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Auf den Weg zum klimaneutralen Lastenverkehr: Der Pionier „Enginius“ zeigt wies geht

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Klimaneutrale Kilometer im Güterverkehr zurücklegen? Das von der FAUN-Gruppe gegründete Start-up Enginius entwickelt Fahrzeuge, die emissionsfreies Fahren im regionalen Verteilerverkehr möglich machen. Mit innovativen Antriebsvarianten, sowohl batterieelektrisch (BEV) als auch wasserstoffbasiert (FCEV), will das Unternehmen einen wichtigen Beitrag zur Reduktion von CO2-Emissionen leisten – und zukünftig auch auf niederländischen Straßen unterwegs sein.

Enginius-Bluepower Fahrzeug

Die Regelung der Europäischen Union, ab 2035 ausschließlich CO2-emissionsfreie Neuwagen zuzulassen, stellt einen grundlegenden Wandel in der Automobilindustrie dar und ist ein entscheidender Schritt zur Erreichung der europäischen Klimaziele. Auch der Güterverkehr sieht sich angesichts des Klimawandels der Herausforderung gegenüber, seine Flotten auf moderne Antriebsvarianten umzustellen. Gleichzeitig zeigt der Markt, dass innovative Lösungen im regionalen Raum bislang kaum verfügbar sind. Die auf kommunale Lastfahrzeuge spezialisierte  FAUN-Group möchte dies ändern und verfolgt mit ihrem Start-up Enginius die Mission, den Güterverkehr nachhaltiger zu gestalten und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu verringern. Mit dem 16-Tonner "Citypower“ soll künftig ein klimafreundliches Transportmittel angeboten werden, das sowohl für Kurz- als auch für Langstrecken geeignet ist.  

1.300.000 Kilometer: Zwei Mal von der Erde zum Mond und wieder zurück  

Der "Citypower“ ist neben dem 2022 eingeführten Müllfahrzeug "Bluepower“ das zweite Produkt, das Enginius auf den Markt bringt. Laut dem Hersteller konnten allein durch den Einsatz der Bluepower-Modelle rund 30.000 Tonnen Kohlendioxid eingespart und insgesamt 1.300.000 klimaneutrale Kilometer zurückgelegt werden. Das entspricht der Strecke „zweimal zum Mond und wieder zurück“, erklärt das Start-up.  

 

Diese Bilanz soll der Verteiler-Lkw "Citypower" fortsetzen, der in zwei Antriebsvarianten angeboten wird: einer batterieelektrischen Version (BEV) und einer mit Brennstoffzellenantrieb (FCEV). Beide Modelle sind darauf ausgelegt, die Umweltbelastung weiter zu reduzieren und die Effizienz im städtischen Lieferverkehr zu steigern. Abhängig von Einsatzbereich, der lokalen Infrastruktur und der jeweiligen Flottengröße können Unternehmen die passende Antriebsart auswählen, um ihren spezifischen Anforderungen vor Ort gerecht zu werden. 

Vision für die Zukunft: Die Niederlande als wichtiger Partner  

Enginius will mit seinen innovativen Fahrzeugen über den nationalen Tellerrand Deutschlands hinausschauen und den „Citypower“ auf internationalen Märkten positionieren. Als Nachbarland, das sich seit langem der Wasserstoffwirtschaft verschrieben hat, bietet allen voran die Niederlande einen idealen Markt für „Citypower“, um das Potenzial emissionsfreier Antriebstechnologien zu demonstrieren und weiterzuentwickeln. Das Unternehmen strebt an, die Vorteile seiner umweltfreundlichen Antriebstechnologien flächendeckend anzubieten, um den Herausforderungen des urbanen Lieferverkehrs global zu begegnen. Wie das geht, macht der Mutterkonzern bereits erfolgreich vor: Mit elf Werken in sieben Ländern zählt die FAUN-Group zu den führenden Anbietern von Nutzfahrzeugen in Europa.  

 

Text: Kim-Lara van der List

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