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Rückblick Round Table-Gespräche – Grenzregionen zukunftsfähig gestalten

Zur Vorbereitung auf das jährliche Zukunftsforum NRW-Niederlande veranstaltete die DNHK am 27. Mai gemeinsam mit der Brost Stiftung ein exklusives Event in der Residenz des deutschen Botschafters in Den Haag. UnternehmerInnen und ExpertInnen kamen in Round Table-Gesprächen zu den Themen Energie, Mobilität und Kreislaufwirtschaft in der Grenzregion zusammen.

Rückblick Round Table Gespräche Sprecher

Wie kann die Grenzregion zwischen Nordrhein-Westfalen und den Niederlanden zukunftsfähig gestaltet werden? Mit dem Fokus auf diese Frage gingen die drei Gruppen in die Diskussion. Das Zukunftsforum Niederlande - NRW wird am 3. und 4. Dezember in Noordwijk stattfinden.

Kreislaufwirtschaft

Europa wird nicht mit den Rohstoffen konkurrieren, die es besitzt, sondern mit den Rohstoffen, die es erhält.

van Aggelen Wouter Remondis
Wouter van Aggelen, Direktor Corporate Affairs Remondis Niederlande

Wouter van Aggelen, Direktor Corporate Affairs bei Remondis Nederland, leitete das Gespräch am Tisch über Kreislaufwirtschaft. In der Runde wurde vielfach betont, dass die Grenzregion zwischen den Niederlanden und NRW als Vorbild für den Rest Europas fungieren kann. Im Kontext von Kreislaufwirtschaft steht Europa vor der Herausforderung, die Verfügbarkeit von Rohstoffen zu sichern. Van Aggelen betont: „Europa wird nicht mit den Rohstoffen konkurrieren, die es besitzt, sondern mit den Rohstoffen, die es erhält.“ Weiterhin ergänzt er: „Gerade in den deutsch-niederländischen Grenzregionen können wir zeigen, wie strategische Autonomie in der Praxis funktioniert.“ Durch ein nachhaltigeres Wirtschaftsmodell, in dem Rohstoffe länger in den lokalen Kreisläufen bleiben, können mehr Versorgungssicherheit, Innovationskraft und auch Arbeitsplätze geschaffen werden.  

Mobilität

Smart Logistics braucht grenzüberschreitende Datenräume, abgestimmte Infrastruktur und konkrete Pilotprojekte mit messbarem regionalem Mehrwert.

Kochs Andreas Euregio Rhein Waal
Andreas Kochs, Geschäftsführer Euregio Rhein-Waal

Der Round Table über Smart Logistics mit Andreas Kochs, Geschäftsführer Euregio Rhein-Waal, kam zu folgendem Fazit: „Smart Logistics braucht grenzüberschreitende Datenräume, abgestimmte Infrastruktur und konkrete Pilotprojekte mit messbarem regionalem Mehrwert.“ Dabei kann die deutsch-niederländische Logistikkooperation erhebliche Potenziale bieten, wenn Daten, Infrastruktur und Vertrauen über die Grenze miteinander verknüpft werden. Besonderes Potenzial liegt bei digitalen Frachtpapieren (vor allem aus niederländischer Sicht), sicheren und interoperablen Datenräumen, einem effizienteren Leercontainer-Management, klimaresilienter Infrastruktur sowie einer besseren Einbindung von KMU in digitale Lieferketten. Herausforderungen stellen sich durch fehlende Standards sowie unterschiedliche Verwaltungs- und Rechtsrahmen. 

 

Insgesamt kamen alle drei Tische zur Schlussfolgerung, dass die Relevanz der Arbeit in der Grenzregion zwischen den Niederlanden und NRW darin liegt, dass die Region als Vorbild für den Rest Europas fungieren kann. So könne gemeinsam der Weg zu einem zukunftsfähigeren Europa bereitet werden. Herausforderungen sahen alle Diskussionsgruppen vor allem darin, einen gemeinsamen politischen Konsens zu erzielen, der dieses Zukunftsdenken unterstützt, anstatt es zu erschweren.

Text: Anne Köster

Fotos: Willem Martinot Fotografie

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