Der Schlüssel liegt im Motor. Statt eines klassischen Kolbenmotors setzen die Studierenden auf eine Mikrogasturbine. Dabei wird Luft zunächst komprimiert und vorgewärmt. Anschließend wird Kraftstoff eingespritzt und entzündet. Die heißen Gase treiben die Turbine an, deren Rotationsenergie ein Generator in Strom umwandelt. Der große Vorteil: Das System ist nicht auf eine einzige Kraftstoffart festgelegt.
Damit könnte der Fahrer später je nach Preis, Verfügbarkeit oder Umweltbilanz flexibel entscheiden, welchen Kraftstoff er tankt. Theoretisch wäre sogar ein Wechsel während der Fahrt möglich.
Im Juni 2026 machte das Projekt einen wichtigen Schritt. Bei Tests auf dem Twente Airport erzeugte die Mikrogasturbine Strom und wurde anschließend in das Fahrzeug integriert. Mitte Juni präsentierte das Team den Eco-Runner XVI außerdem auf dem Circuit Zandvoort.
Noch gibt es technische Herausforderungen. Vor allem hohe Temperaturen und der Wirkungsgrad stellen die Studierenden vor Aufgaben. Trotzdem zeigt das Projekt, wie flexible Antriebssysteme künftig dazu beitragen könnten, unabhängiger von einzelnen Energieträgern zu werden.
Text: Hendrike Oosterhof
Foto: Darian Delrich / Eco-Runner