Die Niederlande verfügen über eine geschätzte Offshore-Speicherkapazität von 1,6 Gigatonnen CO₂ in erschöpften Nordsee-Gasreservoiren und ein ausgereiftes Förderprogramm (SDE++, 6,7 Mrd. Euro für CCUS-Projekte) und gelten damit als fortgeschrittenster CCUS-Markt Nordwesteuropas. Zwei Großprojekte prägen aktuell die Marktdynamik:
- PORTHOS – CO₂-Transport- und Speicherprojekt im Hafen Rotterdam mit einer Gesamtinvestition von 1,3 Mrd. Euro; Inbetriebnahme 2026/2027.
- ARAMIS – das größte CCUS-Infrastrukturprojekt Europas, 2026 in die finale Investitionsentscheidung gegangen, mit einer staatlichen Investitionszusage von 639 Mio. Euro
Beide Projekte eröffnen konkrete Lieferchancen für deutsche Anbieter von Kompressionstechnik, Pipelinekomponenten, MSR-/SCADA-Systemen und Engineering-Leistungen.
Belgien ergänzt den Markt strukturell über den Hafen Antwerpen als Export- und Importterminal, u. a. mit den Projekten Fluxys c-grid und Antwerp@C sowie über die geplante grenzüberschreitende Pipeline Delta Schelde CO2nnection zwischen Rotterdam und Antwerpen.
Entdecken Sie das CCUS-Marktpotenzial vor Ort
Die Projekterkundungsreise führt Sie vier Tage lang ins Herz der europäischen CCUS-Infrastruktur: einen Tag nach Antwerpen und drei Tage in die Niederlande (Rotterdam/Den Haag). An beiden Standorten sind zentrale Entscheidungsträger direkt vor Ort erreichbar.
Ein Executive Business Roundtable bildet den fachlichen Höhepunkt der Reise: Er ermöglicht eine vertiefte, zielgerichtete Diskussion zu konkreten Projektopportunitäten mit hochrangigen Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträgern auf Geschäftsführungs- und Director-Level.
Im Anschluss an die Reise können vielversprechende Projektansätze im Rahmen einer Konsortialbildung gemeinsam mit anderen deutschen Unternehmen weiterentwickelt werden.
Informationen zur Projekterkundungsreise
Termin: 09.02. - 12.02.2027
Anmeldeschluss: 30.11.2026 via Website der Exportinitiative Energie
Ort: Antwerpen, Den Haag, Rotterdam
Zielmarkt: Niederlande, Belgien
An wen richtet sich die Projekterkundungsreise?
Die Projekterkundungsreise richtet sich an deutsche KMU sowie ausgewählte größere Unternehmen, die Technologien und Dienstleistungen entlang der CCUS-Wertschöpfungskette anbieten – insbesondere in den Bereichen CO₂-Abscheidung, Kompressions- und Verdichtertechnik, Pipeline- und Transportinfrastruktur, MSR-/SCADA-Technik sowie Engineering & EPC.
Was ist der Unterschied zwischen dem CCUS-Webinar und der Projekterkundungsreise?
Das Webinar gibt einen kostenfreien Online-Überblick über die Projektlandschaft und Marktchancen. Die Projekterkundungsreise geht einen Schritt weiter: Sie findet vor Ort statt, beinhaltet direkte Gespräche mit zentralen Entscheidungsträgern und bereitet die Konsortialbildung vor.
Was passiert nach der Projekterkundungsreise?
Unternehmen mit konkretem Interesse können ihre Projektansätze im Rahmen einer Konsortialbildung gemeinsam mit anderen deutschen Unternehmen weiterentwickeln.
Was kostet die Teilnahme an der Projekterkundungsreise?
Der Eigenbeitrag richtet sich nach der Unternehmensgröße: 250 € netto für Kleinstunternehmen, 850 € netto für kleine und mittlere Unternehmen sowie 1.500 € netto für Großunternehmen.
De-minimis-Beihilfen fallen bei dieser Maßnahme nicht an.
Anmeldung
Die Anmeldung erfolgt über die Website der Exportinitiative Energie.
Anmeldeschluss: 30.11.2026