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Sharing wird Standard

Die International Workplace Group (IWG) setzt in den Niederlanden mit Karen van den Boom auf eine Managerin, die die Sharing Economy kennt – und den Wachstumskurs von IWG weiter vorantreibt.

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Ob Carsharing oder Coworking – die Niederlande sind Vorreiter, wenn es um geteilte Nutzung geht. Auch hybride Arbeitsmodelle gehören hier zum Alltag, der Global Remote Work Index führt das Land regelmäßig auf den vorderen Plätzen. Als einer der weltweit führenden Anbieter für flexible Bürolösungen unterstützt die International Workplace Group Unternehmen dabei, hybrid und flexibel zu arbeiten. Für das Geschäft in den Niederlanden ist seit April 2026 Karen van den Boom verantwortlich.

 

Die Niederländerin bringt langjährige Erfahrung mit, wenn es um Skalierung von Plattformunternehmen und neue Preismodelle geht. Als CEO von Sixt Benelux stellte sie das Geschäft Richtung Sharing Economy um: Sie entwickelte flexible Auto-Abo- und Carsharing-Modelle  und setzte auf datengetriebene Preissteuerung. Bei der The Sharing Group, einer Holding für Unternehmen aus Technologie, Energie und Mobilität, trieb sie anschließend als COO das Wachstum mehrerer Plattformen voran und richtete Einkaufs- und Vertriebsprozesse so aus, dass sie schneller skalieren konnten.

 

Mit dem Schritt zu IWG überträgt sie die Sharing-Logik nun auf die Arbeitswelt. Das Konzept: Statt Mietverträge zu unterschreiben, nutzen Unternehmen ein bestehendes Netzwerk an flexiblen Arbeitsorten. Das senkt Kosten und macht Arbeitgeber für Fachkräfte attraktiver. Laut IWG-Studien berichten neun von zehn Führungskräften, dass hybride Modelle ihre Kosten deutlich senken, rund 70 Prozent sehen eine höhere Zufriedenheit in ihren Teams.

 

Kein Wunder also, dass das Modell so erfolgreich ist: Die IWG, Muttergesellschaft von Büromarken wie Regus, Spaces, HQ und Signature, betreibt inzwischen mehr als 5.000 Standorte in über 120 Ländern. 2025 war ein Rekordjahr: 1.132 neue Standortvereinbarungen und 782 neu eröffnete Standorte zeigen, wie stark die Nachfrage nach hybridem Arbeiten wächst. In den Niederlanden betreibt IWG derzeit rund 110 Standorte. Das Angebot passt gut zum Markt: Eine leistungsfähige digitale Infrastruktur, etablierte Teilzeit- und Homeoffice-Regelungen und eine Arbeitskultur, die stark auf Work-Life-Balance und Eigenverantwortung setzt.

 

Als Vorstandsmitglied der Deutsch-Niederländischen Handelskammer (DNHK) beobachtet van den Boom auch den deutschen Markt – dort setzten Unternehmen lange stark auf Präsenz, doch inzwischen beschleunigt sich der Trend zu Coworking und hybriden Modellen deutlich. Die Zahl der Coworking-Spaces hat sich seit 2018 mehr als versechsfacht, inzwischen gibt es über 1.800 solcher Arbeitsorte. Vor allem mittelständische Unternehmen und Konzerne nutzen sie, um Beschäftigten wohnortnahe Arbeitsplätze zu bieten.

 

In ihrer Rolle als CEO konzentriert sich van den Boom darauf, das Netzwerk in den Niederlanden weiter zu verdichten. Sie setzt vor allem auf Partnerschaften mit Immobilieneigentümern und Investoren: Aus leerstehenden oder klassisch genutzten Flächen entstehen flexible Arbeitsorte – ein Modell, mit dem IWG schnell und kapitalarm wächst und zugleich Wert für Eigentümer schafft. „Mit Plattformlösungen und starken Partnerschaften machen wir Gebäude flexibler, effizienter und nachhaltiger nutzbar – genau das treibt unser Wachstum hier im Markt“, sagt sie.

 

Text: Sina Hoffmann

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