Alexandra Sierra
Leiterin Vertriebsaufbau / Leiterin Repräsentanz Berlin
0049 30 20 61 99 44 a.sierra@dnhk.orgTine Schrader und Thomas Marquart (NRW.Global Business) gaben Einblicke in das Rheinische Revier als Wasserstoff-Hub und Net Zero Valley. Das Gebiet, das zwischen Aachen, Düsseldorf und Köln liegt, durchläuft einen ehrgeizigen industriellen Wandel. Die ehemalige Braunkohleregion wird zu einer europäischen Modellregion für klimaneutrale Industrie entwickelt, wobei Wasserstoff eine strategische Säule darstellt.
Durch die rege Interaktion zwischen Publikum und Referenten wurde deutlich, wie groß das Interesse am Rheinischen Revier und am deutschen Wasserstoffmarkt ist. Die wachsende Nachfrage nach Wasserstoff, die direkten Verbindungen zu den ZARA-Seehäfen und die enge Zusammenarbeit zwischen Industrie und Forschungseinrichtungen bieten konkrete Chancen für niederländische und internationale Unternehmen.
Das Unternehmen VoltH2 ist ein konkretes Beispiel für diese Chancen. Gerwin Hament und Michael Wünneman berichteten über zwei Elektrolyseure, die das Unternehmen in Gelsenkirchen und Essen baut und die jährlich 800 Tonnen grünen Wasserstoff produzieren werden. Darüber hinaus hielt Alexander Fokker (LBC Tank Terminals) einen Vortrag über das Seabridge-Projekt, das die Häfen von Vlissingen und Duisburg miteinander verbindet, um Ammoniak und CO2 zu verarbeiten. Abschließend betonte Dennis Bauer vom traditionsreichen Kompressorenhersteller Neumann & Esser, dass ein ganzheitlicher Ansatz die Entwicklung ambitionierter Projekte ermöglicht.
Unternehmen, die eine Niederlassung im Rheinischen Revier oder anderswo in Deutschland eröffnen möchten, können von den Erfahrungen der Referenten lernen:
Erstens lohnt es sich, verfügbare staatliche Fördermittel aktiv zu nutzen: VoltH2 erhielt beispielsweise finanzielle Unterstützung von der Landesregierung NRW für die Entwicklung seines Standorts, was zeigt, dass es konkrete Möglichkeiten für ausländische Investoren gibt.
Zweitens ist eine gute Beziehung zu den lokalen Behörden unerlässlich. Pflegen Sie nicht nur enge Kontakte zur Gemeinde, in der Sie einen Standort entwickeln, sondern beziehen Sie frühzeitig auch die zuständigen Stellen auf Landesebene in NRW mit ein. Dies beschleunigt Genehmigungsverfahren und verschafft Ihrem Projekt eine solide administrative Basis.
Drittens ist Sichtbarkeit in der Region ein entscheidender Erfolgsfaktor. Schließen Sie sich lokalen Netzwerken wie der Hydrogen Metropole Ruhr und dem H2 Netzwerk Ruhr an. Strategische Partnerschaften mit regionalen Akteuren – sowohl aus der Industrie als auch aus der Wissenschaft – erhöhen die Glaubwürdigkeit des Unternehmens und öffnen Türen zu neuen Kunden und Kooperationen.
Die Deutsch-Niederländische Handelskammer organisiert regelmäßig Delegationsreisen und Veranstaltungen zu Wasserstoff und anderen Energiethemen in beiden Ländern. Gerne beraten und informieren wir Sie über aktuelle Möglichkeiten.
Fotos von WHS Media
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