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Rückblick: Wirtschaftsreise „Wasserstoff, Logistik & Häfen“

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Unternehmerdelegation aus Rheinland-Pfalz in den Niederlanden vom 01.–03. Oktober 2025

Portlantis Unternehmensdelegation Rheinland-Pfalz

Wirtschaftsreise „Wasserstoff, Logistik & Häfen“ – Rheinland-Pfalz zu Besuch im Rotterdamer Hafen

Vom 1. bis 3. Oktober 2025 fand im Auftrag des Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz eine Wirtschaftsreise in die Niederlande statt. Im Mittelpunkt stand der Austausch zu den Themen Wasserstoff, Logistik und Hafeninfrastruktur, drei Schlüsselfaktoren der Energiewende und des grenzüberschreitenden Güterverkehrs. Ziel der Reise war es, Unternehmen aus Rheinland-Pfalz Einblicke in niederländische Innovationsprojekte zu geben, Kontakte zu potenziellen Partnern zu knüpfen und Impulse für zukünftige Kooperationen entlang des Rheinkorridors zu setzen. Die Delegationsreise wurde durch die rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerin Daniela Schmitt begleitet.

Ein dichtes Programm zwischen Rotterdam und Den Haag

Die Delegation setzte sich aus Vertreterinnen und Vertretern von Binnenhäfen sowie aus Industrie, Energieversorgung und öffentlicher Verwaltung zusammen.

Bereits am ersten Tag erhielten die Teilnehmenden bei VTTI (einem der Weltmarktführer im Bereich der Energieinfrastruktur und –speicherung) im Rotterdamer Hafengebiet spannende Einblicke in aktuelle Entwicklungen rund um Wasserstoffimport und -speicherung.

Der zweite Reisetag begann mit einem Fachaustausch im World Port Center Rotterdam (der Zentrale der Rotterdamer Hafengesellschaft), bei dem zentrale Akteure aus der niederländischen und europäischen Wasserstoffwirtschaft, darunter Vertreter von Air Liquide, Gasunie, OCI Global, Shell und TNO, ihre Strategien und Projekte präsentierten. Auch die Ergebnisse einer Studie zu den Perspektiven der Wasserstofflogistik in Rheinland-Pfalz wurden vorgestellt und diskutiert. Aspekte wie der zukünftige Transport von Wasserstoff nach Rheinland-Pfalz sowie die Rolle der Binnenhäfen wurden diskutiert. Am Nachmittag folgte ein vertiefender Austausch zum Delta-Rhein Korridor mit Einblicken von Gasunie und seitens des niederländischen Wirtschafts- und Klimaministeriums.

Ein besonderer Höhepunkt der Reise war der Empfang in der Residenz des Deutschen Botschafters in Den Haag anlässlich des Tags der Deutschen Einheit. In feierlichem Rahmen nutzten die Teilnehmenden die Gelegenheit zum Austausch mit in- und ausländischen Vertretern aus Politik, Diplomatie und Wirtschaft.

Der dritte und letzte Reisetag stand im Zeichen der Hafenlogistik. Beim Besuch von Air Products und Schenk Tanktransport erhielten die Teilnehmenden Einblicke in das Projekt „Clean Hydrogen and Road Transport“ (CH₂aRT), das den Aufbau einer wasserstoffbasierten Transportkette im Rotterdamer Hafen verfolgt. Den Abschluss bildeten ein Besuch des neuen Besucherzentrums Portlantis sowie eine Bootsrundfahrt durch den gesamten Hafen.

Kooperation als Schlüssel zum Erfolg

Die Reise machte deutlich, dass die Energiewende in Europa nur gemeinsam gelingen kann. Landeswirtschaftsministerin Daniela Schmitt, die die Delegation begleitete, betonte die Bedeutung einer engen Zusammenarbeit zwischen Rheinland-Pfalz und den Niederlanden. Der Austausch mit niederländischen Unternehmen und Behörden verdeutlichte, wie Synergien zwischen Logistik, Infrastruktur und Energiewirtschaft genutzt werden können – etwa bei multimodalen Transportlösungen, digitalen Plattformen oder der Speicherung von CO₂ im Meeresboden (CCS).

Die Wirtschaftsreise hat wertvolle Impulse gesetzt und neue Partnerschaften angestoßen. Die Teilnehmenden kehrten mit konkreten Ideen für gemeinsame Projekte, Pilotvorhaben und Forschungsvorhaben zurück. Besonders deutlich wurde: Der Aufbau einer Wasserstoffwirtschaft erfordert neben technischer Innovation vor allem verlässliche Kooperationen über Landesgrenzen hinweg. Deutschland und die Niederlande sind hierbei natürliche Kooperationspartner und können in enger Zusammenarbeit zwischen Industrieparteien, Behörden und Häfen eine Vorreiterrolle in der europaweiten Energiewende einnehmen.

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