Das deutsche Start-up Black Forest Labs hat sich seit seiner Gründung im Jahr 2024 mit einer Technologie zur KI-gestützten Bildgenerierung international einen Namen gemacht. Die Idee: Eine KI, die Bilder auf Basis geschriebener oder gesprochener Anweisungen hin verändert und daraus realistisch wirkende neue Bilder generiert. Anwender können festlegen, wie das Ergebnis aussehen soll, indem sie Details wie Formen, Farben und Strukturen vorgeben. „Wir haben Black Forest Labs gegründet, um das zu schaffen, was Kameras nicht einfangen können“, erklärt Mitgründer Robin Rombach.
Er gründete Black Forest Labs unter anderem mit Andreas Blattmann und Axel Sauer. Das Team verbindet wissenschaftliche Exzellenz auf den Gebieten Künstliche Intelligenz und Informatik mit Unternehmergeist – und zeigt, wie aus Forschung Innovation entstehen kann. Die Nähe zu Forschungseinrichtungen wie dem Karlsruher Institut für Technologie und das dynamische Start-up-Umfeld in Baden-Württemberg bieten dafür ideale Bedingungen.
In einer Finanzierungsrunde im Herbst 2025 sammelte Black Forest Labs 300 Millionen US-Dollar ein und kam auf eine Bewertung von 3,25 Milliarden US-Dollar. Bereits die Seed-Runde zuvor im August 2024 brachte 31 Millionen US-Dollar an Kapital, gefolgt von einer Series-A-Finanzierung. Insgesamt beläuft sich die Summe auf 450 Millionen US-Dollar. Das Unternehmen zählt damit zu Europas am schnellsten wachsenden KI-Start-ups. Die Technologie überzeugt internationale Großkunden wie Adobe, Canva, Microsoft und Meta.
Mittlerweile entwickeln rund 50 Mitarbeitende die Technologie kontinuierlich weiter. Im November präsentierten die Gründer die zweite Generation ihres KI-Modells – mit höherer Bildqualität, besserem Verständnis komplexer Szenen und der Fähigkeit, mehrere Referenzbilder zu einem neuen Motiv zu kombinieren. Der nächste Entwicklungsschritt ist bereits in Planung: Künftig sollen Nutzer auch Videos generieren können.
Text: Sina Hoffmann
Foto: Black Forest