CCUS-Projektlandschaft in den Niederlanden und Belgien
Die Niederlande zählen zu den am weitesten entwickelten CCUS-Märkten Europas – mit einer geschätzten Offshore-Speicherkapazität von 1,6 Gigatonnen CO₂ in erschöpften Nordsee-Gasfeldern und einem starken Förderprogramm (SDE++, 6,7 Mrd. Euro für CCUS-Vorhaben). Auch Belgien entwickelt sich über den Hafen Antwerpen zu einem wichtigen Baustein der CCUS-Infrastruktur in Nordwesteuropa.
Für deutsche Unternehmen entlang der gesamten CCUS-Wertschöpfungskette ergeben sich daraus konkrete Liefer- und Kooperationschancen – von der CO₂-Abscheidung über Kompressions- und Verdichtertechnik bis zu Pipeline-Infrastruktur, MSR-/SCADA-Systemen und Engineering & EPC.
In diesem 90-minütigen, kostenfreien Webinar geben wir gemeinsam mit Expertinnen und Experten einen Überblick über die aktuelle Projektlandschaft und zeigen konkrete Einstiegsmöglichkeiten auf, darunter:
- PORTHOS – CO₂-Transport- und Speicherprojekt im Hafen Rotterdam (Hafenbehörde Rotterdam, Gasunie, EBN); Bau von Sammelrohr und Kompressorstation läuft, mit Shell, ExxonMobil, Air Liquide und Air Products als CO₂-Lieferanten.
- ARAMIS – das größte CCUS-Infrastrukturprojekt Europas: eine 200 km lange CO₂-Transportpipeline von Gasunie und EBN mit einer Kapazität von 22 Mio. Tonnen CO₂ pro Jahr. Ausschreibungen für Pipelinerohre und Komponenten sind bereits gestartet.
- Fluxys c-grid – künftiges CO₂-Transportnetz im Hafen Antwerpen-Brügge; 17 Unternehmen, u. a. Air Liquide, BASF, Borealis und TotalEnergies, haben bereits eine gemeinsame Absichtserklärung zum Infrastrukturaufbau unterzeichnet.
Ergänzend informieren wir über eine geplante Projekterkundungsreise in die Niederlande und Belgien im 1. Quartal 2027, bei der vielversprechende Projektansätze im Rahmen einer Konsortialbildung weiterentwickelt werden können.
Informationen zum Webinar
Termin: 17.11.2026, 10:00 – 11:30 Uhr
Anmeldeschluss: 16.11.2026 via Website der Exportinitiative Energie
Ort: Online
Teilnahme: kostenfrei
Zielmarkt: Niederlande, Belgien
An wen richtet sich das Webinar?
Das Webinar richtet sich an deutsche Unternehmen, die Technologien und Dienstleistungen entlang der CCUS-Wertschöpfungskette anbieten – insbesondere in den Bereichen CO₂-Abscheidung, Kompressions- und Verdichtertechnik, Pipeline- und Transportinfrastruktur, MSR-/SCADA-Technik sowie Engineering & EPC.
Was ist die Konsortialbildung?
Bei der Konsortialbildung bringt die Exportinitiative Energie des BMWE mehrere spezialisierte deutsche Unternehmen entlang der Wertschöpfungskette zusammen, damit sie gemeinsam eine passgenaue Systemlösung für ein konkretes Projekt im Zielmarkt entwickeln und anbieten können. Der Prozess läuft in drei Phasen: Auf das Webinar und die Projekterkundungsreise folgt eine moderierte Konsortialbildungsphase zur gemeinsamen Ausarbeitung des Vorhabens, bevor das Konsortium mit einer Konsortialreise ins Zielland und einem gemeinsamen Angebot abschließt. Vorteile sind gebündeltes Know-how, geteilte Ressourcen und reduzierte Risiken beim Markteintritt.
Was ist die Projekterkundungsreise?
Die Projekterkundungsreise ist eine praxisnahe Fact-Finding-Mission, bei der eine Gruppe komplementärer deutscher Unternehmen gemeinsam in den Zielmarkt reist. Vor Ort werden konkrete CCUS-Projekte besichtigt, Geschäftstermine mit zentralen Akteuren wahrgenommen und erste mögliche Systemlösungen erarbeitet. Ziel ist es, passende Projektansätze zu identifizieren, die anschließend im Rahmen einer Konsortialbildung gemeinsam weiterentwickelt werden können. Die Reise findet vom 09.02.-12.02.2027 statt.
Muss ich neben dem Webinar auch an der Projekterkundungsreise teilnehmen?
Nein, beide Angebote sind unabhängig voneinander. Die Reise im 1. Quartal 2027 ist eine freiwillige, vertiefende Folgeoption für Unternehmen mit konkretem Interesse. Informationen hierzu erhalten Sie im Webinar oder bei uns direkt.
Anmeldung
Die Anmeldung erfolgt über die Website der Exportinitiative Energie
Anmeldeschluss: 16.11.2026