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CE Delft: CO2-Preis auf Gebäude und Straßenverkehr

23.09.2021

Der einflussreiche Thinktank CE Delft plädiert dafür, dass die Niederlande einen Preis für den CO2-Ausstoß, der beim Heizen von Gebäuden und beim Autofahren freikommt, einführen und damit dem Beispiel Deutschlands folgen.

Der einflussreiche Thinktank CE Delft plädiert dafür, dass die Niederlande einen Preis für den CO2-Ausstoß, der beim Heizen von Gebäuden und beim Autofahren freikommt, einführen und damit dem Beispiel Deutschlands folgen. Wenn die Niederlande ihre Klimaziele erreichen möchten, können Gebäude und der Verkehr nicht länger von einem CO2-Preis ausgesondert bleiben. Zwar will Brüssel dies auch, aber da dieser Plan wahrscheinlich auf viel Widerstand stoßen wird, erwartet CE Delft eine verspätete Einführung davon. Auch äußert der Thinktank Zweifel über die Effektivität des Plans.

Politische Tragfläche

Dies steht in einem am 20. September veröffentlichten Berichts von CE Delft, ein Thinktank, der die niederländische Regierung regelmäßig über das Klima berät. Politisch gesehen bringt so ein Plan gewisse Empfindlichkeiten mit sich, da ein CO2-Preis auf Gebäude und Straßenverkehr höhere Kosten für den Bürger bedeutet. Die Staatssekretärin vom Wirtschafts- und Klimaministerium Dilan Yeşilgöz-Zegerius von der liberalen VVD, der größten niederländischen Partei, schrieb letzte Woche Freitag in einem Brief ans Parlament, dass diese Idee für das geschäftsführende Kabinett jedoch nicht länger tabu ist. Die Politikerin meint damit aber die Vorschläge des Eurokommissar Frans Timmermans zur Einführung eines europäischen Handelssystem für CO2-Emissionen aus Gebäuden und Straßenverkehr. Timmermans hofft, dass dieses Handelssystem 2026 starten kann.

Beginn 2023

CE Delft ruft jetzt in seinem Bericht auf, darauf nicht zu warten, sondern – genau wie Deutschland – jetzt schon mit dem CO2-Preis zu beginnen. CE Delft-Geschäftsführer und Mitautor des Berichtes Frans Rooijes erklärt: „Fang selbst einfach an. Das kann schon 2023. Wenn es das europäische System dann wirklich gibt, kann das niederländische darin integriert werden.“

CO2-Preis

Ausgehend davon, dass der CO2-Preis 200 Euro pro Tonne kostet, werden die Einkünfte für den niederländischen Staat auf 6,5 Milliarden Euro geschätzt und bezahlt der Konsument 0,20 Euro mehr pro Liter Benzin und 0,18 Euro mehr pro Kubikmeter Gas, so die Berechnungen von CE Delft.

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