Rückblick: German-Dutch Life Sciences Forum in Leiden
Im Rahmen des German-Dutch Life Sciences Forum, das am 27. Oktober 2026 bei Plus Ultra Leiden im Leiden Bio Science Park stattfand, brachte die Deutsch-Niederländische Handelskammer (DNHK) relevante Vertreterinnen und Vertreter aus der deutschen und niederländischen Wirtschaft, Wissenschaft und Gesundheitsbranche zusammen. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie beide Länder ihre starken Life-Sciences-Sektoren weiter miteinander verbinden und voneinander hinsichtlich Wissen, Netzwerken und Innovationskraft profitieren können.
Starke Position Nordrhein-Westfalens
Mit einem Vortrag von Julia Binder von NRW.Global Business wurde die besondere Position Nordrhein-Westfalens innerhalb der deutschen und europäischen Life-Sciences- und Pharmabranche beleuchtet. Mit 18 Millionen Einwohnern und 52 Millionen Menschen im Umkreis von 200 Kilometern um Düsseldorf zählt das Bundesland zu den bedeutendsten Wirtschaftsregionen Europas.
Auch im Gesundheitssektor nimmt die Region eine herausragende Stellung ein. Ideal an der niederländischen Grenze gelegen, verfügt Nordrhein-Westfalen über ein starkes Netzwerk aus Unternehmen, Universitäten, Krankenhäusern und Forschungseinrichtungen. Mit mehr als 2.100 Medizintechnikunternehmen und 250 Biotechnologieunternehmen bietet Nordrhein-Westfalen eine ausgezeichnete Grundlage für medizinische Innovationen. Internationale Unternehmen wie Bayer, QIAGEN, Medtronic und Johnson & Johnson sind hier ansässig.
Für niederländische Unternehmen bietet Nordrhein-Westfalen damit lukrative Möglichkeiten. Die Nähe, der große Absatzmarkt und die vorhandenen Wissenscluster machen die Region zu einem naheliegenden ersten Schritt für Unternehmen, die ihre Aktivitäten auf dem deutschen Markt ausweiten möchten.
Wissenschaft, Technologie und Gesundheitswesen
Die inhaltlichen Beiträge von Prof. Dr. Bernd Weber vom Universitätsklinikum Bonn und Hans Peter Mulder von DEMCON Life Sciences & Health gaben den Teilnehmenden Einblicke in die Verbindung zwischen akademischer Forschung, medizinischen Anwendungen und technologischer Innovation. Dabei wurde deutlich, dass die Entwicklung neuer Lösungen für den Gesundheitssektor nicht nur von technischem Wissen abhängt, sondern vor allem auch von der Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Disziplinen und Organisationen.
Während der Podiumsdiskussion mit Vertreterinnen und Vertretern von NRW.Global Business, dem Universitätsklinikum Bonn, DEMCON Life Sciences & Health und IQVIA Laboratories in Leiden wurden die Chancen und Herausforderungen für die Branche weiter vertieft. Regionale Cluster und Netzwerke spielen dabei eine wichtige Rolle: Sie bringen Forschung, Unternehmertum und Marktanwendung zusammen.
Interesse an Geschäftskontakten im Life-Sciences-Sektor? Die DNHK organisiert regelmäßig Fachveranstaltungen, Delegationsreisen und Matchmaking-Aktivitäten rund um Innovation, Gesundheitswesen und Medizintechnik. Sprechen Sie uns an!
Eindrücke des Forums finden Sie in unserer Bildergalerie unten.