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Niederländische Wirtschaft setzt Wachstumskurs im ersten Halbjahr fort

Die niederländische Wirtschaft zeigt sich robust: Im ersten Halbjahr 2026 legte das Bruttoinlandsprodukt erneut zu – getragen von einer starken Binnennachfrage, steigenden Exporten und einer robusten Beschäftigungsentwicklung. Trotz geopolitischer Unsicherheiten zeigt sich die Konjunktur widerstandsfähig.

Ein Containerschiff fährt entlang der Küste von Terneuzen.

Niederländische Wirtschaft wächst im ersten Halbjahr 2026

Die niederländische Wirtschaft hat ihren Wachstumskurs im ersten Halbjahr 2026 fortgesetzt und erweist sich als widerstandsfähig. Nach vorläufigen Zahlen des Statistikamtes Centraal Bureau voor de Statistiek (CBS) legte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im ersten Quartal gegenüber dem Vorquartal 2025 um 0,2 Prozent zu, im Vergleich zum Vorjahresquartal sogar um 1,4 Prozent. Im zweiten Quartal lag das Wachstum gegenüber dem ersten Quartal des Jahres bei plus 0,4 Prozent, und gegenüber dem Vorjahreszeitrum bei plus 1,3 Prozent. Insgesamt lag das BIP im ersten Halbjahr CBS-Zahlen zufolge bei 606,5 Mrd. Euro, nach preisbereinigten 580,1 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum. 

Private Konsumausgaben steigen

Wesentlicher Wachstumstreiber bleibt der private Konsum. Bereits im ersten Quartal fiel der Anstieg der Konsumausgaben der Haushalte stärker aus als zunächst angenommen. Im zweiten Quartal setzte sich dieser Trend fort: Die Verbraucher investierten insbesondere in Autos sowie in Nahrungs- und Genussmittel. Auch die Staatsausgaben und Investitionen leisteten einen positiven Beitrag zum Wirtschaftswachstum. Zu den wichtigsten Wachstumsträgern im zweiten Quartal zählten die Branchen Handel, Gastgewerbe, Transport und Logistik sowie die Industrie.

 

Trotz anhaltender geopolitischer Spannungen, insbesondere im Zusammenhang mit dem Konflikt im Nahen Osten, blieb die niederländische Wirtschaft bislang weitgehend von größeren negativen Auswirkungen verschont. Positive Impulse kamen im zweiten Quartal zudem aus dem Außenhandel. Die Exporte stiegen um 2,5 Prozent, die Importe legten um 2,1 Prozent zu, wodurch auch der Außenhandel zum Wachstum beitrug.

26.000 neue Jobs

Parallel dazu setzte sich die Erholung am Arbeitsmarkt fort: Im ersten Quartal entstanden netto 26.000 zusätzliche Arbeitsplätze gegenüber dem Vorquartal, die Zahlen für das zweite Quartal sind noch nicht bekannt.

 

Unterm Strich präsentiert sich die niederländische Wirtschaft zur Jahresmitte in einer soliden Verfassung. Die Kombination aus einer stabilen Binnennachfrage, einer robusten Beschäftigungsentwicklung und einer bislang begrenzten Belastung durch geopolitische Unsicherheiten spricht für eine weiterhin widerstandsfähige Konjunktur.

 

Text: Janine Damm

Foto: Fred Dendoktoor / Pexels

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