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Von der Sonnenblume zum Schokoriegel

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Wer an Schokolade denkt, denkt an Kakao. Das deutsche Foodtech-Start-up Planet A Foods will das verändern. Mit Choviva entwickelt das Münchner Unternehmen eine Schokoladenalternative, die ohne Kakaobohnen auskommt. Gegründet wurde Planet A Foods 2021 von den Geschwistern Sara und Maximilian Marquart.

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Für Choviva verarbeitet Planet A Foods unter anderem gemahlene Sonnenblumenkerne, Hafer und Rübenzucker. Durch Fermentation, Röstung und weitere Verarbeitung entsteht ein Produkt, das in Geschmack, Textur und Schmelzeigenschaften an Schokolade erinnert. Lebensmittelhersteller erhalten damit eine Alternative zur klassischen Schokolade.

 

Hinter Choviva steht allerdings eine größere Idee. Planet A Foods will die Lebensmittelindustrie unabhängiger von Rohstoffen machen, deren Verfügbarkeit durch Klimawandel, Knappheit und starke Preisschwankungen zunehmend unter Druck gerät. Nach Angaben des Münchner Unternehmens verursacht die Milchvariante von Choviva einen CO₂-Fußabdruck von 2,8 Kilogramm CO₂-Äquivalent pro Kilogramm Produkt. Bei herkömmlicher Milchschokolade seien es 10,6 Kilogramm. Langfristig will das Start-up mit seiner Technologie im Vergleich zu konventioneller Schokoladenproduktion mehrere hundert Millionen Tonnen CO₂ einsparen.

 

Planet A Foods konzentriert sich vor allem auf das Geschäft mit Unternehmen. Choviva wird an Lebensmittelproduzenten geliefert, die den Rohstoff etwa für Schokoriegel, Kekse, Müsli und andere Süßwaren einsetzen. Über etablierte Marken soll die Technologie so den Weg in den Massenmarkt finden.

 

Die Expansion geht inzwischen über den deutschen Markt hinaus. Choviva steckt bereits in Dutzenden Produkten in verschiedenen europäischen Ländern. Auch die niederländische Schokoladenmarke Hands Off verarbeitet den Rohstoff in mehreren Riegeln, die unter anderem bei Albert Heijn, Jumbo, Coop und Picnic erhältlich sind.

 

Planet A Foods bewegt sich damit in einem Markt mit Wachstumspotenzial. Nach Angaben von Allied Market Research lag der weltweite Markt für pflanzliche Schokolade 2022 bei rund 586 Millionen US-Dollar (507 Millionen Euro). Bis 2032 könnte er auf etwa 2 Milliarden Dollar wachsen. Für Choviva sind das Aussichten, die durchaus Appetit machen.

 

Text: Hendrike Oosterhof

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