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Lithium Made in Germany

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Die aktuellen geopolitischen Krisen machen es sicht- und spürbar: Europa ist in Sachen Rohstoffförderung unzureichend aufgestellt. Dem will das Start-up Vulkan Energy gegensteuern. Ziel ist es, das weltweit erste klimaneutrale Lithium zu produzieren und kommerziell nutzbar zu machen.

Vulcan Energy CLEOP Anlage in Frankfurt Höchst

Der deutsche Hauptsitz des Start-ups, das seit 2021 im Land aktiv ist, liegt in Karlsruhe. Am Oberrheingraben herrschen ideale geologische Voraussetzungen, denn hier schlummern Europas größte Lithiumvorkommen. Zur Gewinnung nutzt Vulkan Energy unterirdische lithiumhaltige Thermalwässer, die mit geothermischen Verfahren an die Oberfläche gepumpt werden. Der Sole wird mithilfe der firmeneigenen Lithiumextraktionstechnologie VULSORB® Lithiumchlorid entzogen. Anschließend wird das Wasser, das auch zur Energiegewinnung genutzt wird, wieder in den Untergrund geleitet. Ende 2024 stellten die Entwickler von Vulkan Energy Entwickler aus dem abgeschiedenen Lithiumchlorid in der Zentralen Lithiumelektrolyse-Optimierungsanlage (CLEOP) in Frankfurt-Höchst das erste batteriefähige Lithiumhydroxidmonohydrat her, das vom Rohstoff bis zum Endprodukt nachhaltig in Europa produziert ist.

 

In einem nächsten Schritt will Vulkan Energy die Produktion des wertvollen Rohstoffs kommerzialisieren und die entsprechenden Anlagen bauen. Laut Unternehmen sollen in Phase eins des Projekts „Lionheart“ jährlich rund 24.000 Tonnen klimaneutrales Lithiumhydroxidmonohydrat für die Automobilbranche in Deutschland und Europa produziert werden. Diese Menge reicht für die Herstellung von 500.000 Elektrofahrzeugbatterien pro Jahr aus. Abnahmevereinbarungen bestehen bereits, u.a. mit der VW-Gruppe, der Renault Gruppe und Stellantis, dessen Sitz sich im niederländischen Hoofddorp befindet. „Unsere Mission ist klar“, betont Cris Moreno, Managing Director und CEO von Vulcan Energy: „Wir setzen alles daran, Europas führender Anbieter von klimaneutralem Lithium zu werden und gleichzeitig mit Erneuerbarer Energie aus Tiefengeothermie zur Energiesicherheit in Europa beizutragen.“ 

Text: Barbara Steinbauer-Grötsch
Foto: Artis Photographie - Uli Deck

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