen als Abnehmerland für deutsche Waren auf Platz zwei“, sagt Kurt Döhmel, Präsident der DNHK. Trotz der großen Nähe zueinander gebe es aber noch immer viele Hindernisse im Detail. „Ganz besonders fällt uns das auf dem Gebiet Transport und Logistik auf“, so Döhmel. Dort liegt zum Beispiel die Betuwe-Linie, eine wichtige Schienenstrecke für den Gütertransport, auf deutscher Seite seit Jahren im Rückstand. Zugleich bauen niederländische Gemeinden Flughäfen an der Grenze aus, während in Münster-Osnabrück und Weeze bereits grenznahe Strukturen bestehen, die gut funktionieren.

 

„Ein gemeinsamer Masterplan für die kommenden Jahre könnte teure Fehlplanungen vermeiden und würde zu besseren Lösungen für Bürger und Unternehmen führen“, ist Döhmel sicher. Unterstützt wird der DNHK-Chef dabei von einer aktuellen Umfrage der Handelskammer. Von mehr als 130 befragten Unternehmen in den Niederlanden unterstützen 94,6 Prozent den Gedanken eines solchen grenzüberschreitenden Gesamtkonzepts, nur 2,3 Prozent lehnen ihn ab. 

 

Entwickelt haben die Standpunkte der DNHK drei hochkarätig besetzte Fachkommissionen, in denen 60 Unternehmen und Verbände zusammenarbeiten, darunter der Hafen Rotterdam, Lufthansa, die Deutsche Bahn, Telekom, die Energiekonzerne Nuon und RWE sowie zahlreiche Rechtsanwälte und Steuerberater.

 

„Wir können heute nicht mehr innerhalb der eigenen Grenzen denken“, findet Ummo Bruns, Hafenrepräsentant der Deutschen Bahn und Vorsitzender der DNHK-Kommission Transport & Logistik. „Die Niederlande brauchen ein starkes Hinterland für den Hafen Rotterdam, und Deutschland ist auf gute Verbindungen für seinen Warentransport angewiesen. Das geht nur gemeinsam.“

 

Ein Ärgernis für viele Unternehmen und Arbeitnehmer ist auch die unveränderte Bürokratie im grenzüberschreitenden Geschäftsverkehr. So müssen zum Beispiel Zeugnisse und Handelsregisterauszüge im jeweiligen Nachbarland neu beantragt werden. „Es kann doch keinen Sinn machen, dass ein deutscher Kranfahrer, der in Holland tätig werden möchte, dort noch einmal eine praktische Prüfung absolvieren muss“, sagt Rechtsanwalt Paul Bavelaar, Vorsitzender der DNHK-Kommission Recht & Steuern. Deutsche Sicherheitsunternehmen müssten spezielle Genehmigungen anfragen, die oft erst dann erteilt würden, wenn die Ausschreibung schon vorbei sei.

 

„Ebenso absurd ist es, dass deutsche Unternehmen in den Niederlanden ihre Existenz neu beweisen müssen, weil ihre Handelsregisterauszüge nicht akzeptiert werden. Warum eigentlich?“, fragt Bavelaar. Umgekehrt sei es übrigens nicht besser. „Auch niederländische Unternehmen müssen in Deutschland Handelsregisterauszüge neu beantragen, weil man offenbar nicht darauf vertraut, dass die Behörden im Nachbarland das genauso gut können.“ Ein Hindernis, dass die Niederlande nun abschaffen wollen. „Gerade die Anerkennung von Handelsregisterauszügen sollte eine Maßnahme sein, die wir bis zum nächsten Jahr umsetzen können“, hofft Bas Pulles vom niederländischen Investorenbüro Netherlands Foreign Investment Agency (NFIA), das dem Wirtschaftsministerium der Niederlande untersteht. Er nahm die Standpunkte der Handelskammer entgegen und betonte, die Kernthesen könnten auch für die künftige Regierung wichtige Hinweise liefern.

 

Das erhofft sich die Handelskammer auch auf dem Gebiet der Energiepolitik. „Die Niederlande und Deutschland könnten zusammen künftig eine weitaus aktivere Rolle beim Aufbau eines europäischen Energienetzes spielen“, hofft Harald Dinger, Managing Director von RWE Energy Niederlande, der in der DNHK-Fachkommission Energie mitarbeitet. Ziel dieses Netzes ist es, eine verlässliche Energieversorgung in Europa sicherzustellen und den Ausbau erneuerbarer Energien vorantreiben. 

 

Überhaupt findet die Handelskammer, dass die Niederlande sich mehr auf erneuerbare Energien konzentrieren müssen. Schließlich trägt nachhaltige Energie bislang nur 3 Prozent zum niederländischen Energiemix bei. In Deutschland sind es 10 Prozent. „Ein kleines Land mit langer Küste: Das spricht für eine Vorreiterrolle bei der Windenergie“, so Dinger. Vor allem auf dem Offshore-Markt, also bei Windanlagen im Meer, könnten die Niederlande zur Weltspitze aufschließen. Auch Biomasse biete in den agrarisch starken Niederlanden gute Perspektiven. „Und das wäre auch eine Chance für deutsche Anbieter, die auf Wind- und Bioenergie setzen“, so Dinger.

 

Fotos und Standpunkte: http://www.dnhk.org/presse/bildmaterial/



Stuttgart: Bauunternehmen lernen von den Niederlanden

Stuttgart, 11. Mai 2010

Das 2. Deutsch-Niederländische Ingenieurforum führt am Mittwoch, 12. Mai 2010, rund 90 Projektentwickler, Architekten und Spezialisten aus den Feldern Bau und Energie in Stuttgart zusammen. „Die Niederlande gelten gerade auf dem Gebiet des energieeffizienten Bauens als eines der führenden Länder Europas“, sagt Yvonne Metzger von der Deutsch-Niederländischen Handelskammer (DNHK), die das Treffen organisiert.  Entsprechend groß ist das Interesse vieler Unternehmen aus Baden-Württemberg, mit den Experten aus dem Nachbarland in Kontakt zu kommen.

 

Insgesamt finden während des Treffens in Stuttgart fast 60 Einzelgespräche zwischen deutschen und niederländischen Anbietern statt. Neun niederländische Unternehmen sind speziell für das Forum angereist und stellen in Stuttgart ihre Leistungen vor, darunter umweltfreundliche Solarmodule, Bodensanierung und Dienstleistungen rund um ‚nachhaltigen‘ Bau. Außerdem präsentiert die Stadt Rotterdam ihr spektakuläres Innenstadtprojekt ‚Rotterdam Central District‘. Neben einem neuen Schnellbahnhof, von dem aus Reisende künftig in 20 Minuten zum internationalen Flughafen Schiphol fahren können, entstehen Büro- und Einkaufskomplexe mit einem Investitionsvolumen von 1,7 Milliarden Euro.

 

„Die niederländischen Partner wollen umgekehrt mehr über das Projekt ‚Stuttgart 21‘ erfahren“, sagt Yvonne Metzger. Viele Unternehmen versprechen sich aus den verschiedenen Vorhaben in Stuttgart gute Geschäftschancen. Entsprechend haben die niederländischen Gäste bereits am Vortag (11. Mai) verschiedene Projekte von Stuttgart 21 besucht und Beteiligte gesprochen.

 

Unter den Themen des Ingenieurforums am 12. Mai befinden sich Vorträge über „Green Buildings“ und ein Workshop  zum Thema  ‚Öffentliche Ausschreibungen in den Niederlanden‘. Unternehmen aus Baden-Württemberg erfahren dort, was sie bei entsprechenden Verfahren im Nachbarland beachten müssen und wie sie ihre Chancen für Aufträge in den Niederlanden verbessern können.

 

Kontakt: Deutsch-Niederländische Handelskammer, Lars Gutheil, Tel. 0031 (0)70 3114 157, E-Mail l.gutheil(at)dnhk.org



Seminar: Niederländische Sprache und Kultur


Horst, 2. Mai 2010

Ist Ihr Unternehmen auf dem niederländischen Markt tätig? Haben Sie regelmäßig Kontakt mit niederländischen Kunden und/oder Kollegen? Dann besuchen Sie das dreitägige DNHK-Seminar "Niederländische Sprache und Kultur", von Mi. bis Fr., 9. bis 11. Juni 2010, im Parkhotel Horst, Tienrayseweg 2, 5961 NL Horst (Niederlande, nahe Venlo).

 

Obwohl viele Niederländer Deutsch sprechen, ist es doch ein Hindernis für die Geschäftskontakte, wenn man selbst das Niederländische nicht zumindest in Grundzügen beherrscht. Auch Kenntnisse zur niederländischen Kultur und die damit zusammenhängenden Umgangsformen erweisen sich in der Praxis immer wieder als wichtig für erfolgreiche Beziehungen zu niederländischen Geschäftspartnern. Vom ersten Kontakt an wird damit eine gute, nachhaltige Basis für die Zusammenarbeit geschaffen.

 

Mittels praxisbezogener Sprech- und Schreibübungen lernen Sie in diesem 3-Tages-Training die wichtigsten niederländischen Formulierungen im Geschäftsumfeld kennen. Der Dozent gibt Ihnen persönliche Tipps zu Wortwahl, Satzbau und Aussprache. Nach dieser Schulung können Sie einfache Konversationen auf Niederländisch führen und sind damit besser auf den niederländischen Markt vorbereitet.

Dieses Training ist geeignet für deutsche Manager und Mitarbeiter aus Unternehmen, die geschäftlich in den Niederlanden tätig sind oder Kontakte zu niederländischen Kunden, Lieferanten oder Kollegen haben. Sie brauchen für dieses Training nicht bereits über Niederländischkenntnisse zu verfügen. Die Teilnehmerzahl ist auf zehn Personen begrenzt.

Die Teilnahme kostet 1.295,- € (zzgl. Mwst., inklusive Reader, 2 Abendessen, Essen/Trinken tagsüber) oder 1.595,- € (zzgl. Mwst., inklusive Reader, Essen/Trinken tagsüber, 2 Abendessen, 2 Übernachtungen mit Frühstück). Mitglieder der Deutsch-Niederländischen Handelskammer erhalten 20 Prozent Rabatt. 

Kontakt: Marlies Komorowski, Tel.: 0031 (0)70 3114 156, E-Mail: m.komorowski(at)dnhk.org

 

Die Anmeldung ist online hier möglich.



Lebensmittel: "Chancen durch Nachhaltigkeit und Innovation"


Vianen, 30. April 2010

Biolebensmittel werden erst dann ihren endgültigen Durchbruch in den Supermärkten feiern, wenn sie für Produzenten und Kunden bezahlbarer werden. Dieser Meinung ist Bastian Fassin, Miteigentümer des Süßigkeitenherstellers Katjes Fassin. Im Moment leiden Biowaren noch darunter, dass nicht alle Konsumenten die höheren Preise zahlen möchten. „Es ist aber denkbar, dass manche nachhaltigen Lebensmittel demnächst genauso günstig angeboten werden wie andere Artikel – etwa, weil bei der Produktion weniger Energie verbraucht wird“, so Fassin anlässlich des Unternehmerforums ‚Trends in der Lebensmittelindustrie’ am 29. April 2010 im niederländischen Vianen. Organisiert hatte das Forum die Deutsch-Niederländische Handelskammer (DNHK).

 

Nachhaltigkeit sei in der Branche derzeit das Thema Nummer eins, betonten auch andere Branchenvertreter. „Dabei ist es allerdings wichtig, dass den Kunden der ‚Bio’-Bezug eines Lebensmittels überhaupt einleuchtet“, betonte Dr. Alfred Oetker, Geschäftsführer von Dr. Oetker Niederlande. „Bei biologischer Milch hat jeder gleich eine Kuh auf der Weide vor Augen. Bei Vanillepudding ist das schon schwerer. Da freut sich jeder auf eine gelbe Puddingmasse mit dem typischen Vanillegeschmack. Biopudding ist aber weiß und schmeckt anders.“

 

Die Herausforderung für Produzenten und Handel liege also nicht nur in der Auswahl geeigneter Produkte, sondern auch in einer besseren Kommunikation mit den Kunden. „Was uns bislang außerdem fehlt, sind innovative Konzepte in den Supermärkten, die dem Kunden verdeutlichen, welches Sortiment er zu erwarten hat“, kritisierte Fassin. Die USA seien in dieser Hinsicht schon deutlich weiter.

 

Auch in den Niederlanden arbeiten Handelsketten wie Albert Heijn (AH) an neuen Angeboten, um sich gegen die Konkurrenz der Discounter durchzusetzen. „Die wichtigen Handelsmarken können nur durch Innovation überleben“, so Tony Vendrig vom AH-Mutterunternehmen Ahold Europe: „Vor allem junge Kunden erwarten heute von einem Lebensmittelhändler nicht nur umweltfreundliche Produkte, sondern auch gesellschaftliches Engagement.“ Albert Heijn bietet 350 Produkte mit Ökolabel an. Das ist im Vergleich zum durchschnittlichen Sortiment von 15.000 Artikeln zwar wenig, doch die Zahlen steigen rapide.

 

Der führende niederländische Supermarktanbieter schielt bereits mit einem Auge über die Grenze. „Wer heute wachsen möchte, muss international denken“, so Vendrig: „Logisch, dass man dabei zuerst auf die Nachbarländer schaut.“ Albert Heijn kann unter anderem auf jahrelange Erfahrung in den Feldern Convenience-Produkte und Bestellung von zuhause per Mausklick verweisen – Entwicklungen, die Tony Vendrig auch in Deutschland beobachtet. In Belgien wird die niederländische Marke demnächst an den Start gehen. Deutschland könnte folgen.

 

Um Erfolg im Nachbarland zu haben, müsse ein Konzept allerdings neu sein und Konsumenten einen Mehrwert bieten, ist Bastian Fassin überzeugt. „Das ist wie mit Ikea oder Center Parks: Ein Angebot muss etwas leisten, was überzeugt und vorher nicht da war. Schauen wir doch beispielsweise auf den Erfolg von Aldi in den Niederlanden.“

 

Wer allerdings mit einem innovativen Konzept oder Produkt auf dem Nachbarmarkt aktiv werde, habe in beiden Ländern gute Chancen, so die Experten. „Im Vergleich zu anderen Staaten in Europa ähneln sich die Kundenwünsche in Deutschland und den Niederlanden sehr“, so Joop Holla von der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) Niederlande. Den Niederländern sei der Faktor Zeit etwas wichtiger, deutsche Konsumenten achten eher auf ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Insgesamt entwickele sich der europäische Lebensmittelmarkt aber immer mehr hin zu einem universellen Geschmack.

 

„Das sehen wir auch an den Produkten, die international funktionieren“, erläuterte Bastian Fassin. Gerade Artikel für ein jüngeres Publikum, etwa Pizza oder Chips, ließen sich in allen Ländern gut verkaufen. Schwieriger werde es bei traditionellen Gerichten und nationalen Spezialitäten. „Niederländische Bitterballen haben jedenfalls in Deutschland wenig Chancen.“

 

Fotos in Druckqualität können Sie hier downloaden.



Aktuelles Wirtschaftsprofil informiert über die Niederlande


Den Haag, 22. April 2010
Die neuesten Außenhandelszahlen, wichtige wirtschaftliche Eckdaten und die vielversprechendsten Branchen fasst das neue ‘Wirtschaftsprofil Niederlande’ zusammen, das die Deutsch-Niederländische Handelskammer (DNHK) soeben veröffentlicht hat. Die Broschüre bietet auf 20 Seiten Informationen rund um den Wirtschaftsstandort Niederlande und kann kostenlos auf der Website der DNHK heruntergeladen werden.

 

„Ein Schwerpunkt liegt auf der aktuellen ökonomischen Entwicklung und einer Übersicht chancenreicher Sektoren“, sagt Lars Gutheil, Sprecher der Handelskammer. Erstmals enthält das Profil auch eine Analyse der Stärken und Schwächen des Wirtschaftsstandorts Niederlande. „Unternehmen bekommen dadurch ein gutes Werkzeug an die Hand, um ihre Strategie an den niederländischen Markt anzupassen“, so Gutheil. Außerdem beinhaltet die Broschüre Informationen zur Errichtung einer Handelsvertretung oder Niederlassung in den Niederlanden. Das Profil bietet eine Übersicht des niederländischen Steuersystems und informiert über Arbeits- und Personalverträge sowie Sozialversicherungen. „Gerade die Aufteilung in Volks- und Arbeitnehmerversicherungen bedarf einer genauen Erläuterung“, betont Gutheil. „Sonst verliert man als Deutscher inmitten der ganzen AOWs, ANWs, ZVWs oder AKWs die Orientierung.“

 

Abgerundet wird das Profil durch Tipps zu den Kulturunterschieden zwischen beiden Seiten und zum Umgang mit niederländischen Geschäftspartnern. „Auf den ersten Blick ähneln sich die deutsche und die niederländische Geschäftskultur“, sagt Gutheil. „Umso wichtiger ist es, die feinen Unterschiede zu kennen. Denn gerade bei Geschäftskontakten kann die interkulturelle Kompetenz Einfluss auf mögliche Vertragsabschlüsse haben.“

 

Das Wirtschaftsprofil der DNHK bietet seit vielen Jahren eine verlässliche Übersicht der wirtschaftlichen Lage im Nachbarland. Die vorige Auflage lag inzwischen allerdings knapp anderthalb Jahre zurück. „Wir haben uns bewusst entschieden, das neue Profil deutlich zu erweitern, um den immer komplexeren Bedürfnissen der Unternehmen gerecht zu werden“, so Gutheil.

 

Kontakt: Deutsch-Niederländische Handelskammer (DNHK), Lars Gutheil, Tel.: 070 3114 157, E-Mail: l.gutheil@dnhk.org

 

Direkter Link: http://www.dnhk.org/niederlande/wirtschaftsprofil/



Niederländische Mitarbeiter finden und anstellen


Münster, 13. April 2010

Wie deutsche Unternehmen in den Niederlanden neue Mitarbeiter finden und ihre Arbeitsverträge richtig gestalten, lernen Teilnehmer eines Seminars der Deutsch-Niederländischen Handelskammer (DNHK) am Mittwoch, 28. April 2010, 13 bis 17.30 Uhr, in Münster. „Die Unterschiede zum deutschen Recht und Auswahlverfahren sind groß und sollten deshalb von niemandem unterschätzt werden“, sagt Yvonne Brockhaus, Personalberaterin der Handelskammer.

 

Mit gutem Personal steht und fällt häufig der Erfolg im Auslandsgeschäft. „Deshalb ist eine gute Vorbereitung bei der Personalsuche und späteren Beschäftigung in unserem Nachbarland unerlässlich“, so Brockhaus. Im DNHK-Seminar erhalten die Teilnehmer praxisnahe Tipps. Wie sollte eine Stellenanzeige formuliert sein, um gute Bewerber anzusprechen? Wie sind eingesandte Bewerbungsunterlagen zu beurteilen? Welche Fragen sind im Gespräch zulässig und üblich? Auf welche Fallstricke des niederländischen Arbeitsrechts ist zu achten? Diese und andere Fragen werden ebenso behandelt wie die Themen Lohnbuchhaltung, Steuer- und Sozialrecht.

 

Das Seminar „Personal finden und einstellen in den Niederlanden“ richtet sich an Unternehmer und Manager, die in den Niederlanden auf der Suche nach geeigneten Mitarbeitern sind oder die gerade Personal eingestellt haben. Insbesondere für Mitarbeiter aus Personal- oder Human-Resources-Abteilungen ist der Kursus geeignet. Die Teilnehmerzahl ist auf 25 Personen begrenzt.

 

Die Teilnahmekosten betragen 199,- Euro (zzgl. Mwst.). Mitglieder der DNHK erhalten 20 Prozent Rabatt. Über Fördermöglichkeiten informiert die Website der Handelskammer unter www.dnhk.org/seminars

 

Kontakt: Deutsch-Niederländische Handelskammer (DNHK), Marlies Komorowski, Tel.: 0031 (0)70 3114 156, E-Mail: m.komorowski@dnhk.org. Die Anmeldung ist auch online über die Internetseite www.dnhk.org/seminars möglich.

 

Direkter Link: http://www.dnhk.org/index.php?489&tx_mjseventpro_pi1[showUid]=267&L=0



Energieeffizienz im Bau: Niederländische Delegationsreise


Düsseldorf, 4. März 2010

Unternehmen aus dem Ruhrgebiet, die sich mit Energieeffizienz für Gebäude beschäftigen, können sich zwischen dem 14. und dem 17. Juni 2010 potenziellen Geschäftspartnern aus den Niederlanden präsentieren.

 

Die Deutsch-Niederländische Handelskammer (DNHK) organisiert im Auftrag des Bundeswirtschaftsministeriums eine Delegationsreise für niederländische Projektentwickler, Architekten, Bauunternehmen und Wohnungsbaugesellschaften. Auch Verantwortliche von Städten und Kommunen, Großhändler und Importeure, die auf der Suche nach neuen Geschäftsmöglichkeiten sind, werden an der Reise teilnehmen. Deutsche Unternehmen, die den Besuch für eine Präsentation ihres Betriebs nutzen wollen, können sich noch bis zum 31. März 2010 bei der DNHK bewerben.

 

Die Besucher interessieren sich vor allem für neue Trends und Produkte der energieeffizienten Gebäudetechnik. Ziel der Delegation ist es, deutsche Unternehmen kennenzulernen, um deren innovative Produkte und Dienstleistungen bei eigenen Projekten zu berücksichtigen. „Deutsche Anbieter verfügen über eine großartige Bandbreite  energieeffizienter Leistungen und genießen international einen guten Ruf“, sagt Alexandra Löhr, Leiterin des Berliner Büros der DNHK. „Die Reise bietet gerade mittelständischen Unternehmen eine gute Gelegenheit, bei einer Führung durch ihr Unternehmen oder im direkten Gespräch ihre Produkte und Referenzprojekte vorzustellen“, so Löhr.

 

Bereits im vergangenen Jahr führten deutsche Unternehmen bei einer vergleichbaren Veranstaltung niederländische Besucher durch ihre Musterhäuser, präsentieren innovative Software und erläuterten ihre Produktionsprozesse. „Dieses Kennenlernen war ein großer Erfolg und hat in mehreren Fällen zu konkreten Aufträgen geführt“, sagt Löhr.

 

Bewerbungen für die Einkäuferreise aus den Niederlanden werden von der DNHK sowohl nach Eingangsdatum als auch nach Relevanz beurteilt. Unternehmen sollten der Handelskammer ein Kurzprofil einreichen und skizzieren, welche konkreten Projekte zur Energieeffizienz sie für einen Besuch qualifizieren.

 

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Exportinitiative Energieeffizienz statt und wird aus Haushaltsmitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWI) gefördert.

 

Kontakt: Deutsch-Niederländische Handelskammer (DNHK), Alexandra Löhr, Tel.: 030 / 2030 84 800, E-Mail: a.loehr(at)dnhk.org



Niederlande-Knigge: Fettnäpfchen im Nachbarland vermeiden


Den Haag, 23. Februar 2010

„Niederländer sprechen doch alle Deutsch“, „In Holland ist alles ganz locker“, „Setzen Sie mal meinen Doktortitel unter die Mail, das wirkt besser“. Sätze wie diese könnten von vielen Unternehmern stammen, die in den Niederlanden Geschäfte machen. Sie sind gleichzeitig ein gutes Beispiel dafür, was im Kontakt mit den Nachbarn schief laufen kann. „Wer eine Verhandlung auf Deutsch beginnt, sein Gegenüber unterschätzt und meint, mit Titeln und persönlichen Errungenschaften um sich werfen zu müssen, hinterlässt bei niederländischen Geschäftspartnern keinen guten Eindruck“, betont Marlies Komorowski von der Deutsch-Niederländischen Handelskammer (DNHK) in Den Haag.

Das Bild der Deutschen über ihr Nachbarland haben nicht zuletzt Showstars wie Rudi Carrell und Linda de Mol geprägt. Dass die meisten Niederländer längst nicht so flüssig im Deutschen sind und ein entsprechendes Vorurteil als „typisch deutsche“ Überheblichkeit bewerten, merken viele Geschäftsleute zu spät. Während sie sich bei einem Engagement in China, Indien oder Osteuropa nämlich ganz selbstverständlich auf die Kulturunterschiede vorbereiten, wird die kulturelle Hürde Richtung Niederlande nur allzu oft unterschätzt.

Immer wieder bekomme die Handelskammer bei ihren Kulturtrainings und Seminaren ähnliche Geschichten zu hören, sagt Komorowski. Da berichten Deutsche beim ersten Smalltalk mit Niederländern ausführlich über ihre großartige Expertise und rühmen ihre Erfolge, während das niederländische Gegenüber ob so viel „Wichtigtuerei“ am liebsten das Weite suchen möchte. Auch der typisch deutsche Wunsch, bei einem Geschäftstermin schnell zu einem konkreten Ergebnis zu kommen, irritiert viele Niederländer. Sie legen in der Regel größeren Wert darauf, ihren Geschäftspartner erst einmal in Ruhe kennenzulernen, bevor sie zum inhaltlichen Teil übergehen.

„Deutschen Unternehmern und Managern, die elementare Grundsätze des niederländischen Benimms beherrschen, stehen die Türen zum Erfolg offen“, sagt Janet Antonissen, Trainerin bei Interkulturelle-trainer.com (ITC). Wichtig sei, die kleinen Unterschiede zu erlernen und diese Kenntnis für sich zu nutzen. „Wer sich gut vorbereitet, vermeidet Fehlschläge“, so Antonissen.

 

Niederländer legen weniger Wert auf Äußerlichkeiten. Wird ein Deutscher von einem niederländischen Geschäftsmann ohne Krawatte oder gar in Jeans erwartet, sollte das nicht als Desinteresse oder Beleidigung gewertet werden. Auch das weit verbreitete Duzen hat eine andere Bedeutung als in Deutschland. „Du zu sagen, bezieht sich in den Niederlanden eher auf das Alter als auf eine persönliche Nähe. Bis heute ist es mancherorts üblich, dass Niederländer ihre Großeltern oder sogar Eltern siezen, aber Geschäftspartner duzen“, sagt Marlies Komorowski. Deutsche denken dann oft irrtümlich, sie hätten ein persönliches Band aufgebaut: „Sie wundern sich dann, wenn es in der anschließenden Verhandlung plötzlich hart zur Sache geht.“

Nicht gern gesehen ist die Verwendung von Statussymbolen wie luxuriösen Autos oder Doktortiteln. „Niederländer nutzen andere, subtilere Formen, um ihren Status sichtbar zu machen“, sagt Komorowski. Oft werden Verhandlungen auch an Mitarbeiter aus den Fachabteilungen deligiert. Deutsche Geschäftsführer, die extra zum Gespräch angereist sind, fühlen sich dann mitunter nicht ernst genommen. Dabei sind in den Niederlanden bloß die Hierarchien flacher. Mitarbeiter der unteren Ebenen haben mehr Einfluss auf den Gang der Verhandlungen. „Es empfiehlt sich, vorab zu klären, wer zu einem Meeting erscheinen wird und was besprochen werden soll“, sagt Marlies Komorowski.

„Die Konsenskultur der Niederlande bringt zugleich ein eher offenes Verhandlungsklima mit sich“, ergänzt Janet Antonissen. Gespräche verlaufen für deutsche Begriffe oft unstrukturiert. Verschiedene Optionen und Meinungen werden offen ausgesprochen und diskutiert. Erst am Ende wird die beste Lösung mündlich vereinbart und per Handschlag bestätigt. Gravierende Ähnlichkeiten zwischen Deutschen und Niederländern gibt es allerdings auch. Beide kommen nämlich in der Diskussion gerne schnell zur Sache und gelten als verlässlich.

Niederlande-Knigge: die Top 10 der häufigsten Stolpersteine

1.   Unterschätzen der flachen niederländischen Betriebshierarchien

2.   Steifes Auftreten und Humorlosigkeit

3.   Stereotypen erfüllen wie „deutsche Wichtigtuerei“

4.   „Das kriegen wir schon hin“-Mentalität

5.   Von Deutsch als Verhandlungssprache ausgehen

6.   „Duzen“ als Zeichen persönlicher Freundschaft wahrnehmen

7.   Glauben, Niederländer seien weniger anspruchsvoll

8.   Zu lange und detaillierte Präsentationen

9.   Beharren auf umfassenden, schriftlichen Absprachen

10. Mangelnde Flexibilität bei längeren Vertragsbeziehungen

 

Veranstaltungs-Tipp: Am Donnerstag, 4. März 2010, 10 bis 17 Uhr , veranstaltet die DNHK in der IHK zu Bochum das Seminar „Niederlande-Knigge“. Weitere Termine finden am 20. Mai 2010 in Emden und am 30. November 2010 in Dortmund statt. Anmeldung:  Link 

 

Kontakt: Deutsch-Niederländische Handelskammer (DNHK), Marlies Komorowski, Tel.: 0031 (0)70 3114 156, E-Mail: m.komorowski@dnhk.org



Insolvenz- und Inkassorecht in den Niederlanden


Den Haag, 8.2.2010

Das niederländische Inkasso- und Insolvenzrecht steht im Mittelpunkt eines Seminars der Deutsch-Niederländischen Handelskammer (DNHK) am Dienstag, 23. Februar 2010, von 14 bis 17.30 Uhr in der IHK Aachen. „Die weltweite Finanzkrise ist auch an niederländischen Unternehmen nicht spurlos  vorbeigegangen“, sagt Mink Severiens, Dozent des Seminars. Aus diesem Grund fragen sich viele deutsche Unternehmen, was sie tun sollen, wenn Zahlungen aus den Niederlanden ausbleiben.

 

Das Seminar vermittelt Unternehmern einerseits, welche rechtlichen Möglichkeiten sie haben, um ihre Ansprüche rechtzeitig zu sichern. Themen sind unter anderem Zahlungsverzug, Mahnungen sowie Mittel der Zwangsvollstreckung. Die Teilnehmer erfahren aber auch, wie sie sich bei einer drohenden Insolvenz des eigenen Tochterunternehmens in den Niederlanden verhalten müssen.

 

Das DNHK-Seminar vermittelt praxisnahe Ratschläge, Feinheiten und Abweichungen zum deutschen Recht. Daneben besteht Gelegenheit, Fragen zu stellen und auf diese Weise eigene Geschäftsinteressen im Einzelfall besser wahren zu können.

 

Das Seminar richtet sich an Unternehmer und Mitarbeiter deutscher Unternehmen, die sich zum Insolvenz- und Inkassorecht und -verfahren in den Niederlanden informieren möchten. Die Teilnehmerzahl ist auf 15 Personen begrenzt. Partner des Seminars sind die niederländische Anwaltskanzlei Dijks Leijssen Advocaten & Rechtsanwälte aus Enschede und die Industrie- und Handelskammer Aachen.

 

Die Teilnahmekosten betragen 199,- Euro (zzgl. Mwst.). Mitglieder der DNHK erhalten 20 Prozent Rabatt. Über Fördermöglichkeiten können sich Teilnehmer auf www.dnhk.org/seminars informieren.

 

Kontakt: Deutsch-Niederländische Handelskammer (DNHK), Marlies Komorowski, Tel.: 0031 (0)70 3114 156, E-Mail: m.komorowski@dnhk.org. Die Anmeldung ist auch online über die Internetseite www.dnhk.org im Menü „Seminare“ möglich. Für Informationen, online Anmeldung und Fördermöglichkeiten klicken Sie hier.



Niederlande: Neuregelung zur Kettenhaftung von Unternehmen


Den Haag, 22. Januar 2010

Deutsche Leiharbeitgeber und Auftraggeber, die in den Niederlanden tätig sind, müssen sich seit Jahresbeginn mit einer neuen Haftungsregelung beschäftigen. In den kommenden Monaten  wird die so genannte G-Rekening, ein Bankkonto zur Abfederung von Kettenhaftungen, durch ein neues System ersetzt. „Wichtig ist das gerade für die Branchen Bau und Textil, da dort viele Subunternehmen und Leiharbeitskräfte eingesetzt werden“, sagt Carsten Estl von der Deutsch-Niederländischen Handelskammer (DNHK) in Den Haag.

 

Wird durch den Subunternehmer oder den Betrieb, der einen Leiharbeitnehmer beschäftigt, ein Anspruch nicht erfüllt, kann das Unternehmen haftbar gemacht werden, das den Auftrag erteilt hat. Oft betrifft dies die Zahlung von Lohnsteuern oder Prämien. Um sich gegen diese Kettenhaftung zu schützen, muss in den Niederlanden bislang bei einer Bank ein so genanntes G-Konto (G-rekening) eröffnet werden. Es wird ausschließlich für Zahlungen etwa an das Finanzamt oder andere G-Kontoinhaber genutzt.

 

Die Neuregelung sieht vor, dass statt des Kontos bei einer Bank ein Depot direkt beim Finanzamt eingerichtet wird. „Das soll das Verfahren vereinfachen, führt aber gerade bei ausländischen Unternehmen zu vielen Fragen“, sagt Estl. Problematisch bewerte die Handelskammer, dass es seitens der niederländischen Behörden keine Information in deutscher Sprache gäbe. Aus diesem Grund bietet nun die DNHK eine entsprechende Beratung für deutsche Unternehmen an.

 

„Schon jetzt haben viele Unternehmen die Kosten direkt mit dem Finanzamt geklärt, obwohl es dafür keine rechtliche Sicherheit gab“, sagt Estl. Das neue Verfahren sei grundsätzlich positiv zu bewerten, da es Unternehmen Kosten und Zeit sparen könne. „Eine gute Beratung vorab ist allerdings unerlässlich.“

 

Obwohl das neue, so genannte ‚Depotstelsel‘ erst Mitte 2010 in Kraft treten wird und die G-Konten zunächst für ein Jahr wirksam bleiben, empfiehlt die Handelskammer deshalb, sich schon frühzeitig über das künftige Verfahren zu informieren. „Wir können die wichtigsten Fragen beantworten und damit vermeiden, dass Unternehmen schlecht vorbereitet auf den niederländischen Markt gehen und eine Haftung riskieren“, so Estl.

 

Kontakt:

Deutsch-Niederländische Handelskammer (DNHK)

Carsten Estl

T 0031 (0)70 3114  154

E c.estl(at)dnhk.org 



Düsseldorf bleibt Nummer 1 für niederländische Investoren


Den Haag, 10. Dezember 2009

Düsseldorf ist auch 2009 die beliebteste deutsche Stadt für niederländische Investoren geblieben. Mit 84 Ansiedlungen belegt die NRW-Landeshauptstadt Platz eins vor Frankfurt am Main (67) und Hamburg (59). Damit hat sich auf den ersten drei Positionen nichts geändert, wenngleich Frankfurt seinen Abstand vor Hamburg vergrößern konnte. Im vergangenen Jahr hatten beide Städte noch gleichauf bei 60 Niederlassungen gelegen. Auf den weiteren Rängen folgen Berlin (48), Köln (46), Essen (46), München (41), Bremen (34), Duisburg (32) und Neuss (25).

 

Dies folgt aus einer Untersuchung der Deutsch-Niederländischen Handelskammer (DNHK), die von der Rabobank und KPMG unterstützt wurde. „Der Trend niederländischer Investoren zu deutschen Großstädten bleibt ungebrochen“, kommentiert DNHK-Geschäftsführer Axel Gerberding. „Auch Nordrhein-Westfalen liegt als Bundesland weiterhin an der Spitze und kann seinen Vorsprung sogar ausbauen.“ Dort sind 747 der insgesamt 1.769 niederländischen Tochterunternehmen in Deutschland angesiedelt. 2008 ermittelte die Handelskammer für NRW noch 576 niederländische ‚Töchter‘.

 

Auch Hessen als Zweitplatzierter (182) und Bayern (144) schneiden gut ab. Deutlich gesunken ist dagegen die Zahl der niederländischen Tochterbetriebe in Niedersachsen, nämlich von 145 auf 129. „Die Ursachen hierfür sind noch zu ermitteln, könnten aber mit einer weiteren Fokussierung auf die Zentren im Westen und Süden zusammenhängen“, so Gerberding. Für die Großstädte sprächen aus Sicht der Investoren die gute Infrastruktur, die Nähe zu Kunden und Geschäftspartnern sowie die vielfach bereits vorhandenen Netzwerke zu anderen niederländischen Unternehmen.

 

Die Untersuchung basiert auf zum Teil neuen Daten, die im vorigen Jahr nicht zur Verfügung standen. Damit hat die DNHK insgesamt rund 300 Unternehmen mehr ermitteln können als 2008. „Die gesteigerte Gesamtzahl lässt nicht den Rückschluss zu, dass die Ansiedlungen tatsächlich gestiegen sind. Die Untersuchung ist eher eine Präzisierung des Vorgängers, die ein umfassenderes Bild über den Sachstand angibt“, so Gerberding.

 

Bei den Branchen dominieren laut DNHK die Felder Handelsvermittlung und Großhandel (281) vor Dienstleistungen (272), dem Bau (95), Datenbearbeitung und Datenbanken (89), Nahrungsmittelindustrie (85), Chemie (79) und Maschinenbau (75).

 

Umgekehrt investieren deutsche Unternehmen bevorzugt in Amsterdam (171 deutsche Tochterunternehmen), Rotterdam (123) und Utrecht (58). „Auch in dieser Richtung zeigt sich, dass die Großstädte im niederländischen Westen eine massive Anziehungskraft auf Investoren ausüben“, kommentiert Gerberding.

 

Die ermittelten Daten über niederländische Ansiedlungen in Deutschland und deutsche Tochterunternehmen und Beteiligungen in den Niederlanden sind inklusive NACE-Code bei der DNHK zu beziehen.

 

Mehr Informationen zur CD-ROM "Tochterunternehmen" finden Sie hier.

 

Kontakt: Deutsch-Niederländische Handelskammer (DNHK), Dr. Lars Gutheil, Tel. 0031 (0)70 3114 157, E-Mail l.gutheil(at)dnhk.org



Urheber-, Marken- und Patentrecht in den Niederlanden


Bochum, 26. November 2009

Den Schutz geistigen Eigentums in den Niederlanden behandelt das Seminar „Urheber-, Marken- und Patentrecht in den Niederlanden“, das die Deutsch-Niederländische Handelskammer (DNHK) am Donnerstag, 10. Dezember 2009, zwischen 14 und 17.30 Uhr bei der IHK Bochum veranstaltet.

 

„Wenn deutsche Unternehmen ihr geistiges Eigentum in den Niederlanden rechtlich absichern oder verteidigen wollen, stoßen sie oft auf weitreichende technische Unterschiede zur deutschen Gesetzgebung“, sagt Brigitte Spiegeler, Dozentin des Seminars. „Außerdem werden EU-Regelungen von Land zu Land unterschiedlich ausgelegt. Daher ist es gerade für innovative und kreative Unternehmen wichtig, sich mit der Gesetzgebung und deren Auslegung auf dem Nachbarmarkt auseinanderzusetzen.“

 

Das Seminar gibt einen Überblick über das Urheber-, Warenzeichen-, Patent-, Datenbanken-, Signatur- und Musterrecht sowie den Schutz von Handels- und Domainnamen. Die Teilnehmer lernen, wie sie Wissen innerhalb des Unternehmens mit Hilfe von Arbeitsverträgen und Geheimhaltungsabkommen schützen können. Neben dem Vergleich zwischen dem niederländischen und dem deutschen Recht beinhaltet das Seminar auch eine Betrachtung des europäischen und internationalen Urheberrechts. Nach dem Training haben die Teilnehmer einen guten Überblick über die verschiedenen Aspekte des niederländischen Schutzes geistigen Eigentums und des gewerblichen Rechtschutzes.

 

Das Seminar richtet sich an deutsche Unternehmer, die auf dem niederländischen Markt aktiv sind oder werden wollen. Die Teilnehmerzahl ist auf 15 Personen begrenzt. Partner des Seminars sind die niederländische Anwaltskanzlei Brisdet Spiegeler Advocaten & Strategie aus Den Haag sowie die IHK Bochum. Die Teilnahmekosten betragen 199,- Euro (zzgl. MwSt.). Mitglieder der Deutsch-Niederländischen Handelskammer erhalten 20 Prozent Ermäßigung. Über Fördermöglichkeiten informiert die DNHK auf www.dnhk.org/seminars.

 

Kontakt: Marlies Komorowski, Tel.: 0031 (0)70 3114 156, E-Mail: m.komorowski@dnhk.org. Die Anmeldung ist auch online auf der Internetseite www.dnhk.org/seminars möglich.



Vertragsschluss und –durchsetzung in den Niederlanden


Düsseldorf, 4. November 2009

Mit der Vertragsgestaltung und deren Durchsetzung gegenüber niederländischen Geschäftspartnern beschäftigt sich das Seminar „Erfolgreich Verträge schließen und durchsetzen“, das die Deutsch-Niederländische Handelskammer (DNHK) am Dienstag, 10. November 2009, zwischen 14 und 17.30 Uhr bei der IHK Düsseldorf veranstaltet.

 

"Deutsche und Niederländer unterscheiden sich in Ihrem Verständnis von Verträgen enorm“, sagt Joachim Staab, Dozent des Seminars und Anwalt bei der niederländischen Kanzlei Van Diepen Van der Kroef Advocaten. „Deutsche Geschäftsleute wollen alles schriftlich. Ist der Vertrag einmal unterzeichnet, ist für sie inhaltlich nichts mehr zu rütteln. Niederländer hingegen schließen Abmachungen gerne mündlich. Auch nach Vertragsschluss ist es für sie häufig kein Problem, inhaltlich noch Anpassungen vorzunehmen.“ Für Deutsche sei das meist Anlass für Verwunderung.

 

Das Seminar gibt einen Überblick über die rechtlichen und kulturellen Unterschiede im deutsch-niederländischen Geschäftsverkehr. Besonderes Augenmerk wird auf die Durchsetzung und Sicherung von Forderungen gelegt, die gerade in schwierigen Zeiten von Bedeutung sind. Weiterhin geht das Seminar auf die Themen Vertragsgestaltung und –schluss, die richtige Anwendung der AGB, Lieferung, Eigentumsvorbehalt, Inkasso sowie Vertriebsverträge ein. Aber auch kulturelle Unterschiede werden beleuchtet. „Wer weiß, wie Niederländer in Bezug auf Verträge ‚ticken‘, kann viele Konfliktsituationen von vornherein vermeiden“, so Staab.

 

Das Seminar richtet sich an deutsche Unternehmen, die geschäftlich in den Niederlanden tätig sind. Besonders eignet sich der Workshop für das Leitungspersonal oder Mitarbeiter aus Rechtsabteilungen, die sich mit der Gestaltung von Verträgen beschäftigen. Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Personen begrenzt. Die Partner des Seminars sind die niederländische Anwaltskanzlei Van Diep Van der Kroef Advocaten sowie die IHK Düsseldorf.

 

Kontakt: Marlies Komorowski, Tel.: 0031 (0)70 3114 156, E-Mail: m.komorowski@dnhk.org. Die Anmeldung ist auch online auf der Internetseite www.dnhk.org/seminars möglich.



Podiumsdiskussion „Automobile Zukunft“ mit BMW und Mercedes


Den Haag, 30. Oktober 2009

Die führenden deutschen Autokonzerne wollen 2010 wieder aufs Gaspedal treten und dabei auch die Zusammenarbeit mit Zulieferern aus den Niederlanden stimulieren. Arjen W. de Jong, Vorsitzender der BMW Group Nederland, und Winfried Blum, CEO von Mercedes-Benz Nederland, stellen zusammen mit Willem de Graaf, Managing Director des niederländischen Autoteilezulieferers Voestalpine Polynorm, ihre Visionen zur Zukunft der Fahrzeugbranche vor. Sie sprechen auf der Podiumsdiskussion ‚Automobile Zukunft‘ am Donnerstag, 12. November 2009, von 16 bis 19 Uhr, im Kasteel Wittenburg im niederländischen Wassenaar, über Chancen und Risiken. Die Veranstaltung wird von der Deutsch-Niederländischen Handelskammer (DNHK) und Siemens Niederlande organisiert.

 

Im Mittelpunkt der Diskussion steht die Frage, wie sich der Absatz europäischer Autos im internationalen Wettbewerb dauerhaft ankurbeln lässt und welche Maßnahmen notwendig sind, um in den verschiedenen Ländern ausgeglichene Chancen für Autobauer und ihre Partner zu schaffen. Diskutiert wird auch, wie die Autobauer und Zulieferer mit Hybridtechnik, Elektroantrieb und anderen Innovationen umgehen wollen.

 

“Die schweren Folgen der Krise haben die Branche spürbar getroffen“, sagt Axel Gerberding, Geschäftsführer der DNHK. „Die staatlichen Maßnahmen in Deutschland und den Niederlanden haben der Autoindustrie zwar geholfen, aber die Branche steht im kommenden Jahr erneut vor großen Herausforderungen.“ Er sei allerdings überzeugt, dass die Produzenten dies als Stimulanz für Innovationen sähen. „Das beweisen schon die 100 Weltpremieren der Hersteller und 87 Weltneuheiten der Zulieferer, die im September 2009 bei der IAA in Frankfurt vorgestellt worden sind“, so Gerberding.

 

Auf dem Podium in Wassenaar werden die Themen Umwelt, Entwicklung und Innovation ausführlich diskutiert. Dabei spielen vor allem die Auswirkungen auf die deutsch-niederländischen Handelsbeziehungen eine Rolle, ebenso wie die Frage, ob neue Technologien einen grenzüberschreitenden Impuls für die Zukunft der Automobilbranche geben können.

 

Anmeldungen sind bis Freitag, 6. November 2009, über die Webseite der DNHK möglich, www.dnhk.org

 

Direkter Link

 

Kontakt: Deutsch-Niederländische Handelskammer (DNHK), Lars Gutheil, Tel. 0031 (0)70 3114 157, e-mail l.gutheil(at)dnhk.org



Multi Development Germany gewinnt den Deutsch-Niederländischen Wirtschaftspreis 2009


Amsterdam, 6. Oktober 2009

Die Multi Development Germany GmbH aus Duisburg hat den Deutsch-Niederländischen Wirtschaftspreis 2009 gewonnen. Die Auszeichnung belohnt das Aufsehen erregende Bauprojekt Dresdner Centrum Galerie, das Multi Development als Teil eines deutsch-niederländischen Partnerverbundes initiiert und umgesetzt hat. Im September 2009 eröffnete Multi Development eines der modernsten und umweltfreundlichsten Einkaufscenter in ganz Europa, das als erstes Gebäude in Deutschland das Umweltzertifikat BREEAM-Excellent erhalten hat.

 

Multi Development setzte sich in einer Online-Abstimmung gegen vier weitere Kandidaten durch, die zuvor von der Deutsch-Niederländischen Handelskammer (DNHK) in Den Haag ausgewählt worden waren. Insgesamt hatten sich in diesem Jahr 61 Unternehmen aus beiden Ländern um den renommierten Wirtschaftspreis beworben. Mehr als 2.400 Personen gaben auf der DNHK-Internetseite ihre Stimme ab.

 

„Wir sind enorm stolz und fühlen uns in unserer Arbeit bestätigt“, sagt Jörn Kreuzahler, Senior Projektmanager von Multi Development. „Die Ansprüche an gute Immobilien sind in den vergangenen Jahren deutlich gewachsen. Entsprechend bestätigt die Auszeichnung unseren Ansatz, neben dem Verkaufsaspekt auch stark auf Umweltschutz und Familienfreundlichkeit zu setzen. Kreuzahler: „Wir schaffen Arbeitsplätze und zugleich gute Rahmenbedingungen für die Mitarbeiter.“

 

Die anderen Nominierten waren die Modekette New Yorker mit Sitz in Braunschweig, der süddeutsche Dachbegrüner Optigrün AG, der Wasserspezialist EnviroChemie aus Rossdorf bei Frankfurt sowie ein Verbund der drei mittelständischen Maschinenbauunternehmen Wendt Maschinenbau (Georgsmarienhütte), Bouman Machinefabriek (Almelo) und Alfons Dieckmann aus Velen.

 

„Die Bandbreite der Bewerbungen war überwältigend und unterstreicht, wie vielseitig die Zusammenarbeit zwischen den Niederlanden und Deutschland ist“, sagte DNHK-Präsident Kurt Döhmel vor 70 Gästen im historischen West-Indisch Huis in Amsterdam. In dem Gebäude, in dem 1625 die Gründung von New Amsterdam – dem heutigen New York – beschlossen worden war, lobte Döhmel den Initiativgeist und unternehmerischen Mut aller Teilnehmer. „Wirtschaftlicher Erfolg setzt heute mehr denn je die Kooperation mit Partnern und das gemeinsame Engagement über Grenzen hinweg voraus“, so der DNHK-Präsident.

 

Auch die anderen Kandidaten zeigten sich trotz der Niederlage erfreut über die Nominierung. „Auch wenn wir es als Länder nicht schätzen, beim Fußball Zweiter zu werden, ist ein guter Platz in diesem Bewerberfeld eine Ehre“, sagt Michael Wendt von Wendt Maschinenbau. Die drei Maschinenbauer Wendt, Bouman und Dieckmann arbeiten grenzüberschreitend zusammen, treten bei Messen gemeinsam auf und stimmen wichtige Investitionen miteinander ab. Die vertrauensvolle Zusammenarbeit habe zu deutlichen Erfolgen am Markt geführt. „Wir werden diesen Weg weiter beschreiten“, so Wendt.

 

Als einen Erfolg bewertet auch das Modeunternehmen New Yorker seine Nominierung. „Die Niederlande sind für uns interessant, weil dort Trends schnell aufgenommen werden“, betont Manuela Scobel, zuständig für die Interne Kommunikation. Das Unternehmen war für sein starkes Auslandsengagement nominiert worden, das gegen den Branchentrend zu einem erheblichen Wachstum und zahlreichen Neueinstellungen geführt hat. Inzwischen verfügt New Yorker über 21 Stores in den Niederlanden und will weiter expandieren.

 

Wegweisend ist auch die Zusammenarbeit von EnviroChemie mit dem Amsterdamer Flughafen Schiphol. Bei der Enteisung von Flugzeugen gelangen bislang umweltschädliche Reste von Frostschutzmitteln in den Boden. EnviroChemie hat nun für den Flughafen ein System entwickelt, das Rückstände des Enteisungsmittels in Biogas umwandelt – ein Modell, dass auch auf anderen Flughäfen Europas den Schutz der Umwelt verbessern könnte. „Wir hoffen, dass Schiphol für uns ein Pionierprojekt ist, das sich auf andere Märkte übertragen lässt“, so Geschäftsführer Gottlieb Hupfer.

 

Auch die Firma Optigrün ist erfolgreich in den Niederlanden tätig. Sie hat sich in wenigen Jahren zum Marktführer für Dachbegrünung in unserem Nachbarland entwickelt und begrünt international zwei Millionen Quadratmeter Dachfläche pro Jahr. „Unsere Partner sind zuverlässig, gerade in den aktuell schwierigen Zeiten“, betont Vorstand Uwe Harzmann. „Es ehrt uns, dass wir als kleines Unternehmen bei diesem bedeutenden Preis berücksichtigt worden sind.“ 



Neues „Messeportal Deutschland“ für die Niederlande


Den Haag, 17. September 2009

Deutsche Messen werden künftig noch umfassender in den Niederlanden beworben als bisher. Die Deutsch-Nieder-ländische Handelskammer (DNHK) hat auf ihrer Internetseite ein neues „Messeportal Deutschland“ für niederländische Besucher geschaffen. Das Portal bietet niederländischen Ausstellern und Messebesuchern die Möglichkeit, sich in deutscher oder englischer Sprache direkt über das aktuelle Messeprogramm zu informieren. Flankiert wird diese Suchmaske durch aktuelle Informationen und allgemeine Angaben zum Messestandort Deutschland in niederländischer Sprache.

 

Das aktuelle Messeprogramm wird vom Messeausschuss der Deutschen Wirtschaft e.V. (AUMA) zur Verfügung gestellt. Die aktuellen Nachrichten stammen dagegen von der Handelskammer. „Wir wollen mit diesem zusätzlichen Angebot auf unserer Internetseite die Schwellen für mittelständische Unternehmen aus den Niederlanden weiter abbauen“, sagt DNHK-Geschäftsführer Axel Gerberding. „Ziel ist es, Deutschland als internationalen Messestandort Nummer 1 noch stärker in den Fokus zu rücken.“

 

Unter allen in Deutschland vertretenen internationalen Messenationen sind die Niederländer laut DNHK die bedeutendste Gruppe. 2008 nahmen 190.000 niederländische Besucher an den 153 überregionalen Messeveranstaltungen teil. Unternehmen aus den Niederlanden waren auf 147 der 153 Messen zu finden, die Zahl der niederländischen Aussteller lag bei mehr als 5.200.

 

„Gerade für deutsche Messestandorte kann unser neues Angebot zugleich eine interessante Plattform bieten, sich niederländischen Interessenten zu präsentieren“, so Gerberding. Das Messeportal Deutschland stehe allen deutschen Anbietern offen. Das Portal solle nicht nur Vorteile für die Messeveranstalter selbst bringen. „Auch für Logistiker und Hotels sowie weitere Dienstleister stellt das Angebot sicher eine attraktive Plattform im Ausland dar“, ist Gerberding überzeugt.

 

Direkter Link: http://www.dnhk.org/messen/

 

Kontakt: Deutsch-Niederländische Handelskammer (DNHK)
Dr. Lars Gutheil
Tel. 0031 (0)70 3114 157

E-Mail l.gutheil(at)dnhk.org 



Erfolgreiche Personalsuche in den Niederlanden


Köln, 15. September 2009

Hilfe bei der Suche und beim Einstellen niederländischen Personals gibt das Seminar „Personal suchen und einstellen in den Niederlanden“, das die Deutsch-Niederländische Handelskammer (DNHK) am Mittwoch, 7. Oktober 2009, in Köln veranstaltet. Die Teilnehmer lernen in dem Seminar die Unterschiede zwischen dem deutschen und dem niederländischen Arbeitsmarkt und können so zielgerichtet nach geeignetem Personal suchen.

 

„Um erfolgreich auf dem niederländischen Nachbarmarkt zu sein, muss man auch auf der Personalebene optimal vorbereitet sein“, sagt Marlies Komorowski von der DNHK. Das Seminar beschäftigt sich daher mit den Themen Personalsuche, Bewerbung, Arbeitsvertrag und Lohnbuchhaltung. Aber auch auf arbeits-, sozial- und steuerrechtliche Aspekte wird eingegangen.

 

Das Seminar richtet sich an Unternehmer und Manager, die in den Niederlanden auf der Suche nach Beschäftigten sind oder die gerade Personal eingestellt haben. Insbesondere für Mitarbeiter aus Personal- oder Human Resources-Abteilungen ist die Schulung geeignet. Die Teilnehmerzahl ist auf 25 Personen begrenzt. Partner des Seminars sind Ekelmans & Meijer Advocaten, Den Haag, sowie die IHK Köln.

 

Die Teilnahmekosten betragen 199,- Euro (zzgl. MwSt.). Mitglieder der Deutsch-Niederländischen Handelskammer erhalten 20 Prozent Ermäßigung.  Informationen über Fördermöglichkeiten finden Sie hier.

 

Kontakt: Marlies Komorowski, Tel.: 0031 (0)70 3114 156, E-Mail: m.komorowski@dnhk.org. Die Anmeldung ist auch online auf der Internetseite www.dnhk.org/seminars möglich.



DNHK: Niederlande bieten Chancen für Medizin- und Pflegesektor


Den Haag, 31. August 2009

Unternehmen aus den Gebieten Häusliche Pflege, Pflegedienste, Reha-Einrichtungen und medizinische Hilfsmittel können sich ab sofort bei der Deutsch-Niederländischen Handelskammer (DNHK) über ihre aktuellen Absatzchancen in den Niederlanden informieren. Mitarbeiter der DNHK besuchen in den kommenden Wochen verschiedene Industrie- und Handelskammern in Thüringen und Sachsen, um Einzelgespräche mit Interessenten zu führen.

 

Die Niederlande investieren derzeit stark in Produkte und Dienstleistungen für den Gesundheits- und Pflegesektor. Das könne gerade für kleine und mittelgroße Unternehmen aus Deutschland gute Perspektiven auf dem Nachbarmarkt schaffen, so die Handelskammer. Schon jetzt ist Deutschland für die Niederländer einer der Hauptlieferanten für Medizintechnik. So wurden 2008 Waren im Wert von 723 Mio. Euro nach Holland exportiert.

 

Auch auf anderen Feldern stellen die Niederlande einen attraktiven Absatzmarkt dar, betont die DNHK. Dank der staatlichen Konjunkturprogramme gegen die Finanzkrise werden in unserem Nachbarland derzeit zahlreiche Investitionen vorgezogen. Leistungen in der ambulanten Pflege werden außerdem öffentlich gefördert. „Wir erwarten, dass 2009 der Bedarf an medizinischen Hilfsmitteln weiter steigt“, sagt Kai Esther Feldmann von der Handelskammer: „Dieser positive Trend wird sich wegen des spürbaren demographischen Wandels auch mittelfristig fortsetzen und verstärken.“ Die Branche gehöre damit zu den wenigen Gewinnern der aktuellen Wirtschaftskrise.

 

Mit einem speziellen Vertriebsprogramm unterstützt die DNHK kleine und mittlere Betriebe dabei, den Vertrieb in Richtung Niederlande aufzubauen. Die Handelskammers schafft auch Kontakte zu niederländischen Partnern und Abnehmern. Bei konkreten Geschäftsterminen führen die teilnehmenden Firmen erste Verhandlungen auf Wunsch in Begleitung eines erfahrenen DNHK-Mitarbeiters.

 

Die Termine für die geplanten Informationsgespräche sind wie folgt: 16. September 2009 – IHK Magdeburg, 24. September 2009 – IHK Erfurt, 8. Oktober 2009 – IHK Dresden, 14. Oktober 2009 – IHK Frankfurt (Oder). Unternehmen können sich direkt bei der jeweiligen IHK oder bei der DNHK anmelden.

 

Kontakt:
Deutsch-Niederländische Handelskammer

Kai Esther Feldmann

Tel. 0031 (0)70 3114 159

Fax 0031 (0)70 3114 199

E-Mail k.feldmann(at)dnhk.org

 

Nähere Informationen: Infotage Medizin Niederlande



DNHK veröffentlicht Seminarprogramm für das 2. Halbjahr 2009


Den Haag, 26. August 2009

Der richtige Umgang mit der Finanzkrise, aber auch gezielte Kultur- und Sprachtrainings für die Niederlande stehen im Mittelpunkt der DNHK-Seminare für das zweite Halbjahr 2009. Die Deutsch-Niederländische Handelskammer (DNHK) bietet in elf Schulungen einen umfassenden Einblick, wie deutsche Unternehmen erfolgreich auf dem Nachbarmarkt tätig werden oder ihre Aktivitäten dort verbessern können.

 

„Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen bieten die Niederlande gerade mittelständischen Unternehmen nach wie vor gute Perspektiven“, sagt Marlies Komorowski, verantwortlich für das Seminarprogramm der Auslandshandelskammer. Das Seminar „Personal finden und einstellen in den Niederlanden“ am Mittwoch, 7. Oktober 2009, in Köln sowie das Training „Unternehmensgründungen in den Niederlanden“ am Dienstag, 27. Oktober 2009 in Düsseldorf gehen gezielt auf die Bedürfnisse beim Markteinstieg in unserem Nachbarland ein.

 

Für einen Höhepunkt im Programm sorgt das Seminar „PR in den Niederlanden“ am Donnerstag, 19. November 2009, in Weeze. Teilnehmer können die gleichzeitig stattfindende Messe „NE-D in Business“ auf dem Flughafen Weeze besuchen.

 

Finanzielle Aspekte stehen im Fokus der Seminare „Kreditvergabe in den Niederlanden“ am Mittwoch, 4. November 2009, in Düsseldorf sowie „Niederländisches Insolvenz- und Inkassorecht“ am Dienstag, 8. September 2009, in Bocholt. Bei letzterem Seminar informiert die niederländische Anwaltskanzlei Dijks Leijssen Advocaten über die Risiken bei einer drohenden Insolvenz niederländischer Geschäftspartner und Tochterunternehmen. Die Teilnehmer erfahren auch, wie sie ihre Ansprüche rechtzeitig sichern können. „Gerade in Krisenzeiten kann dieses Wissen bares Geld wert sein“, sagt Marlies Komorowski.

 

Ähnlich gelagert sind die Dauerbrenner „Konfliktkommunikation mit Niederländern“ am Dienstag, 8. September 2009, in Osnabrück sowie „Erfolgreich Verträge schließen und durchsetzen“ am Dienstag, 10. November 2009, in Düsseldorf. „Hier geht es vor allem darum, sich mit den kulturellen Unterschieden und abweichenden Erwartungen auf beiden Seiten kritisch auseinanderzusetzen“, so Komorowski. Das komplette Programm ist auf der Internetseite www.dnhk.org/seminare zu finden.

 

Kontakt: Deutsch-Niederländische Handelskammer, Marlies Komorowski, Tel. 0031 (0)70 3114 156, E-Mail: m.komorowski@dnhk.org.

 

Das komplette Programm des 2. Halbjahres finden Sie unter dem Link DNHK-Seminare



Deutsch-Niederländischer Wirtschaftspreis 2009: DNHK nominiert fünf Kandidaten


Den Haag, 20. August 2009

Fünf Kandidaten stehen im Rennen um den Deutsch-Niederländischen Wirtschaftspreis, der von der Deutsch-Niederländischen Handelskammer (DNHK) verliehen wird. Der Preis zeichnet innovative Unternehmen und mutige Investoren aus, die sich im grenzüberschreitenden Wirtschaftsleben besonders hervorheben. 61 Unternehmen hatten sich in diesem Jahr um die renommierte Auszeichnung beworben.

 

Nominiert sind die Unternehmen EnviroChemie aus dem hessischen Rossdorf, der Projektentwickler Multi Development Germany mit Sitz in Duisburg, die deutsche Modekette New Yorker, die Optigrün International AG aus Baden-Württemberg sowie die drei grenzüberschreitend kooperierenden Maschinenbauunternehmen Wendt, Bouman und Alfons Dieckmann aus Niedersachsen und NRW sowie dem niederländischen Almelo.

 

Auf der Internetseite der DNHK können Besucher bis zum 18. September 2009 den Gewinner des diesjährigen Preises wählen. Er wird am 6. Oktober 2009 bei einer feierlichen Verleihung in Amsterdam bekannt gegeben.

 

Der Wasser- und Abwasserspezialist EnviroChemie entwickelt derzeit gemeinsam mit dem Amsterdamer Flughafen Schiphol eine umweltfreundliche Variante zur Enteisung von Flugzeugen. Im Winter müssen die Maschinen von Eisrückständen befreit werden, wobei bislang umweltschädliche Glykolreste in das Abwasser gelangen. EnviroChemie hat ein Verfahren entwickelt, dass diese Abfallstoffe in Biogas umwandeln kann. Damit schafft das deutsche Unternehmen gemeinsam mit dem niederländischen Flughafen eine umweltschonende Lösung, die schon bald in ganz Europa Anwendung finden könnte.

 

Der Projektentwickler Multi Development Germany, ein Tochterunternehmen der niederländischen Multi Corporation aus Gouda, hat soeben die neue Centrum Galerie Dresden realisiert. Dabei handelt es sich um eine der modernsten Einkaufsimmobilien des europäischen Kontinents. Die 52.000 Quadratmeter große Centrum Galerie wertet nicht nur die Dresdner Innenstadt erheblich auf, sondern wird als erstes Einkaufszentrum Europas das höchste Umweltzertifikat  BREEAM "Excellent" erhalten. Außerdem verbindet sie durch eine eigene Kindertagesstätte für die Mitarbeiter die Felder Familie und Beruf in vorbildlicher Weise. Das gesamte Projekt wurde von deutschen und niederländischen Planern und Architekten gemeinsam umgesetzt.

 

Das Modeunternehmen New Yorker mit Hauptsitz in Braunschweig ist gegen den Branchentrend in den vergangenen Jahren deutlich gewachsen. Diese Entwicklung verdankt die Modemarke nicht zuletzt einer gezielten Expansion auf europäischen Auslandsmärkten. 2005 eröffnete New Yorker sein erstes Geschäft in den Niederlanden. Inzwischen zählt das Nachbarland mit 21 Stores zu den wichtigsten Absatzmärkten. New Yorker möchte sogar weitere Filialen eröffnen. Damit setzt die deutsche Modemarke ein Zeichen für anhaltendes Wachstum über Jahre hinaus. Dies ist aus Sicht der Handelskammer ein Beispiel dafür, wie deutsche Unternehmen mit dem richtigen Gespür für ausländische Zielgruppen auf anderen Märkten dauerhaft erfolgreich tätig sein können.

 

Auch die Optigrün AG aus dem süddeutschen Krauchenwies steht für jahrelangen Erfolg in den Niederlanden. Als führender Verbund für Dachbegrünung auf dem niederländischen Markt hat Optigrün seit dem Jahr 2000 unter anderem das Hundertwasser-Haus in Valkenburg und das bekannte ‚Podium‘ in Amersfoort bepflanzt. Die Begrünung von Dächern verbessert den Energiehaushalt von Industrie- und Gewerbeflächen. Da bis zu 90 Prozent aller Niederschläge vom Dach gespeichert werden, entlastet die Begrünung zugleich die Kanalisation. Optigrün zeigt mit seinem Erfolg, wie ein Unternehmen in einem wachsenden Nischenmarkt auch grenzüberschreitend erfolgreich agieren kann.

 

Eine starke Allianz über die Grenzen hinaus bilden die drei mittelständischen Maschinenbauer Wendt Maschinenfabrik aus Georgsmarienhütte (Niedersachsen), Bouman Machinefabriek aus Almelo (Niederlande) und Alfons Dieckmann Maschinenbau aus Velen (NRW). Die drei Spezialisten treten nicht nur bei Messen und Vorträgen gemeinsam auf, sondern stimmen die Anschaffung neuer Technologien aufeinander ab und können so am Markt effizienter auftreten – ein Vertrauensbeweis, der die Potenziale grenzüberschreitender Zusammenarbeit aufzeigt. Nicht zuletzt dank der erfolgreichen Kooperation haben die Unternehmen ihre Kernkompetenzen gebündelt und ihre Chancen auf dem jeweiligen Nachbarmarkt verbessert.

 

„Alle Bewerber zeigen, wie vielseitig die Zusammenarbeit zwischen Deutschen und Niederländern ist“, sagt Kurt Döhmel, Präsident der Deutsch-Niederländischen Handelskammer. Dies sei auch ein Zeichen dafür, wie gerade mittelständische Unternehmen in der aktuellen Krisensituation durch gemeinsames Auftreten und die Nutzung des Nachbarmarktes erfolgreich bestehen könnten. „Der Wirtschaftspreis ist daher auch eine Auszeichnung für den unternehmerischen Mut, der hinter jeder Investition im Ausland steckt.“

 

Info und Abstimmung: www.dnhk.org/veranstaltungen/deutsch-niederlaendischer-wirtschaftspreis

 

Fotomaterial können Sie über die DNHK anfragen.

 

Kontakt: Deutsch-Niederländische Handelskammer, Lars Björn Gutheil, Tel. 0031 (0)70 3114 157, E-Mail l.gutheil(at)dnhk.org 



Niederlande-Knigge für deutsche Unternehmer


Aachen, 27. Juli 2009

Benimmregeln für den Umgang mit niederländischen Geschäftspartnern sind Thema des Seminars „Niederlande-Knigge“, das die Deutsch-Niederländische Handelskammer (DNHK) am Dienstag, 25. August 2009, in Aachen organisiert. Unternehmer, die Kontakt zu Niederländern suchen, können nach Teilnahme an diesem Seminar besser auf kulturelle Eigenarten eingehen und damit erfolgreicher auftreten.

 

„Oft denken Deutsche, dass sie ihre Verhaltensregeln problemlos auch auf dem niederländischen Markt anwenden können“, sagt Marlies Komorowski von der DNHK. „Dort angekommen ecken sie mit ihren typisch deutschen Verhaltensweisen aber schnell an.“

 

Das Seminar will diesen Missverständnissen im Geschäftsleben zu Leibe rücken. Mit Hilfe von interaktiven Übungen, Diskussionen und Praxisbeispielen sollen Geschäftsleute die wichtigsten Umgangsformen für den niederländischen Markt erlernen. Janet Antonissen,  Referentin des Seminars, weiß: „Nur auf diese Weise können ‚Fettnäpfchen‘ vermieden werden, die einer erfolgreichen Kooperation im Wege stehen.“ Partner des Seminars sind Interkulturelle-Trainer.com sowie die IHK Aachen.

 

Das Seminar richtet sich an Geschäftsleute, die durch ein größeres Verständnis der anderen Kultur das eigene Auftreten im Nachbarland verbessern und somit Geschäftsbeziehungen zu Niederländern optimaler gestalten möchten. Die Teilnehmerzahl ist auf 15 Personen begrenzt.

 

Die Teilnahmekosten betragen 349,- Euro (zzgl. MwSt). Mitglieder der Deutsch-Niederländischen Handelskammer erhalten 20 Prozent Ermäßigung. Informationen über Fördermöglichkeiten finden Sie hier.

 

Kontakt: Marlies Komorowski, Tel.: 0031 (0)70 3114 156, E-Mail: m.komorowski@dnhk.org. Die Anmeldung ist auch online auf der Internetseite www.dnhk.org/seminars möglich.



Niederländische Bau- und Energieexperten kennenlernen

Düsseldorf, 23. Juli 2009

Niederländische Projektentwickler, Architekten und Verantwortliche von Städten und Kommunen besuchen am 28. und 29. Oktober 2009 mehrere Projekte und Unternehmen in Nordrhein-Westfalen. Sie wollen Erfahrungen zu energieeffizienter Bauweise bei Neubauten und Sanierungsprojekten in Deutschland erlangen.

 

Deutsche Firmen haben anlässlich des zweitätigen Besuchs Gelegenheit, mit den niederländischen Spezialisten Erkenntnisse auszutauschen und Kontakte zu schließen. Sie können selbst eine Betriebsbesichtigung anbieten oder einfach nur dabei sein, wenn sehenswerte Objektbeispiele deutscher energieeffizienter Neubauten und Sanierungsprojekte besichtigt und wertvolle Branchenkontakte geknüpft werden.

 

Die Anmeldung hierfür ist bis Freitag, 14. August 2009, bei der Deutsch-Niederländischen Handelskammer (DNHK) möglich. Zur Reise gehören unter anderem Besuche bei einem Passivhaus-Bürogebäude, in energetischen Industriegebieten, Solarsiedlungen, zukunftsorientierten Wohnanlagen sowie Altbausanierungsprojekten.  Die besuchten Orte sind Köln, Düsseldorf, Neuss, Duisburg und Remscheid.

 

Die Reise wird von der DNHK im Rahmen der Exportinitiative Energieeffizienz organisiert und aus Haushaltsmitteln des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWI) gefördert. Die Teilnahme ist kostenlos. Verpflegung und Hotelübernachtungen sind selbst zu tragen.

 

Nähere Informationen zum Programm und zu Übernachtungsmöglichkeiten sowie die Anmeldung finden Sie hier.

 

Kontakt:

Deutsch-Niederländische Handelskammer

Alexandra Löhr

T 0049 (0)30 20 30 84 800

F 0049 (0)30 20 30 84 801

E-mail: a.loehr(at)dnhk.org



DNHK: Beim Berufsstart im Ausland Fehler vermeiden


Den Haag, 6. Juli 2009

Deutsche Arbeitnehmer, die in den Niederlanden eine neue Tätigkeit aufnehmen, unterschätzen häufig die Unterschiede zum anderen Land. Zu diesem Ergebnis kommt Yvonne Brockhaus, Personalberaterin der Deutsch-Niederländischen Handelskammer (DNHK) in Den Haag. „Trotz der scheinbaren kulturellen Nähe ist der Start im Nachbarland eine Herausforderung, die eine gute Vorbereitung erfordert “, so Brockhaus.

 

Die Handelskammer vermittelt bereits seit Jahren deutsche Bewerber an niederländische Unternehmen. Gerade in jüngster Zeit seien angesichts der verschlechterten Wirtschaftslage viele Menschen daran interessiert, auf dem flexibleren niederländischen Arbeitsmarkt Fuß zu fassen. Vor allem im Vertrieb, bei der internationalen Kundenbetreuung, in technischen Berufen und der Bauwirtschaft böten die Niederlande deutschen Arbeitnehmern gute Chancen, so die DNHK-Beraterin. „Viele reizen die arbeitnehmerfreundlichen Bedingungen in niederländischen Firmen“, sagt Yvonne Brockhaus. Und auch wenn die Bruttolöhne noch immer unter denen in Deutschland lägen, bleibe netto meist genauso viel in der Tasche.

 

Doch ohne jegliche niederländischen Sprachkenntnisse ist die Bewerbung im Nachbarland mitunter schwer. Auch kulturelle Eigenheiten, etwa beim Bewerbungsverfahren, seien für viele Deutsche ein Stolperstein. „Eine Bewerbungsmappe nach deutschem Muster ist in den Niederlanden praktisch unbekannt. Statt Arbeitszeugnissen verlangen viele Unternehmen persönliche Referenzen. Dies verunsichert viele deutsche Arbeitssuchende“, so die Beraterin.

 

Auch nach Antritt der Arbeit komme es mangels Vorkenntnissen schnell zu Missverständnissen und Tritten ins kulturelle Fettnäppchen. „Das führt dann sowohl auf Seiten des Arbeitnehmers wie des Arbeitgebers zu Frustration.“ Wer erfolgreich starten wolle, sollte die niederländische Sprache zumindest in Grundzügen erlernen und sich kulturell schulen lassen. Die DNHK bietet daher unter Titeln wie „Niederlande-Knigge“ und „Multikulturelle Teams“ regelmäßig entsprechende Kurse an. Dort werden auch niederländische Unternehmen geschult, die sich für deutsche Mitarbeiter fit machen wollen.

 

Schon im Beratungsgespräch lege die Handelskammer viel Wert darauf, die Motivation eines Bewerbers gut zu erfassen. „Deutsche starten hier mit dem positiven Vorurteil, gut anpacken zu können, fleißig, pünktlich und präzise zu sein“, weiß Brockhaus. Genau dies werde dann aber auch von ihnen erwartet. Umgekehrt erwarteten viele Deutsche, dass in den Niederlanden „ alles etwas lockerer“ zugehe. „Diese unterschiedlichen Perspektiven ins rechte Verhältnis zu rücken, ist ein wichtiger Teil der Vorbereitung auf den neuen Job“, so die Beraterin.

 

„Letztlich wird in den Niederlanden genauso wie in Deutschland eine hohe Qualifikation und Leistungsbereitschaft gefordert“, sagt Brockhaus. Dass man seinen Chef mit „Du“ anspreche, dürfe nicht darüber hinwegtäuschen, dass es auch im Nachbarland Hierarchien gebe. „Diese werden lediglich etwas subtiler  kommuniziert als in Deutschland.“

 

Wichtig sei außerdem, sich vorab gut zu Themen wie der eigenen Kranken- und Rentenversicherung zu informieren. Dies sei auch wichtig für Erwerbstätige, die nur zum Arbeiten über die niederländische Grenze pendeln, aber noch in Deutschland wohnen. Zwar seien die Regelungen dank der EU-Freizügigkeit mittlerweile gut aufeinander abgestimmt. Doch nicht nur die Absicherung fürs Alter funktioniert im Nachbarland anders. Auch das Gesundheitssystem ist für Deutsche erklärungsbedürftig.

 

Abschrecken lassen sollte sich aber niemand, der es mit dem Schritt ins Nachbarland ernst meint. „Es gibt viele positive Beispiele, bei denen es gut geklappt hat und beide Seiten – Arbeitgeber und Arbeitnehmer – heute glücklich sind.“

 

Informationen: www.dnhk.org

 

Kontakt: Deutsch-Niederländische Handelskammer (DNHK), Yvonne Brockhaus, Tel. 0031 (0)70 3114 140, E-Mail y.brockhaus(at)dnhk.org



DNHK wählt neue Vorstandsmitglieder


Zeist, 15. Juni 2009

Die Mitgliederversammlung der Deutsch-Niederländischen Handelskammer (DNHK) hat am 12. Juni 2009 im niederländischen Zeist neue Mitglieder ergänzend in den Vorstand gewählt. Es handelt sich um

 

-        Ron van het Hof, Vorsitzender der Geschäftsführung
         Allianz Nederland N.V., Rotterdam

-        Dr. Reinhard Zinkann, Geschäftsführender Gesellschafter Miele & Cie KG, Gütersloh

-        Hans Fischer, Vorstand Stahl Salzgitter AG, Salzgitter

-        Bastian Fassin, Geschäftsführender Gesellschafter Katjes Fassin GmbH und Co. KG,
         Emmerich

-        Hans Haerkens, Geschäftsführer Infrastruktur/Raumfragen VNO-NCW, Den Haag

-        Dr. René van der Bruggen, Vorsitzender des Vorstands Imtech N.V., Gouda

-        Jan Willem Baud, Geschäftsführer NPM Capital N.V., Amsterdam.

 

Den Vorstand verlassen hat Jürgen Steinemann, der von Nutreco als neuer CEO zum schweizerischen Schokoladenhersteller Barry Callebaut wechselt.

 

Die DNHK hat im vergangenen Jahr zahlreiche neue Aktivitäten im deutsch-niederländischen Geschäftsleben entfaltet. Hierzu gehörte die erstmalige Verleihung des Deutsch-Niederländischen Wirtschaftspreises an die Greenwheels GmbH in Berlin, ein Tochterunternehmen der niederländischen Collect Car B.V. Die Handelskammer wurde vor allem als Netzwerkplattform für Unternehmen aus beiden Ländern aktiv und vergrößerte die Zahl ihrer Mitgliedsunternehmen auf etwa 850 zum Ende des Kalenderjahres 2008. Auch das Seminarangebot konnte erhebliche ausgeweitet werden. Mehr als 400 Teilnehmer, vor allem aus kleinen und mittelständischen Unternehmen, ließen sich zu Themen des Nachbarmarktes weiterbilden.

 

Auch Projekte öffentlicher Auftraggeber nahmen zu, darunter vor allem Projekte des niederländischen Wirtschaftsministeriums. Die DNHK nahm im vergangenen Jahr auch eine enge Zusammenarbeit mit der Messe Frankfurt auf, für deren Niederlande-Aktivitäten die Handelskammer Personal und Infrastruktur zur Verfügung stellt. Politisch trat die Handelskammer vor allem durch die Gründung mehrerer Fachkommissionen hervor, die künftig im Jahresturnus politische Vorschläge an die niederländische Regierung vorlegen sollen.

 

Mehr Informationen und eine komplette Darstellung des DNHK-Vorstands ist auf www.dnhk.org zu finden. Kontakt: Emmy Steenvoort, Tel.: 0031 (0)70 3114 136, E-Mail: e.steenvoort@dnhk.org



Niederländische Sprache und Kultur lernen


Bocholt, 25. Mai 2009

Die niederländische Sprache und Umgangsformen in unserem Nachbarland erlernen Teilnehmer des dreitägigen Trainings „Niederländische Sprache und Kultur“ der Deutsch-Niederländischen Handelskammer (DNHK). Das Seminar findet von Mittwoch, 24. Juni, bis Freitag, 26. Juni 2009, in Bocholt statt. Partner sind das Sprachtrainingszentrum Horizon Interlingua und die IHK Nord Westfalen.

 

Das Training vermittelt die wichtigsten niederländischen Formulierungen. Teilnehmer erfahren, wie man mit Niederländern „Smalltalk“ hält und was wichtige Höflichkeits- und Umgangsformen sind. Die Kursisten erhalten zudem persönliche Tipps zu Wortwahl, Satzbau und Aussprache. Nach dem Training sind die Teilnehmer in der Lage, einfache Konversationen auf Niederländisch zu führen und erfolgreicher im Nachbarland aufzutreten. Die Teilnehmerzahl ist auf zehn Personen begrenzt.

 

„Da viele Niederländer deutsch sprechen, sehen Deutsche häufig nicht die Notwendigkeit, die niederländische Sprache zu lernen“, sagt Eva van Thiel, Dozentin des Seminars. „Niederländer schätzen es jedoch sehr, wenn ein Deutscher zumindest ein paar grundlegende Formulierungen auf Niederländisch beherrscht.“ Das Seminar vermittelt zudem Kenntnisse über Landeskunde und aktuelle Entwicklungen in den Niederlanden.

 

Die Teilnahmekosten betragen 1295,- € (zzgl. Mwst., inklusive Reader, Essen/Trinken tagsüber) oder 1595,- € (zzgl. Mwst., inklusive Reader, Essen/Trinken tagsüber, zwei Übernachtungen mit Frühstück). Mitglieder der Deutsch-Niederländischen Handelskammer erhalten 20 Prozent Ermäßigung.

Kontakt: Marlies Komorowski, Tel.: 0031 (0)70 3114 156, E-Mail: m.komorowski@dnhk.org, Die Anmeldung ist auch online über die Internetseite www.dnhk.org im Bereich „Seminare“ möglich.



Seminar zum erfolgreichen Markteinstieg in den Niederlanden


Den Haag, 20. Mai 2009

Wie Unternehmen sich gerade jetzt Perspektiven und Aufträge auf dem niederländischen Markt erschließen können, erläutert das Seminar „Markteinstieg in den Niederlanden – Fehler vermeiden, Vorteile nutzen“. Organisiert wird das Training für kleine und mittelständische Unternehmen von der Deutsch-Niederländischen Handelskammer (DNHK) und BDO CampsObers am Mittwoch, 3. Juni 2009, von 13.30 bis 17.30 Uhr in Essen.   

 

„Die rechtlichen Unterschiede bei einer Unternehmensgründung im Nachbarland sollten nicht unterschätzt werden,“ betont Carina Mijnen, Juristin bei der DNHK und Dozentin des Seminars. „Eine niederländische Gesellschaft B.V. weist zahlreiche Unterschiede zu einer deutschen GmbH auf“. Das Seminar behandelt steuerliche und sozialversicherungsrechtliche Aspekte und Unterschiede zu den Regelungen in Deutschland. Einen Schwerpunkt bilden mögliche finanzielle Vor- und Nachteile einer Betriebsstättengründung in den Niederlanden.

 

Das Seminar richtet sich an Unternehmen, die in den Niederlanden tätig werden wollen oder schon dort aktiv sind. Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Personen begrenzt.

Die Teilnahmegebühr beträgt 199,- Euro (zzgl. MwSt). Mitglieder der Deutsch-Niederländischen Handelskammer erhalten 20 Prozent Rabatt.

Kontakt: Marlies Komorowski, Tel.: 0031 (0)70 3114 156, E-Mail: m.komorowski@dnhk.org, Die Anmeldung ist auch online über die Internetseite www.dnhk.org im Bereich „Seminare“ möglich.



Seminar zur erfolgreichen Kundenbindung in den Niederlanden


Den Haag, 13. Mai 2009

Techniken und Strategien zur Kundenbindung in den Niederlanden lernen die Teilnehmer des Seminars „Niederländische Kunden binden“ der Deutsch-Niederländischen Handelskammer (DNHK). Das Training für Unternehmer und Verkaufsmitarbeiter findet am Dienstag, 26. Mai 2009, von 9 bis 17 Uhr in Bocholt statt.

 

„Kundenbindung im eigenen Land ist bereits schwierig genug. Seine Kunden im Nachbarland zu binden, ist jedoch eine noch größere Herausforderung,“ sagt Hilde Schäffer, Dozentin des Seminars. Der Kursus gibt insbesondere Aufschluss über die kulturellen Unterschiede bei der Kundenbindung in den Niederlanden und in Deutschland. Das Training vermittelt den Teilnehmern zudem, wie sie am besten mit ihren niederländischen Kunden umgehen sollten, um eventuelle „Fettnäpfchen“ zu vermeiden. Zudem erlernen die Kursisten Strategien, die zu einer optimalen Kundenbindung führen. Anhand von praktischen Beispielen werden die Prozesse verdeutlicht.


Das Seminar richtet sich an Unternehmer und Manager, die sich geschäftlich mit den Niederlanden befassen und ihr Wissen über Kundenbindung im Nachbarland erweitern wollen. Die Teilnehmerzahl ist auf maximal 15 Personen begrenzt. Partner des Seminars sind die IHK Nord Westfalen und Milius Training & Consultancy.

Die Teilnahmegebühr beträgt 349,- Euro (zzgl. MwSt). Mitglieder der Deutsch-Niederländischen Handelskammer erhalten 20 Prozent Rabatt.

Kontakt: Marlies Komorowski, Tel.: 0031 (0)70 3114 156, E-Mail: m.komorowski@dnhk.org, Die Anmeldung ist auch online über die Internetseite www.dnhk.org im Bereich „Seminare“ möglich.



Deutsche Unternehmen stellen Forderungen an Niederlande


Amsterdam, 11. Mai 2009

Deutsche Unternehmen beurteilen das Investitionsklima in den Niederlanden generell positiv, stellen aber konkrete Forderungen, um die Standortbedingungen zu verbessern. 52 Prozent der bereits in den Niederlanden niedergelassenen Unternehmen bewerten den Standort als gut oder sehr gut. 58 Prozent würden sich sicher oder mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder im westlichen Nachbarland niederlassen, so ergibt eine Umfrage der Deutsch-Niederländischen Handelskammer (DNHK) unter 2.600 Unternehmen.

 

Die Investoren fordern aber konkrete Maßnahmen der niederländischen Regierung, um den Standort angesichts der schwierigen Rahmenbedingungen wettbewerbsfähig zu halten. „Vor allem die Beschleunigung von Verwaltungsverfahren, eine bessere Verkehrsinfrastruktur und die Ausbildung von Schülern und Lehrlingen sind den deutschen Investoren wichtig“, betont Kurt Döhmel, Präsident der DNHK. Deutschland sei mit knapp 120 Mrd. Euro Direktinvestitionen im Nachbarland von erheblicher wirtschaftlicher Bedeutung für die Niederlande. Mehr als 80.000 Niederländer sind laut Handelskammer bei deutschen Tochterunternehmen beschäftigt.

 

Die DNHK legte am Montag (11. Mai 2009) in Amsterdam sieben Hauptforderungen an die niederländische Regierung vor. Diese waren zuvor mit Unterstützung von mehr als 40 Mitgliedsunternehmen der Handelskammer erarbeitet worden.

 

So fordert die DNHK eine Beschleunigung des Güterumschlags durch die bessere Vernetzung einzelner Zollverwaltungen. „Bis 2010 muss eine elektronische Verbindung aller wichtigen Kontrollinstanzen gewährleistet sein, um den bürokratischen und zeitlichen Aufwand der Unternehmen zu reduzieren“, sagt Ummo Bruns von DB Mobility Logistics, der an den DNHK-Standpunkten mitgewirkt hat. Um die Effizienz des Hinterlandverkehrs der Seehäfen zu steigern, sei neben einer Erweiterung der Hafenflächen auch eine engere Zusammenarbeit mit deutschen Verwaltungen erforderlich.

 

Auch die Autobahnen müssten durch eine rasche Umsetzung geplanter Bauvorhaben, etwa auf der Verbindungsstrecke zwischen Eindhoven und Duisburg, vom Dauerstau befreit werden. Wichtige Schienenprojekte wie das dritte Gleis der Betuwe-Linie und der Eiserne Rhein sollten gegen alle Widerstände nun rasch auf beiden Seiten vorangetrieben werden, so die DNHK.

 

Um die von der Krise schwer getroffenen Transportunternehmen zu entlasten, sei bei der geplanten Einführung einer Maut in den Niederlanden darauf zu achten, dass die Systeme kompatibel mit denen der Nachbarländer seien. Auch beim Thema Umweltzonen sei auf einheitliche Regeln zu achten, um überbordende Bürokratie zu vermeiden.

 

Beim wichtigen Wirtschaftsthema Energienutzung macht sich die DNHK für Erneuerbare Energien stark, fordert aber zugleich die Sicherung der Energieversorgung durch einen ausgewogenen Energiemix. Ziel müsse ein europäischer Energiemarkt sein, in dem sich Verbraucher – auch international – frei für einen Lieferanten entscheiden können.

 

„Die Niederlande wollen bis 2020 rund 30 Prozent weniger CO2 ausstoßen. Dazu ist eine langfristige Planungssicherheit für Unternehmen notwendig, die politische Legislaturperioden überdauert“, sagt DNHK-Präsident Döhmel. Die Regierung müsse die Förderung erneuerbarer Energien, gerade bei Wind und Biomasse, für Unternehmen attraktiv ausgestalten. Zugleich blieben aber die konventionellen Energien unabdingbar, um die Versorgungssicherheit zu garantieren: „Auch in diesen Feldern müssen die Niederlande deshalb ihren Wissensstand weiter ausbauen und fördern.“

 

In den Feldern Recht und Steuern setzt sich die Handelskammer für leichtere Gründungsverfahren und niedrige Hürden für den grenzüberschreitenden Personaleinsatz ein. So müsse endlich die lange diskutierte „Flex-BV“ als Gegenstück zur neuen deutschen GmbH eingeführt werden. Anmeldungsformulare sollten nicht nur auf Niederländisch, sondern zumindest auch auf Englisch angeboten werden. Entsandte Mitarbeiter sollten künftig für zehn statt für fünf Jahre im Sozialsystem ihres Heimatlandes verbleiben dürfen, fordert die DNHK.

 

Beim in den Niederlanden schon lange diskutierten Kündigungsschutz regt die Handelskammer die niederländische Regierung dazu an, Kleinbetriebe angesichts der Wirtschaftskrise zu entlasten. „Hier hat sich das deutsche Modell bewährt, Kleinunternehmen mit wenigen Mitarbeitern einen größeren Spielraum zu geben, um die Risiken bei der Einstellung von Personal zu reduzieren“, sagt Jürgen Toorneman von KPMG, der an den DNHK-Standpunkten mitgewirkt hat: „Eine solche Kleinbetriebsklausel würde gerade jetzt auch in den Niederlanden vielen Unternehmen helfen und Arbeitsplätze schaffen.“ Bislang müssen selbst kleinste Betriebe vor jeder Kündigung in den Niederlanden das Gericht anrufen. Diese bürokratische Hürde solle ebenfalls entfallen, fordert die DNHK.

 

Wichtig sei außerdem, die Unternehmenssteuer international anzugleichen, um Unternehmen ihr Engagement im Ausland zu erleichtern. Weil viele Problemfälle zwischen beiden Ländern nur sehr langsam behandelt werden, müsse außerdem ein Beschleunigungsabkommen geschlossen werden. „Ein solches besteht bereits zwischen den Niederlanden und Frankreich, aber seltsamerweise nicht mit Deutschland. Das schafft lange Wartezeiten für Unternehmen“, so Toorneman.

 

„Laut Umfrage der DNHK ist den deutschen Investoren kein Thema so wichtig wie die Ausbildung“, betont Kurt Döhmel. Sie rangiert noch vor Fördermitteln, Personalkosten und Infrastruktur. „Dies nehmen wir als Zeichen dafür, dass die hier niedergelassenen Unternehmen trotz Krise an ihren Fachkräften festhalten wollen, so lange dies möglich ist“, so Döhmel.

 

Um die dringend benötigten Fachkräfte auch in Zukunft stellen zu können, komme es auf eine gute technische Ausbildung und ausreichende Sprachkenntnisse an. „Die verbreitete Einschätzung, heute reiche Englisch als einzige Fremdsprache aus, trifft im Wirtschaftsleben nicht zu“, betont Döhmel. Der niederländische Bildungsrat habe Ende 2008 empfohlen, künftig schon in Grundschulen Fremdsprachenunterricht anzubieten. Dies gehe aber nicht weit genug. „Wichtig ist vor allem, die Vermittlung einer zweiten Fremdsprache, bevorzugt Deutsch, an den weiterführenden Schulen als Pflichtfach zu installieren.“

 

Die Niederlande seien dabei, ihren klassischen Standortvorteil Sprachkenntnis zu verspielen. 2008 seien nur noch 250 Deutschstudenten in den Niederlanden eingeschrieben gewesen. „Deshalb ist es unabdingbar, dass mit Hilfe eines verpflichtenden Schulangebots die zweite Fremdsprache wieder stärker in den Köpfen junger Menschen verankert wird“, so der DNHK-Präsident. Die Handelskammer bot ihre Unterstützung für Konzepte an, um Schüler- und Studentenpraktika im Nachbarland sowie die berufsbegleitende Sprachförderung von Angestellten zu unterstützen.

 

Die „7 Standpunkte“ der DNHK im Überblick:

1.    Die niederländische Infrastruktur muss durch einen beschleunigten Güterumschlag und eine bessere Erreichbarkeit logistischer Drehscheiben verbessert werden.

2.    Transportunternehmen müssen in der Krise nachhaltig entlastet werden.

3.    Die Niederlande müssen auf eine Harmonisierung des europäischen Energiemarktes hinwirken. Dabei sind erneuerbare Energien zu fördern. Gleichzeitig ist ein ausgewogener Energiemix sicherzustellen.

4.    Die Niederlande müssen die Gründung von Unternehmen durch geeignete rechtliche und praktische Maßnahmen erleichtern.

5.    Arbeitsrechtliche Hindernisse für den grenzüberschreitenden Einsatz von Personal müssen beseitigt werden. Außerdem ist angesichts der aktuellen Wirtschaftslage der Kündigungsschutz für Kleinunternehmen zu erleichtern.

6.    Die Niederlande müssen bei der Entwicklung eines gemeinsamen, konsolidierten Ansatzes für die Unternehmenssteuer eine aktivere Rolle spielen und Arbeitsabsprachen mit Deutschland treffen, die zu einer schnelleren Abstimmung zwischen beiden Ländern führen.

7.    Die Bildung muss durch eine Verbesserung der technischen Ausbildung und des Sprachunterrichts gestärkt werden.

 

Die "7 Standpunkte" können Sie hier herunterladen.

 

Fotoanfragen: Lars Björn Gutheil, DNHK, Tel. 0031 70 3114 157,  l.gutheil(at)dnhk.org



Niederlande bieten Unternehmen Chancen


Den Haag, 5. Mai 2009

Grenzüberschreitende Chancen für Unternehmen stehen im Mittelpunkt der Seminarreihe „Niedersachen-Niederlande“, die die NBank, das Enterprise Europe Network und die Deutsch-Niederländischen Handelskammer (DNHK) am 8., 14. und 18. Mai 2009 veranstalten. Die Seminare finden in Kooperation mit den IHKs Ostfriesland und Papenburg, Osnabrück-Emsland und Lüneburg-Wolfsburg statt.

 

„Seit vielen Jahren stehen Niedersachen und die Niederlande für gute Nachbarschaft und enge Zusammenarbeit“, sagt Marlies Komorowski von der DNHK. „Gerade unter den schwierigen aktuellen Rahmenbedingungen sollten Unternehmen die Möglichkeit nutzen, ihre Zielgruppen und Marktansprache zu erweitern.“ Im Nachbarland besteht nach wie vor Bedarf an Dienstleistungen und Produkten aus Deutschland.

 

Das erste Seminar „Personal im Nachbarland finden – Personalsuche und Arbeitsrecht“ findet am Freitag, 8. Mai 2009, in Emden statt und erläutert, wie man geeignetes Personal in den Niederlanden findet und wie ein Arbeitsvertrag gestaltet sein muss. Der Workshop „Gesellschaftsgründung im Nachbarland – Recht und Steuern“ beschäftigt sich am Donnerstag, 14. Mai 2009, in Osnabrück mit den Vorteilen verschiedener Gesellschaftsformen in den Niederlanden und geht auf steuerliche Aspekte ein. Das Training „Etikette und Kommunikation – der Niederlande-Knigge“ am Montag, 18. Mai 2009, in Lüneburg erklärt, wie man mit niederländischen Geschäftsleuten umgehen sollte und was bei Verhandlungen beachten werden muss. Die Veranstaltungen finden jeweils von 14 bis 18 Uhr statt und enden mit einem gemeinsamen Get Together.

 

Das Seminar richtet sich an Unternehmer, die sich geschäftlich mit den Niederlanden befassen und ihre Kontakte und ihr Wissen über das Nachbarland erweitern wollen.

 

Die Teilnahme kostet pro Veranstaltung 50 Euro (zzgl. Mwst.). Für die Teilnahme an allen drei Veranstaltungen zahlen die Teilnehmer insgesamt 120 Euro (zzgl. MwSt).

 

Kontakt: Marlies Komorowski, Tel.: 0031 (0)70 3114 156, E-Mail: m.komorowski@dnhk.org, Die Anmeldung ist auch online über die Internetseite www.dnhk.org im Bereich „Veranstaltungen“ möglich.



Wulff sieht trotz Krise positive Akzente


Hannover, 24. April 2009

Niedersachsens Ministerpräsident, Christian Wulff, kritisiert die jüngsten Äußerungen aus Politik und Wirtschaft zu Ausmaß und sozialen Auswirkungen der Finanzkrise. „Hysterisches Krisengerede ist schädlich“, sagte Wulff am Freitag, 24. April 2009, während einer Podiumsdiskussion der Deutsch-Niederländischen Handelskammer (DNHK) in Hannover.

 

Die schweren Folgen der Krise seien nicht wegzureden, so Wulff. Dennoch seien positive Akzente sichtbar. “Die Krise kann auch als Erfahrung dienen, um stärker zusammenzurücken, Konflikte beizulegen und sich schneller zu einigen.” Beispielhaft nannte Wulff die Zusammenarbeit mit den Niederlanden. „Hier liegen gerade jetzt viele Chancen in den Feldern Erneuerbare Energien, Logistik und Transport“. Niedersachsen werde mit der geplanten Nordsee-Autobahn künftig auch zu einer zentralen Verbindungsader zwischen dem Norden der Niederlande und Skandinavien sowie dem Baltikum werden.

 

Wulff und DNHK-Präsident Kurt Döhmel waren sich einig, dass ein „Wettlauf der schlechten Prognosen“ in der jetzigen Situation wenig hilfreich sei. „Wir erleben in der Praxis viel mehr Optimismus, als man anlässlich der Prognosen meinen könnte“, sagte Döhmel. „Die negativen Kommentare tun der Moral im Land und der Wirtschaft nicht gut.“ Döhmel forderte zugleich von der Politik, sie solle sich bei den Banken für eine stärkere Kreditvergabe einsetzen. „Sonst sind die gerade jetzt wichtigen Investitionen nicht möglich“, so Döhmel.

 

Wulff wandte sich auch gegen protektionistische Reaktionen anlässlich der schwierigen Rahmenbedingungen: „Wir müssen jetzt zusammenrücken. Jetzt entscheidet sich, wo nach der Krise die Arbeitsplätze sein werden.“ Die Niederlande und Niedersachsen könnten dabei füreinander eine wichtige Rolle spielen. 

 

An der Podiumsdiskussion der DNHK im Rahmen der größten Industriemesse der Welt, der Hannover Messe, nahmen mehr als 100 Unternehmer aus den Niederlanden und Deutschland teil.

  

Fotos und weitere Informationen erhalten Sie bei der DNHK, Ulla van Dijk, T 0031 (0)70 3114 133, E u.vandijk(at)dnhk.org.



DNHK-Seminar zum Netzwerken mit Niederländern


Venlo, 20. April 2009

Unternehmer und Manager kommen mit niederländischen Geschäftsleuten ins Gespräch beim Seminar „Netzwerken mit Niederländern“ der Deutsch-Niederländischen Handelskammer (DNHK) am Dienstag, 12. Mai 2009, von 13 bis 18 Uhr in Venlo (Niederlande). Der Kursus verbindet ein Kulturtraining mit einer anschließenden Netzwerkveranstaltung, bei der erste Kontakte zu niederländischen Unternehmern geknüpft werden können. 

 

„Der Erfolg auf dem niederländischen Markt erfordert nicht nur gute Sprachkenntnisse, sondern auch das Verständnis kultureller Hintergründe und Geschäftsgewohnheiten,“ sagt Ursula Brinkmann, Dozentin des Seminars. Das Training vermittelt den Teilnehmern, wie sie sich am besten auf den ersten persönlichen Kontakt mit Ihrem niederländischen Geschäftspartner vorbereiten können und was von ihnen in den Niederlanden erwartet wird. Diese Fragen sowie „typisch“ deutsche und „typisch“ niederländische Verhaltensformen, die den Geschäftserfolg wesentlich beeinflussen, stehen im Mittelpunkt. Im Anschluss an den Workshop findet ein Imbiss statt, in dem das Gelernte sofort in einer Runde mit niederländischen Geschäftsleuten angewendet werden kann.

Das Seminar richtet sich an Unternehmer und Manager, die sich geschäftlich mit den Niederlanden befassen und ihre Kontakte und ihr Wissen über ihre Gesprächs- und Geschäftspartner im Nachbarland erweitern wollen. Die Teilnehmerzahl ist auf maximal 15 Personen begrenzt. Partner des Seminars sind die Kamer van Koophandel Limburg und Intercultural Business Improvement.

Die Teilnahmegebühr beträgt 199,- Euro (zzgl. MwSt). Mitglieder der Deutsch-Niederländischen Handelskammer erhalten 20 Prozent Rabatt.

Kontakt: Marlies Komorowski, Tel.: 0031 (0)70 3114 156, E-Mail: m.komorowski@dnhk.org



Erfolgreich Personal einstellen in den Niederlanden


Dortmund, 2. April 2009

Hilfestellungen bei der Personalsuche und -einstellung in den Niederlanden erhalten Unternehmer beim Seminar „Personal finden und einstellen in den Niederlanden“ der Deutsch-Niederländischen Handelskammer (DNHK). Der Kursus findet am Donnerstag, 23. April 2009, 13.30 bis 17.30 Uhr, in Dortmund statt. Partner der Veranstaltung ist die Industrie- und Handelskammer zu Dortmund.

 

„Nicht nur das Bewerbungsverfahren läuft in den Niederlanden anders als in Deutschland“, sagt Friederike Juncker, Rechtsanwältin der DNHK und Dozentin des Seminars. „Auch beim Arbeitsvertrag sollten Unternehmen darauf achten, dass das niederländische Recht einige wichtige Abweichungen zu unseren Regelungen enthält“, so die Juristin. Bei späteren Konflikten mit Mitarbeitern könnten sich entsprechende Fehler fatal auswirken.

 

Das Seminar beantwortet alle wichtigen Fragen zur Personalsuche und der Einstellung von Mitarbeitern in den Niederlanden. Die Experten der DNHK vermitteln praktische Hinweise zum Verfassen von Anzeigentexten, zur Bewertung von niederländischen Bewerbungsunterlagen und zur Führung von Bewerbungsgesprächen. Daneben liefert die Veranstaltung Informationen zu arbeits-, sozial- und steuerrechtlichen Aspekten, die bei der Einstellung und beim Vertragsabschluss unbedingt zu beachten sind.

 

Das Seminar richtet sich an Unternehmen, die in den Niederlanden auf der Suche nach geeignetem Personal sind oder gerade Personal eingestellt haben. Insbesondere für Mitarbeiter aus Personal- oder Human Resources-Abteilungen ist die Schulung geeignet. Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Personen begrenzt.

 

Die Teilnahmekosten betragen 199,- Euro (zzgl. MwSt). Mitglieder der Deutsch-Niederländischen Handelskammer erhalten 20 Prozent Ermäßigung.

Kontakt: Marlies Komorowski, Tel.: 0031 (0)70 3114 156, E-Mail: m.komorowski@dnhk.org. 



Niederlande wichtigster Importpartner Deutschlands


Berlin, 23. März 2009

Die Niederlande haben im Jahr 2008 Frankreich als wichtigsten Importpartner der Deutschen abgelöst. Nach aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes hat Deutschland Güter im Wert von mehr als 72 Mrd. Euro aus den Niederlanden bezogen. Frankreich lag im vergangenen Jahr bei 66 Mrd. Euro. „Die Niederlande werden damit als Güterplattform Richtung Bundesrepublik immer wichtiger“, kommentiert Axel Gerberding, Geschäftsführer der Deutsch-Niederländischen Handelskammer (DNHK) in Den Haag. Die DNHK hatte bereits Mitte vergangenen Jahres den Wechsel an der Spitzenposition prognostiziert. „Schon angesichts des wachsenden Ergasverbrauchs bei gleichzeitig steigenden Öl- und Gaspreisen war diese Entwicklung abzusehen“, so Gerberding. Tatsächlich legte der Wert des eingeführten Erdöls und Erdgases von 4,6 Mrd. auf mehr als 6,3 Mrd. Euro zu.

 

Doch auch bei Produkten des Ernährungsgewerbes steigerten die Niederlande ihre Exporte nach Deutschland von 6,6 auf 6,9 Mrd. Euro. Die Niederlande hätten gute Chancen, auch in Zukunft wichtigstes Einfuhrland nach Deutschland zu bleiben. „Dies ist historisch nicht neu“, sagt Gerberding. Schon vor mehr als 100 Jahren seien die Niederlande der engste und größte Handelspartner der Deutschen gewesen.

 

Dass die Niederlande zugleich als Absatzmarkt wichtiger werden, belegen die deutschen Exportzahlen. Dort kletterte das westliche Nachbarland 2008 um einen Platz auf den vierten Rang. Damit verdrängen die Niederländer Italien (64 Mrd.). Insgesamt wurden Waren im Wert von fast 65,6 Mrd. Euro in die Niederlande ausgeführt. Zu den Gewinnern gehörten vor allem deutsche Chemieprodukte (11,1 Mrd. gegenüber 10,5 Mrd. im Jahr 2007), Eisen- und Stahlerzeugnisse sowie Spezialfahrzeuge. Nur Frankreich, die Vereinigten Staaten und England können sich als deutsches Exportziel vor dem Nachbarland behaupten.

 

„Angesichts der aktuellen Krise beobachten wir eine Rückbesinnung auf Nachbarmärkte“, sagt Gerberding. Die ähnlichen Geschäftskulturen und geringen Markthürden hätten viele deutsche Unternehmen wieder auf das westliche Nachbarland aufmerksam werden lassen. Für die Niederlande sprächen das pragmatische Auftreten der Unternehmen und die guten Rahmenbedingungen. „Entsprechend nehmen die Anfragen an die Handelskammer derzeit eher zu, als dass sie abnähmen“, sagt Gerberding. Trotz der gedämpften Erwartungen der Gesamtwirtschaft für 2009 und 2010 sei daher mittelfristig davon auszugehen, dass sich der deutsch-niederländische Handelsverkehr weiterhin dynamisch entwickelt.



Seminar zum Bauen in den Niederlanden


Düsseldorf, 20. März 2009

Über Chancen und rechtliche Voraussetzungen für deutsche Bauunternehmen auf dem niederländischen Markt informiert das Seminar „Bauen in den Niederlanden“ der Deutsch-Niederländischen Handelskammer (DNHK). Das Training findet am Dienstag, 7. April 2009, von 13.30 bis 17.30 Uhr in Düsseldorf statt. Partner des Seminars sind die internationale Anwaltskanzlei Bird & Bird und die Handwerkskammer Düsseldorf.

 

„Trotz der schwierigen konjunkturellen Situation wird die niederländische Baunachfrage auch in den kommenden Jahren wachsen“, betont Julian Wolff, Bauexperte in der Exportberatung der DNHK. „Davon können deutsche Unternehmen profitieren.“ Das Seminar soll hierfür Kenntnisse schaffen und den erfolgreichen Einstieg in den niederländischen Baumarkt erleichtern. Behandelt werden vor allem arbeits- und steuerrechtliche Aspekte und Unterschiede zu den Regelungen in Deutschland. Einen Schwerpunkt bilden mögliche Steuervorteile einer Betriebsstättengründung, insbesondere bei längerfristigen Tätigkeiten.

 

Das Seminar richtet sich an Unternehmen aus der deutschen Bau- und Bauzuliefererindustrie, die in den Niederlanden tätig werden wollen oder schon dort aktiv sind. Die Teilnehmerzahl ist auf 25 Personen begrenzt.

 

Die Teilnahmegebühr beträgt 199,- Euro (zzgl. MwSt). Mitglieder der Deutsch-Niederländischen Handelskammer erhalten 20 Prozent Rabatt.

Kontakt: Marlies Komorowski, Tel.: 0031 (0)70 3114 156, E-Mail: m.komorowski(at)dnhk.org.



Erfolgreiche Handelsvertretung in den Niederlanden


Düsseldorf, 10. März 2009

Wichtige Informationen zu gesetzlichen Voraussetzungen für eine Handelsvertretung in den Niederlanden gibt die Deutsch-Niederländische Handelskammer (DNHK) im Seminar „Handelsvertreter in den Niederlanden“ am Dienstag, 31. März 2009, von 14.30-17.00 Uhr in Düsseldorf. Partner des Seminars sind die IHK zu Düsseldorf und die Rechtsanwalts- und Steuerberaterkanzlei CMS.

 

„Wer seine Firmenaktivitäten auf dem niederländischen Markt ausdehnen will oder ein bereits bestehendes Engagement ausbauen möchte, für den kann eine Handelsvertretung der richtige Weg sein“, sagt Carina Mijnen aus der Rechtsabteilung der DNHK. In dem Seminar werden die Teilnehmer über die verschiedenen Möglichkeiten und Aspekte informiert, die sie laut der niederländischen Gesetzgebung beachten müssen. Während des Seminars wird auch speziell auf die Unterschiede zum deutschen Recht in diesem Bereich eingegangen und anhand von praktischen Beispielen verdeutlicht. Anschließend besteht die Möglichkeit, Fragen zu stellen und individuelle Gespräche mit den Dozenten zu führen.

 

Neben Carina Mijnen von der DNHK sind Ton Heebing von CMS Derks Star Busmann in Arnheim und Holger Fehrmann von CMS Hasche Sigle in Düsseldorf Dozenten des Seminars.

 

Das Seminar richtet sich an Unternehmen, die in den Niederlanden aktiv werden möchten und an einer Handelsvertretung interessiert sind oder diese bereits errichtet haben. Es können maximal 15 Personen teilnehmen.

 

Die Teilnahmekosten betragen 199,- Euro (zzgl. MwSt). Mitglieder der Deutsch-Niederländischen Handelskammer erhalten 20 Prozent Ermäßigung.

Kontakt: Marlies Komorowski, Tel.: 0031 (0)70 3114 156, E-Mail: m.komorowski@dnhk.org, Die Anmeldung ist auch online über die Internetseite www.dnhk.org im Bereich „Seminare“ möglich.



NRW-Finanzminister Linssen gegen weitere Fördermaßnahmen


Düsseldorf, 2. März 2009

Der nordrhein-westfälische Finanzminister Helmut Linssen (CDU) spricht sich gegen weitere rasche Maßnahmen zur Stützung der Unternehmen aus. Nun müsse es zunächst darum gehen, die durch das Konjunkturpaket entstandenen Schulden schnell zu tilgen, sagte Linssen in einem Interview mit dem deutsch-niederländischen Wirtschaftsmagazin ‘DNHK markt’. „Das Motto lautet: In der Krise Gas geben, danach wieder konsolidieren“, so Linssen. In der aktuellen Situation glaubten offenbar viele Politiker, dass das Geld vom Himmel falle. „Wir sollten uns aber in ganz Deutschland hüten, immer wieder über weitere Maßnahmen zu spekulieren“, betonte der Minister.

 

Linssen reagierte auch auf Kritik aus den Niederlanden, wo Deutschland noch vor Kurzem zu wenig Initiative bei der Stützung der Wirtschaft vorgeworfen worden waren. Der niederländische Finanzminister Wouter Bos (PvdA) habe das deutsche Auftreten in der Krise zwar zunächst kritisch beurteilt, räumte Linssen ein. „Auch er ist aber heute der Meinung, dass wir mit 80 Mrd. Euro in zwei Jahren die Grenze des Möglichen erreicht haben. Die europäische Konjunkturlokomotive Deutschland kann uns muss momentan nicht mehr leisten.“

 

Linssen betonte, dass Nordrhein-Westfalen und die Niederlande in der Krise gut zusammenarbeiten. Die Niederlande seien bei der Verstaatlichung von Banken zwar „rasant“ tätig geworden. „Aber wenn man nur die Wahl zwischen Skylla und Charybdis hat, muss man sich eben entscheiden. Die Insolvenz einer großen Bank würde das Wirtschaftsleben weit stärker erschüttern“, so der Minister.

 

Nordrhein-Westfalen wolle nun die Ausgaben, die durch das Investitionsprogramm für die Kommunen entstehen, gemeinsam mit den Städten und Gemeinden zurückzahlen. Dafür werde ein Tilgungsfonds nach dem Vorbild des Bundes eingerichtet. Angesichts der angespannten Finanzlage bleibe für zusätzliche Wirtschaftsförderprogramme kaum Raum. „Ich denke auch nicht, dass solche Förderprogramme über einen Standort entscheiden“, betonte Linssen. Wichtiger sei es, die richtigen Rahmenbedingungen zu setzen. Finanzpolitische Solidität strahle gegenüber investitionsbereiten Unternehmen mehr aus als Subventionen. „NRW hat 18 Mio. Einwohner, exzellente Technologien, hervorragende logistische Anbindungen und eine starke Konsumnachfrage“, so der Minister. „Das dürfte für Investoren schwerer wiegen als billige Mitnahmeeffekte.“

 

2008 musste Nordrhein-Westfalen rund 1,3 Mrd. Euro für die ins Schleudern gekommene WestLB und andere Risiken der Finanzmarktkrise übernehmen. Zudem muss das Bundesland 500 Mio. Euro Steuern erstatten, nachdem das Bundesverfassungsgericht die Abschaffung der Pendlerpauschale für verfassungwidrig erklärt hat.



Richtiges Benehmen in den Niederlanden lernen


Den Haag, 26. Februar 2009

Benimmregeln für den Kontakt zu Niederländern stehen im Mittelpunkt des Seminars „Niederlande-Knigge“, das die Deutsch-Niederländische Handelskammer (DNHK) am Donnerstag, 26. März 2009, in Mönchengladbach und alternativ am Mittwoch, 29. April 2009, in München, jeweils von 10-17 Uhr organisiert. Unternehmer mit niederländischen Geschäftskontakten können nach diesem Seminar besser auf kulturelle Eigenheiten eingehen und damit erfolgreicher auftreten.

 

„Die Deutschen sind bekannt für ihre ausgeprägte Ordnungsliebe, die Niederländer für ihre Flexibilität“, weiß Marlies Komorowski von der DNHK. „Treffen beide aufeinander, kann es spannend werden – besonders im Geschäftsleben.“ Einblicke in die unterschiedlichen Geschäftswelten gibt dieses Seminar. Mittels interaktiver Übungen lernen die Teilnehmer die wichtigsten niederländischen Umgangsformen kennen. Sie vermeiden damit, bei ihren Kontakten im Nachbarland ins buchstäbliche „Fettnäpfchen“ zu treten. Zudem können die Teilnehmer in Diskussionen und anhand von Praxisbeispielen aus den Erfahrungen anderer lernen.

 

Referentin des Seminars ist die gebbürtige Niederländerin Janet Antonissen von ITC, Interkulturelle-Trainer.com. Sie ist ausgebildete Trainerin und halt regelmäßig Vorträge über interkulturelle Themen. Partner des Seminars sind zudem die euregio rhein-maas-nord und die IHK für München und Oberbayern.

 

Das Seminar richtet sich an Geschäftsleute, die durch ein größeres Verständnis der anderen Kultur das eigene Auftreten im Nachbarland verbessern und somit Geschäftsbeziehungen zu Niederländern optimaler gestalten möchten. Die Teilnehmerzahl ist auf 15 Personen begrenzt.

 

Die Teilnahmekosten betragen 349,- Euro (zzgl. MwSt). Mitglieder der Deutsch-Niederländischen Handelskammer erhalten 20 Prozent Ermäßigung.

Kontakt: Marlies Komorowski, Tel.: 0031 (0)70 3114 156, E-Mail: m.komorowski(at)dnhk.org.



Niederlande bieten Chancen bei Umwelt- und Entsorgungstechnik


Den Haag, 23. Februar 2009

Über ihre Marktchancen in den Niederlanden können sich Unternehmen aus den neuen Bundesländern bei mehreren Sprechtagen im März 2009 informieren. Die Deutsch-Niederländische Handelskammer (DNHK) bietet am Mittwoch, 4. März 2009, in Halle und am Mittwoch, 25. März 2009, in Magdeburg individuelle Gespräche an. Im Mittelpunkt stehen dabei die Themenfelder Umwelt- und Entsorgungstechnologie sowie Verpackungstechnik.

 

Die Sprechtage sind vor allem für kleine und mittlere Unternehmen geeignet, die sich für ein Engagement im Nachbarland interessieren. Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) fördert diese Unternehmen beim Auf- oder Ausbau ihrer Exportaktivitäten durch ein Vermarktungshilfeprogramm. Die Handelskammer koordiniert das Programm und gibt praktische Ratschläge, wie Unternehmer mit Hilfe der Förderung im Nachbarland aktiv werden können. Partner der Sprechtage sind die örtlichen Industrie- und Handelskammern.

 

Deutschland ist traditionell der wichtigste Handelspartner der Niederlande. Deutsche Unternehmen haben im vergangenen Jahr Waren und Dienstleistungen im Wert von rund 60 Milliarden Euro in dieses Land verkauft.

 

Durch die spezielle geographische Lage der Niederlande spielt das Thema Wasser seit jeher eine wichtige Rolle. Die niederländische Regierung hat strenge Auflagen für den Umgang mit Wasser erlassen. Für Geschäftsfelder wie Wasserwiederaufbereitung, -säuberung und –verteilung besteht daher ständiger Bedarf an innovativen Lösungen und besonderen Technologien. Deutsche Unternehmen, die in diesen Feldern aktiv sind, können mit guten Erfolgsaussichten in den Niederlanden aktiv werden. Ähnliches gilt für die Luftqualität, die zahlreichen europäischen Richtlinien unterliegt. Moderne Messgeräte und –verfahren sind dafür ebenso wichtig wie etwa eine intelligente Technik für die Verkehrsleitung.

 

Auch die Verpackungstechnik bietet in den Niederlanden neuerdings größere Chancen. Ein zu Beginn 2008 in Kraft getretenes Gesetz zur Steigerung der Recyclingquote beim Hausabfall erfordert neue Lösungen für Sammelstellen, die getrennte Abholung beim Konsumenten sowie neue Verwertungsanlagen. Bislang wurde in den Niederlanden viel seltener Müll getrennt als in Deutschland.

 

Unternehmen können sich für die kostenlosen Sprechtage direkt bei der Deutsch-Niederländischen Handelskammer anmelden.

 

Kontakt: Deutsch-Niederländische Handelskammer (DNHK), Kai Esther Feldmann, Tel. 0031 (0)70 3114 159, Fax 0031 (0)70 3114 199, E-Mail k.feldmann(at)dnhk.org



Neue "DNHK-Seminars" machen fit für die Niederlande


Den Haag, 17. Februar 2009

Das neue Seminarprogramm der Deutsch-Niederländischen Handelskammer (DNHK) informiert deutsche Unternehmen im ersten Halbjahr 2009 über erfolgreiche Geschäftsaktivitäten in den Niederlanden. „Gerade in Krisenzeiten ist das Engagement im Nachbarland eine vielversprechende Option“, sagt Marlies Komorowski, zuständig für das Veranstaltungsmarketing der DNHK. „Eine gute Vorbereitung der Unternehmen ist dafür aber notwendig.“

 

Nicht umsonst geht das Angebot für die erste Jahreshälfte gerade auf die aktuellen Schwierigkeiten durch die Finanzkrise ein, wie bereits aus dem ersten Seminar ‚Entwicklungen im niederländischen Arbeitsrecht’ am Donnerstag, 5. März 2009, in Düsseldorf deutlich wird. Dort beschäftigt sich der Den Haager Rechtsanwalt Robert Kütemann vor allem mit Fragen zu befristeten Arbeitsverhältnissen und zur Freistellung von Personal. „In schweren Zeiten ist eine rechtzeitige Beschäftigung mit arbeitsrechtlichen Fragen für Unternehmen unerlässlich,“ sagt Kütemann.

 

„Neben diesem personal- und rechtsbezogenen Schwerpunkt bietet das Seminarprogramm des ersten Halbjahrs 2009 aber auch die gewohnten Themen wie Netzwerken, Sprache und Kulturunterschiede“, sagt Komorowski. So organisiert die Handelskammer ihren ‚Niederlande-Knigge’ an zwei Alternativterminen am 26. März 2009 in Mönchengladbach und am 29. April 2009 in München. „Ein besonderes Angebot bieten wir am 12. Mai 2009 in Venlo, wenn sich deutsche und niederländische Teilnehmer zum Thema ‚Netzwerken’ zusammenfinden“, sagt Komorowski.

 

Das Programm ist vor allem auf kleine und mittelständische Betriebe zugeschnitten. Dass die Seminare die Bedürfnisse dieser Unternehmen erfüllen, hat die positive Resonanz des Jahres 2008 gezeigt. Beinahe 400 Teilnehmer ließen sich im vergangenen Jahr durch die DNHK schulen. Der Preis für ein Tagesseminar beträgt 349 Euro, Halbtagsseminare kosten 199 Euro und Kurzseminare 99 Euro. DNHK-Mitglieder erhalten exklusiv 20 Prozent Ermäßigung auf die Teilnahmegebühren, Kurzseminare sind für sie gratis.

 

Das DNHK-Seminarprogramm ist im Bereich „Seminare“ zu finden.

Kontakt: Deutsch-Niederländische Handelskammer, Marlies Komorowski, Tel. 0031 (0)70 3114 156, E-Mail: m.komorowski@dnhk.org.



Niederländisches Arbeitsrecht für Krisenzeiten


Düsseldorf, 30. Januar 2009

Die Wirtschaftskrise mit ihren Konsequenzen für Einstellungen und Arbeitsverhältnisse steht im Mittelpunkt des Seminars "Niederländisches Arbeitsrecht – wie Sie mit der Finanzkrise umgehen können" am Donnerstag, 5. März 2009, 14 bis 17:30 Uhr in Düsseldorf. Die Deutsch-Niederländische Handelskammer (DNHK) informiert Unternehmen, die geschäftlich in den Niederlanden engagiert sind, über aktuelle Themen wie Vertragsgestaltung, flexible Arbeitszeiten, Kündigungs- und Tarifrecht.

 

„Viele Unternehmen, die etwa eine Tochtergesellschaft in den Niederlanden betreiben, stehen aktuell vor schwierigen personellen Fragen“, sagt Marlies Komorowski von der DNHK. Das Seminar erläutert einerseits, wie Unternehmen sich bei Neueinstellungen absichern können. Zum anderen geht es mit verschiedenen Fallbeispielen auf eine Vielzahl weiterer Fragen ein, etwa: Wann sind Probezeitregelungen gültig? Wie lang kann ein befristeter Vertrag dauern? Unter welchen Voraussetzungen können Arbeitnehmer zeitweise freigestellt werden?

 

„Auch die Frage, welche rechtlichen Risiken bei Kündigungen im Vergleich zu Deutschland drohen, wird anhand praktischer Beispielfälle beantwortet“, so Komorowski. Das Seminar soll aber ebenso aufzeigen, welche Spielräume im niederländischen Recht bestehen, um die Kündigung von Mitarbeitern möglichst zu vermeiden.

 

Referenten sind die Rechtsanwältin Friederike Juncker (DNHK) und der niederländische Rechtsanwalt Robert Kütemann, Vorsitzender der Den Haager Anwaltskanzlei Ekelmans & Meijer. Beide sind auf arbeits- und tarifrechtliche Fragen spezialisiert und verfügen über jahrelange Erfahrung bei der Beratung deutscher Unternehmen. Weiterer Partner ist die Industrie- und Handelskammer zu Düsseldorf.

 

Die Teilnehmerzahl ist auf 15 Personen begrenzt. Die Teilnahme kostet 199,- Euro. Mitgliedsunternehmen der Deutsch-Niederländischen Handelskammer erhalten 20 Prozent Rabatt. Die Anmeldung ist bis zum 23. Februar 2009 möglich. 

 

Kontakt: Marlies Komorowski, Tel. 0031 (0)70 3114 156, E-Mail m.komorowski(at)dnhk.org. Die Anmeldung ist auch online über die Internetseite www.dnhk.org im Bereich „Seminare“ möglich.



Niederländer präsentieren sich auf der Fruit Logistica 2009


Berlin, 20. Januar 2009

Deutsche und niederländische Unternehmer aus der Lebensmittel-branche kommen auf der Messe Fruit Logistica 2009 vom 4. bis 6. Februar 2009 in Berlin zusammen. Zwölf niederländische Spezialisten aus dem Convenience-Food-Sektor präsentieren sich auf einem gemeinsamen Messestand. Deutsche Unternehmen können sich schon vorab zu individuellen Gesprächen verabreden.

 

Interessant ist dieser Kontakt vor allem für Supermärkte, Lebensmittelgroßhändler, Verarbeitungsbetriebe sowie Händler von Maschinen. Convenience Food, etwa Fertigmahlzeiten und vorgeschnittenes Obst und Gemüse, gehört seit Jahren zu den größten Wachtumsfaktoren im deutschen und internationalen Lebensmittelhandel. Die Niederlande liegen dabei europaweit auf einem Spitzenplatz und verfügen über entsprechende Kenntnisse und Technologien.

 

„Wir erleben einerseits einen bewussten Trend hin zu gesunder, ausgewogener Ernährung“, sagt Anouk de Jong von der Deutsch-Niederländischen Handelskammer (DNHK). „Andererseits fehlt vielen Konsumenten die Zeit fürs Zubereiten aufwändiger Speisen.“ Frische Produkte, die dem Konsumenten die Arbeit aus der Hand nehmen, versprächen deshalb auch für die Zukunft gute Perspektiven.   

 

Auch Großküchen und Cateringunternehmen greifen gern auf Convenience-Produkte zurück. “Deshalb lohnt sich der direkte Kontakt zu niederländischen Anbietern, die in diesem Segment herausragende Leistungen erbringen”, so De Jong. Unter anderem sind auf dem Stand in Halle 2.1. der Fruit Logistica so bekannte niederländische Namen wie Groenteverwerking Bladel, Schaap Holland und Smit’s Uien vertreten. Sie zeigen das komplette Convenience-Angebot von qualitativ hochwertigem Gemüse, Obst bis zu Kartoffeln aus eigener Zucht – gewaschen, entkernt, geschält und vorgeschnitten. Zusätzlich bieten sie Komplettmahlzeiten sowie neue Technologien, etwa für die Chicoréeverarbeitung sowie Schäl-, Schneide- oder Sortiermaschinen.

Anmeldungen für Gespräche mit den niederländischen Anbietern sind bei der Deutsch-Niederländischen Handelskammer bis zum 30. Januar 2009 möglich. Dort gibt es auch nähere Informationen zu den teilnehmenden niederländischen Unternehmen. Die DNHK organisiert den Stand im Auftrag des niederländischen Wirtschaftsministeriums.

 

Kontakt: Deutsch-Niederländische Handelskammer (DNHK), Anouk de Jong, Tel.: 0031 (0)70 3114 118, E-Mail: a.dejong(at)dnhk.org



Haerkens: „Niederlande dürfen sich jetzt nicht durchwursteln“


Den Haag, 19. Dezember 2008

Hans Haerkens, Vorsitzender des niederländischen Unternehmerverbandes VNO-NCW Nord, fordert die Regierung seines Landes angesichts der sich anbahnenden Wirtschaftskrise zu drastischen Eingriffen auf. Es sei wichtig, die traditionell langsame Entscheidungsfindung radikal zu beschleunigen. „Die Niederlande müssen sich davor hüten, sich weiter durchzuwursteln“, betont Haerkens in einem Interview gegenüber dem deutsch-niederländischen Wirtschaftsmagazin „DNHK markt“. Entscheidend sei, nun die wesentlichen Kernpunkte eines Maßnahmenpakets festzulegen und über Details später zu entscheiden.

 

Haerkens, der zum 1. Januar 2009 innerhalb des VNO-NCW die landesweite Verantwortung für Infrastruktur und Raumentwicklung übernimmt, erwartet vor allem nachhaltige und umfassende Investitionen: „Es ist wichtig, wieder strategisch zu investieren.” Haerkens denkt dabei an Ankerprojekte mit internationaler Symbolkraft, wie seinerzeit die Investitionen in die niederländischen Deltawerke und die Wasserwege rund um Rotterdam. Außerdem müsse Schluss sein mit der Fixierung auf die Randstad im Westen des Landes. Die Regierung solle ihr Augenmerk auch auf wirtschaftliche Wachstumsregionen in der Grenzregion legen, etwa auf Groningen-Assen, Twente und Arnheim-Nimwegen.

 

Angesichts jüngster Prognosen, die der niederländischen Wirtschaft für 2009 eine Schrumpfung von 0,75 Prozent voraussagen, warnt Haerkens vor Schwarzmalerei. Er bleibe optimistisch, zumal die Regierung schnell und maßvoll gehandelt habe. „Die Geschwindigkeit, in der Kontakt zu Sozialpartnern und wichtigen Interessenvertretern gesucht wurde, weckt Vertrauen”, so Haerkens. Positiv sei auch, dass sich die Arbeitsmarktlage in den Niederlanden nach wie vor gut darstelle. Angesichts des Fachkräftemangels würden viele niederländische Unternehmen alles daran setzen, ihre Arbeitskräfte nicht zu verlieren.

 

Dass die niederländische Regierung Geld aus der Arbeitslosenversicherung für Unternehmen zur Verfügung stellt, um Kurzarbeit zu finanzieren, biete die Möglichkeit, auf die konjunkturelle Verschlechterung zu reagieren. Haerkens: „Die Krise kann ein blessing in disguise sein, falls nachhaltige Lösungen und Entwicklungen beschleunigt werden.“



DNHK: Niederlande bieten Perspektive gegen die Krise


Den Haag, 18. Dezember 2008

Unternehmen können 2009 ihre Auftragslage verbessern, wenn sie benachbarten Märkten wie den Niederlanden mehr Aufmerksamkeit schenken. Das sagt die Deutsch-Niederländische Handelskammer (DNHK) mit Sitz in Den Haag. „Wer sich jetzt wegen einer flauen Auftragslage Sorgen macht, sollte prüfen, ob das nahe Ausland neue Möglichkeiten für ihn erschließen kann“, sagt DNHK-Sprecher Lars Gutheil. Die Niederlande seien dabei ein vielversprechendes Ziel.

 

Schon jetzt fragen deutsche Unternehmen verstärkt bei der Kammer an, ob diese Handelsvertreter für die Niederlande suchen könne. „Dahinter steht in einigen Fällen der klare Wunsch, Lücken im eigenen Auftragsportfolio aufzufangen“, so Gutheil. Der Schritt ins Nachbarland könne zwar nicht als Pauschallösung gelten. Trotzdem sei er nahe liegend: „Das deutsche Preis-Leistungsverhältnis kann es häufig mit den örtlichen Anbietern aufnehmen, und die Sprache ist keine unüberwindliche Hürde.“

 

Gerade für Dienstleister, Handelsunternehmen und Handwerker seien die Niederlande interessant, so der Sprecher. So ist nicht nur der niederländische Staat dank solider Haushaltszahlen ein wichtiger Auftraggeber. Auch die Konsumenten lassen den Einzelhandel bislang nichts von einer Krise spüren. „Niederländische Kunden kaufen nicht nur kräftig auf deutschen Weihnachtsmärkten ein, sondern werden 2009 eine höhere Kaufkraft haben als im ablaufenden Jahr“, so Gutheil. Unternehmen, die eine Option im Nachbarland in Erwägung ziehen, können sich unverbindlich bei der Deutsch-Niederländischen Handelskammer informieren.

 

Wer bereits geschäftlich im Nachbarland tätig ist, solle überdies gerade jetzt auf seine Kasse achten, betont Gutheil. „Dazu gehört auch, die in den Niederlanden bei Messeteilnahmen oder Dienstfahrten angefallenen Umsatzsteuern konsequent zurückzufordern.“ Da die im Ausland anfallende Steuer oft zu 100 Prozent rückerstattet werden könne, gehe es für viele Unternehmen um tausende von Euro. Dennoch werde mit der Rückerstattung aus Unkenntnis oder Zeitmangel oft nachlässig umgegangen. „Dabei kann die DNHK die Anfrage bei den niederländischen Behörden übernehmen und vielen Unternehmen damit bares Geld sparen“, so Gutheil.



Niederländer präsentieren sich auf der E-World 2009


Den Haag, 11.12.2008

Deutsche Unternehmen können auf der Messe E-World Energy & Water 2009 mit niederländischen Geschäftspartnern aus der Energiebranche in Kontakt kommen. Die Deutsch-Niederländische Handelskammer (DNHK) organisiert für die Messe vom 10. bis 12. Februar 2009 in Essen im Auftrag des EVD (Agentur des niederländischen Wirtschaftsministeriums) einen Holland-Stand, auf dem sich 13 niederländische Spezialisten aus der Energie- und Wasserwirtschaft dem deutschen Fachpublikum präsentieren.

 

Die Messe E-World gilt als die zentrale Kommunikationsplattform der Branche. Die Veranstalter erwarten über 450 nationale und internationale Aussteller sowie rund 15.000 Messebesucher. „Die Branche hat sich innerhalb der letzten Jahre rasant entwickelt und birgt viel Potenzial“, sagt Yvonne Metzger, die für die Absatzberatung der DNHK zuständig ist. Die niederländischen Firmen sind auf der Suche nach deutschen Partnern für geplante Kooperationen, um in Deutschland und in den Niederlanden verstärkt tätig zu sein. Deutschen Firmen, die ihr Produktportfolio oder ihren Absatzmarkt erweitern wollen, bieten sich hierdurch gute Geschäftsperspektiven. „Die Teilnehmer aus den Niederlanden bieten innovative Produkte aus den Feldern Energieeffizienz, Wasserwirtschaft sowie Biomasse und Biogas an“, so Metzger.

 

Die 13 niederländischen Aussteller reichen vom Wärmepumpenhersteller A.O. Smith Water Products Company über den Abwasseraufbereiter Biorock bis zum Produzenten energieeffizienter Gewächshauser Closed Greenhouse Engineering. Weitere Namen sind Advanced Public Transport Systems, Anode, Avantis, BioGast, Dorset Green Machines, Energeia, Energy Hills, Evodos, GTC Europe und KIWA Gas Technology.

 

„Auf dem Holland-Stand bietet die Handelskammer die Chance zu individuellen Kennenlerngesprächen“, erläutert Yvonne Metzger. Hierfür ist eine vorige Anmeldung bis zum 30. Januar 2009 bei der DNHK notwendig. Deutsche Unternehmer, die sich für die Dienstleistungen und Produkte der niederländischen Teilnehmer interessieren, können sich ebenfalls an die Handelskammer wenden.

 

Kontakt: Deutsch-Niederländische Handelskammer (DNHK), Yvonne Metzger, Tel.: 0031 (0)70 3114 161, E-Mail: y.metzger(at)dnhk.org



Unicef erhält 5.000 Euro aus Deutsch-Niederländischem Wirtschaftspreis


Den Haag, 14.10.2008

Die Greenwheels GmbH aus Berlin, Gewinner des Deutsch-Niederländischen Wirtschaftspreises 2008, hat das Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro komplett dem Unicef-Projekt „Hilfe Birma/Myanmar Notschulen für Kinder“ zur Verfügung gestellt. Am Dienstag (14. Oktober 2008) überreichten die beiden Geschäftsführer Jan Borghuis und Gijs van Lookeren Campagne in Den Haag symbolisch einen Scheck an den regionalen Unicef-Gesandten Maarten Hogeboom. Das Preisgeld wird von der Deutsch-Niederländischen Handelskammer (DNHK) zur Verfügung gestellt.

 

„Der Preis soll Unternehmen auszeichnen, die sich besonders hervorheben, das Preisgeld dagegen soll karitativen Zwecken zugute kommen“, sagt Axel Gerberding, Geschäftsführer der DNHK. Damit unterstreiche der Deutsch-Niederländische Wirtschaftspreis bewusst das soziale Engagement der Wirtschaft, das in schwierigen Zeiten gefragter denn je sei. „Wir halten es für sehr wichtig, die Arbeit von Unicef in Myanmar nach der furchtbaren Flutkatastrophe vom Sommer zu unterstützen“, begründet Jan Borghuis, warum sich Greenwheels für die Förderung des Unicef-Projekts entschieden hat. Maarten Hogeboom von Unicef findet es „außerordentlich passend, dass mit Greenwheels ein nachhaltig tätiges Unternehmen ein Projekt für die Kinder der Zukunft unterstützt.“

 

Während der Übergabe war neben den Unternehmern auch die deutsche Botschaft in Den Haag vertreten. Greenwheels war im Frühjahr 2008 unter fünf Nominierten in einer Online-Befragung gewählt worden. Mehr als 3.800 Stimmen von Unternehmen gingen bei der Handelskammer ein. Die DNHK hatte die Vorauswahl unter 23 Bewerbern für den Wirtschaftspreis getroffen. Dabei wählte sie Unternehmen aus, die sich durch besonders innovative Verfahren oder große unternehmerische Erfolge auszeichnen.

 

Die deutsche Greenwheels GmbH ist ein Tochterunternehmen der niederländischen Collect Car B.V. aus Rotterdam. Beide bilden europaweit das einzige Gemeinschaftsunternehmen für die umweltfreundliche Dienstleistung CarSharing. Unter der Marke Greenwheels können Kunden Kleinwagen und Kombis mieten, wobei die Nutzung bereits ab einer Viertelstunde möglich ist. Das Unternehmen ist in beiden Ländern Marktführer.

 

Fotos von der Scheckübergabe können Sie über unsere Redaktionsadresse beziehen.

 

Kontakt: Deutsch-Niederländische Handelskammer, Lars Björn Gutheil, Tel.: +31 (0)70 3114 157, E-Mail: l.gutheil(at)dnhk.org

 



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