Robert Simons, Beigeordneter für Hafen, Wirtschaft, Gastronomie und Verwaltung der Stadt Rotterdam, eröffnete die Veranstaltung mit einem Lob der guten Zusammenarbeit zwischen den Häfen Rotterdam und Duisburg. Gleichzeitig betonte er, diese nicht als selbstverständlich hinzunehmen: „Der Erfolg von heute garantiert nicht den Erfolg von morgen.“
Im Gespräch der Hafen-CEOs wurde deutlich, wie relevant Häfen als logistische Standorte im wirtschaftlichen Zusammenspiel sind. Markus Bangen: „In den Häfen bildet sich die Weltwirtschaft ab. In den Häfen bildet sich ab, wie die Industrie perfomt. Und je besser das Klima in den Häfen, desto besser ist das Investitionsklima für die Wirtschaft.“
Eine Herausforderung in diesem Kontext ist die Vermittlung zwischen Politik und Industrie – vor allem wegen der unterschiedlichen Geschwindigkeit, mit der diese Instanzen Entscheidungen treffen.
Als wichtiger denn je stellten die Hafen-Chefs die europäische Zusammenarbeit heraus. Duisburg und Rotterdam könnten nicht als Einzelkämpfer gewinnen, sondern seien aufeinander angewiesen. Bangen: „Wir sitzen im selben Boot. Wir sind Europäer. Wir können in dieser Welt nur überleben, wenn wir gemeinsam handeln.“ Diese Zusammenarbeit funktioniere weiterhin gut, Ansätze für Verbesserungen seien jedoch stets in Arbeit, so die beiden.
Im Zuge der aktuellen geopolitischen Entwicklungen sprachen sie zudem über die Energiewende. Es sei immer wichtiger auch auf nicht fossile Energiequellen setzen zu können. In diesem Zusammenhang betonte Boudewijn Siemons die Relevanz von Resilienz: „Wir müssen Resilienz aufbauen und damit in unsere Rentabilität investieren.“
Siemons und Bangen schlossen ihre Diskussion damit ab, dass Rotterdam und Duisburg ihr Selbstbewusstsein wegen der aktuellen wirtschaftlichen Entwicklungen nicht verlieren sollen. Allerdings warte niemand auf eine Handlung durch Europa. „Wir müssen handeln“, so Bangen.
Video und Bildergalerie Rotterdam Frühstück 2026
Text: Anne Köster
Fotos: WHS Media